| UNICEF fordert mehr Hilfe für die ärmsten Kinder der Welt |
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Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF hat mehr Hilfe für ärmsten Kinder weltweit gefordert. Millionen Kinder könnten gerettet werden, wenn die internationale Entwicklungshilfe sich gezielt auf die am stärksten benachteiligten Familien konzentrierte.
Wie UNICEF in einem Bericht zu den vor zehn Jahren verabschiedeten Millenniums-Entwicklungszielen erklärte, haben weltweit seit 1990 zwar deutlich mehr Kinder Zugang zu sauberem Wasser, Schulbildung oder Impfschutz bekommen und die Kindersterblichkeit ist gesunken.
Doch diese Fortschritte seien sehr ungleich verteilt und erreichten viele Kinder nicht, die sie am dringendsten benötigen. So hätten Kinder aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen ein doppelt so hohes Risiko, vor ihrem fünften Geburtstag zu sterben, als ihre wohlhabenden Altersgenossen, erklärte die Organisation.
"Jeden Tag sterben weiterhin rund 24"000 Kinder - vor allem an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten". Auch gingen zwar mehr Kinder zur Schule als jemals zuvor. Doch immer noch haben über 100 Millionen Kinder keine Schulbildung - auch hier seien Kinder aus benachteiligten Familien und Mädchen besonders häufig ausgeschlossen.
"Bislang dachte man, eine Konzentration auf die am stärksten benachteiligten Kinder sei im Verhältnis zur Reichweite zu teuer", erklärte UNICEF-Direktor Anthony Lake anlässlich der Vorstellung des Berichts. "Aber eine Strategie, die auf Gerechtigkeit zielt, bedeutet nicht nur einen moralischen, sondern auch ganz praktischen Gewinn."
Vom 20. bis 22. September 2010 hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon ein Gipfeltreffen der Vereinten Nationen zu den Millenniumszielen in New York einberufen. Im Jahr 2000 hatten alle Regierungen versprochen, bis zum Jahr 2015 einen Katalog von acht messbaren Zielen zur Überwindung von Armut und Unterentwicklung umzusetzen.
Zu ihnen zählen unter anderem die Ziele, allen Mädchen und Jungen zumindest eine Grundschulausbildung zu ermöglichen und die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel zu senken.
-- 2010-09-07 02:32:44 [Quelle: SDA] |
| US-Präsident Obama kündigt weiteres Konjunkturprogramm an |
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Die flaue US-Konjunktur zwingt Präsident Barack Obama zwei Monate vor den Kongresswahlen zum Handeln: Er kündigte zum Labor-Day am Montag ein 50-Milliarden-Dollar-Infrastrukturprogramm an.
Das Geld solle innerhalb der nächsten sechs Jahre zum massiven Ausbau von Strassen, Eisenbahnlinien und Flughäfen eingesetzt werden und Arbeitsplätze schaffen. Über 240"000 Kilometer Strassen sowie 6400 Kilometer Schienennetz sollten ausgebaut werden, sagte Obama.
"Hiermit kündige ich einen neuen Plan zur Modernisierung der Strassen, Schienen sowie Lande- und Startbahnen (...) an", sagte Obama vor Arbeitern in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin. Es gehe um die Erneuerung der überholten amerikanischen Infrastruktur und der Schaffung von Arbeitsplätzen. "Ich möchte, dass Amerika die beste Infrastruktur in der Welt hat."
Obama betonte, das Programm dürfe nicht zur Vergrösserung des Defizits führen. Zugleich kündigte er die Gründung einer Infrastrukturbank an.
Viel Gegenwind
Allerdings weht Obama erheblicher Gegenwind entgegen. Die oppositionellen Republikaner lehnen jegliche weiteren Konjunkturprogramme strikt ab. Auch unter demokratischen Abgeordneten und Senatoren gibt es angesichts der hohen Verschuldung Skepsis.
Als weitere Massnahme zur Ankurbelung der Wirtschaft plant Obama massive Steuererleichterungen für High-Tech-Unternehmen. Firmen, die neue Technologien entwickeln und Arbeitsplätze im eigenen Land schaffen, sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre von Steuererleichterungen in Höhe von 100 Milliarden Dollar profitieren, schreibt die "Washington Post". Obama wolle dies bei einer wirtschaftspolitischen Grundsatzrede am Mittwoch bekanntgeben.
Enttäuschende Zahlen
Die schlechte Konjunktur sowie anhaltend hohe Arbeitslosigkeit setzen Obama unter Handlungszwang - nicht zuletzt angesichts der Kongresswahlen am 2. November. Jüngste Konjunkturzahlen haben schwer enttäuscht: Demnach legte das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr gerechnet zwischen April und Juni lediglich um magere 1,6 Prozent zu.
In einer ersten Schätzung vor einem Monat waren noch 2,4 Prozent erwartet worden. In den ersten drei Monaten des Jahres betrug das Wachstum noch 3,7 Prozent.
Auch auf dem Jobmarkt geht es nicht richtig voran. Noch immer beträgt die Arbeitslosigkeit offiziell 9,6 Prozent - für die USA ungewöhnlich hoch. Experten meinen, viele Amerikaner liessen sich gar nicht mehr als arbeitslos registrieren.
-- 2010-09-06 22:20:48 [Quelle: SDA] |
| Fast 110"000 Menschen schauten sich die Basquiat-Retrospektive an |
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Die am Sonntag zu Ende gegangene Basquiat-Retrospektive hat fast 110"000 Besucherinnen und Besucher in die Fondation Beyeler nach Riehen BS gelockt. Auch viele Prominente schauten sich die Werke des gefragten New Yorker Zeichners und Malers an.
Gemäss Angaben der Fondation vom Montag statteten unter anderem der Schauspieler Roberto Benigni und der Rockmusiker Adam Clayton von U2 der Ausstellung einen Besuch ab. Auch Gerard Basquiat, der Vater von Jean-Michel Basquiat, war in Basel zugegen. Die Ausstellung habe besonders viele junge Besucher ins Museum gelockt, heisst es in der Meldung weiter.
Die grosse Basquiat-Retrospektive zum 50. Geburtstag des 1988 verstorbenen Künstlers war die erste umfassende Ausstellung in Europa. Sie zeigte rund 130 Werke aus renommierten Museen, Galerien und Privatsammlungen in Europa und Amerika. Die Retrospektive wird als zweite Station im Musée d"Art Moderne de la Ville de Paris vom 15. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011 präsentiert.
-- 2010-09-06 19:46:31 [Quelle: SDA] |
| Frankreich verschärft Abschieberegeln für EU-Ausländer |
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Ungeachtet heftiger Kritik an der Rückführung von Roma nach Rumänien und Bulgarien will Frankreich seine Gesetze für den Umgang mit unerwünschten Ausländern verschärfen. Künftig sollen bereits die Bedrohung der öffentlichen Ordnung sowie der Missbrauch der Reisefreiheit die Abschiebung von EU-Ausländern ermöglichen.
Das teilte der Élysée-Palast am Montag nach einem Ministertreffen in Paris mit. Die Präfekten der Departements sollen zudem mehr Handlungsfreiheit bekommen, um illegale Lager aufzulösen.
Die geplanten Gesetzesänderungen stünden mit dem EU-Recht im Einklang, betonte der Élysée. Das neue Einwanderungsgesetz soll Ende des Monats verabschiedet werden.
Minister und Staatssekretäre aus mehreren EU-Ländern sowie aus Kanada und den USA berieten am Montag in Paris über die Asyl- und Integrationspolitik, wobei vermutlich auch die umstrittenen Abschiebungen von Roma zur Sprache kommen sollten. Dabei machte sich der italienische Innenminister Roberto Maroni für Abschiebungen von EU-Bürgern stark.
Der Minister will der EU-Kommission seinen Vorschlag vorlegen. "Innerhalb der EU gilt das Recht der Bürger auf Bewegungsfreiheit. Es gibt jedoch Grenzen, für die es unzulängliche Strafen gibt", sagte Maroni.
Seit Jahresbeginn hat Frankreich rund 8000 Roma in ihre Heimatländer Rumänien und Bulgarien zurückgeschickt. Im Juli hatte die Regierung in Paris die Gangart noch einmal verschärft und dutzende illegale Roma-Lager aufgelöst.
Pass weg
Im Zuge eines schärferen Vorgehens für mehr innere Sicherheit hatte Präsident Nicolas Sarkozy im Juli zudem angekündigt, dass eingebürgerten Franzosen die Staatsbürgerschaft künftig entzogen werden soll, wenn sie Polizisten oder andere Vertreter der öffentlichen Ordnung töten.
Am Montag wurden im Elyséepalast die Details dazu festgelegt. Der französische Pass soll Straftätern abgenommen werden, die die französische Staatsangehörigkeit vor weniger als zehn Jahren erhalten haben und eine Amtsperson, insbesondere einen Polizisten, lebensgefährlich angegriffen haben.
-- 2010-09-06 17:49:41 [Quelle: SDA] |
| Totschlag mit Bügeleisen: Bedingte Freiheitsstrafe für Ehefrau |
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Eine 43-jährige Frau, die vor sieben Jahren im Streit ihren Ehemann mit einem Bügeleisen erschlagen hat, muss nicht ins Gefängnis. Das Amtsgericht Olten-Gösgen SO verurteilte die Täterin am Montag wegen Totschlags zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten.
Die Ehefrau habe in einer heftigen Gefühlbewegung gehandelt, sagte die Gerichtspräsidentin in den Erläuterungen. Allerdings habe die Frau die Grenzen der erlaubten Notwehr überschritten. "Die Art der Tat war brutal gewesen", sagte sie.
Mit dem Urteil folgte das Amtsgericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft Solothurn. Das Gericht setzte sich aus drei Frauen zusammen. Auch die Anklage wurde von einer Frau vertreten. Die Verteidigerin hatte auf Freispruch plädiert.
Die Verurteilte wurde für schuldig befunden, in der Nacht auf den 23. März 2003 ihren Ehemann im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung in Schönenwerd SO getötet zu haben. Tatwerkzeuge waren ein Bügeleisen und ein Trainingsgerät.
Seit Jahren Eheprobleme
Die Täterin hatte dem 38-jährigen Schweizer mindestens zehnmal mit dem Bügeleisen und anschliessend mit dem Steppgerät auf den Kopf geschlagen. Der Lastwagenfahrer erlitt 33 Quetschwunden am Scheitel und am Hinterkopf. Er starb durch äusseres Verbluten. Die Frau rief die Polizei selbst an.
Hintergrund des blutigen Dramas waren langjährige Eheprobleme. Bei der Einvernahme vor Gericht hatte die zierlich wirkende Frau in der vergangenen Woche erzählt, sie habe Angst vor ihrem Mann gehabt. Er habe wiederholt gedroht, sie und die vier gemeinsamen Kinder umzubringen. Am Abend der Tat hatte sie den Geschlechtsakt abgelehnt.
Freispruch für Helfer
Vom Amtsgericht Olten-Gösgen freigesprochen wurde ein 39-jähriger Schweizer. Er war wegen Gehilfenschaft zu vorsätzlicher Tötung angeklagt gewesen. In der Tatnacht hatte er den Streit schlichten wollen.
Er hielt das spätere Opfer im Schlafzimmer fest. Bei der Rangelei schlug die Ehefrau unvermittelt mit dem Bügeleisen zu. Damals wohnte der Schweizer zusammen mit der Schwester der verurteilten Frau im gleichen Haus in Schönenwerd. Die Freundin war auf dem Lärm aufmerksam geworden.
-- 2010-09-06 17:26:18 [Quelle: SDA] |
| Berlusconi gegen Pakt mit Fini - Lega Nord beharrt auf Neuwahlen |
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Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat das Angebot seines Ex-Verbündeten Gianfranco Fini eines "Paktes" bis zum Ende der Legislaturperiode abgelehnt. Er werde es Fini "nicht erlauben, seine Funktion als Präsident der Abgeordnetenkammer auszunutzen".
Ziel Finis sei es, der Regierung "zu schaden, für sich Propaganda zu machen und die Weichen für seine eigene Partei zu stellen", wurde Berlusconi von der Tageszeitung "La Stampa" zitiert.
Laut Berlusconi fürchtet Fini Neuwahlen. Sollte das Parlament aufgelöst werden, würde er sein Amt als Präsident der Abgeordnetenkammer verlieren.
Berlusconi wollte am Montag mit den Spitzen der mit ihm verbündeten Lega Nord die politische Strategie bestimmen. Die Lega Nord fordert Neuwahlen. "Wir sind in der Lage, Neuwahlen in wenigen Monaten zu organisieren", versicherte Innenminister Roberto Maroni, "Nummer Zwei" der Lega Nord.
Fini hatte am Sonntag in einer Rede vor Anhängern im norditalienischen Mirabello erklärt, dass er das Mitte-Rechts-Lager nicht verlassen wolle. Zugleich kritisierte Fini Berlusconis Führungsstil als stalinistisch.
Gegen "Berlusconi-Gesetze"
Fini machte klar, dass die 30 Abgeordneten seiner Fraktion "Zukunft und Freiheit für Italien" (FLI) die Gesetzesvorlagen der Regierung unterstützen würden, ausser diese regelten Justizfragen, die vor allem Berlusconi selbst dienten.
An die Adresse der Lega gerichtet, erklärte Fini, man sei bereit, über mehr Föderalismus zu verhandeln, jedoch müsse ein solcher den Interessen ganz Italiens dienen.
Fini war Ende Juli von Berlusconi aus der Regierungspartei "Volk der Freiheit" (PdL) gedrängt worden, die beide Politiker zusammen gegründet hatten. Finis Anhänger verliessen darauf die PdL-Fraktion und gründeten ihre eigene. Seit diesem Austritt hat Berlusconi im Parlament keine sichere Mehrheit mehr.
-- 2010-09-06 15:01:50 [Quelle: SDA] |
| Initiative für höhere Finanzierung des ÖV eingereicht |
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Ob der öffentliche Verkehr mehr Geld und die Strasse dafür weniger erhalten soll, darüber wird voraussichtlich das Stimmvolk entscheiden. Der VCS und über 20 Partnerorganisationen haben am Montag die Initiative "für den öffentlichen Verkehr" eingereicht.
Die Volksinitiative hatte im März 2009 einen Blitzstart hingelegt. In nur fünf Monaten zeigten sich 90"000 Personen bereit, das Begehren zu unterstützen. Kurz vor Beginn der Herbstsession übergab der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) in Bern die Initiative mit 140"759 Unterschriften der Bundeskanzlei.
Die Initianten - nebst dem VCS auch die SP und die Grüne Partei - zogen mit einer roten Holz-Lokomotive vom Berner Bahnhofplatz zum nahegelegenen Bundesplatz. Damit zeigen sie die Stossrichtung ihrer Initiative an: Dem Schienenverkehr gehört die Zukunft und somit soll er zu Lasten des Strassenverkehrs auch mehr Geld erhalten.
Neuverteilung angestrebt
Konkret wollen die Verbände und Parteien neu regeln, wie die Einnahmen aus der Mineralölsteuer verteilt werden. Vom Anteil, der nicht in die Bundeskasse fliesst, soll neu je die Hälfte an den Schienenverkehr und den Strassenverkehr gehen. Heute kommen davon 75 Prozent der Strasse zu Gute und 25 Prozent der Schiene.
Nach Berechnung des VCS stünden bei einer Annahme der Initiative zusätzlich 800 Millionen Franken pro Jahr zur Verfügung, um die Eisenbahn-Infrastruktur auszubauen.
Keine neuen Steuern
Mit dem zusätzlichen Geld könnten im nächsten Vierteljahrhundert die dringenden Projekte finanziert werden, um die Pendlerströme zu bewältigen, sagte VCS-Präsidentin Franziska Teuscher laut Redetext. "Und zwar ohne neue Steuern, ohne zusätzliche Abgaben für die Automobilisten und ohne höhere Billettpreise im öffentlichen Verkehr", hielt die Berner Nationalrätin der Grünen fest.
Aus Sicht des Grünen-Präsidenten und Genfer Nationalrats Ueli Leuenberger erhielten Strasse und öffentlicher Verkehr dank der Initiative "erstmals gleich lange Spiesse". Zwar sei er gegen mehr Verkehr, aber immerhin sorge die Initiative für "besseren Verkehr".
-- 2010-09-06 12:52:29 [Quelle: SDA] |
| Urteile im Prozess gegen S-Bahn-Schläger - mehrjährige Haftstrafen |
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Im Prozess um einen in der Münchner S-Bahn zu Tode geprügelten Mann sind die zwei jungen Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der heute 19-jährige Haupttäter kommt wegen Mordes für neun Jahre und zehn Monate hinter Gitter.
Gegen seinen heute 18-jährigen Komplizen verhängte das Landgericht München I am Montag sieben Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge.
Laut Richter Reinhold Baier handelte der Haupttäter aus Rache, weil der 50-jährige Mann sich am S-Bahnhof München-Solln schützend vor eine Schülergruppe gestellt hatte.
Mit dem Urteil folgte das Gericht annähernd den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte für den Haupttäter die höchstmögliche Jugendstrafe von zehn Jahren wegen Mordes gefordert. Beim Komplizen plädierte die Staatsanwaltschaft auf acht Jahre wegen gefährlicher Verletzung mit Todesfolge.
Die Verteidigung hatte mit Jugendstrafen "weit unter sieben Jahren" für den einen und dreieinhalb Jahren für den anderen Angeklagten deutlich niedrigere Strafen verlangt.
Die beiden jungen Männer hatten vor fast genau einem Jahr, am 12. September 2009, eine Schülergruppe in der Münchner S-Bahn bedroht und angekündigt, sie auszurauben.
Nicht davongelaufen
Ein 50-jähriger Mann beobachtete dies, rief die Polizei und stellte sich schützend vor die Teenager. "Er hörte nicht weg", sagte Baier in der Urteilsbegründung. "Die Angeklagten, die sich gemeinsam stark fühlten, fragten beleidigend, warum er, "der Spastiker", sich einmische."
Am S-Bahnhof Solln stiegen die Täter mit der Schülergruppe und dem Mann aus. Es folgte die tödliche Schlägerei, bei welcher der Mann den ersten Hieb gegen den späteren Haupttäter austeilte - offenbar um einen aus seiner Sicht drohenden Angriff abzuwehren.
Anschliessend wurde er von den jungen Männern geschlagen, stolperte und fiel zu Boden. Hier versagten ihm laut Richter Baier die Kräfte.
Der eine Angeklagte habe nicht den Tod des 50-Jährigen gewollt, sondern ihn nur verletzen wollen. Deshalb habe er versucht, seinen Freund von dem 50-Jährigen wegzuziehen. Dieser trat den Mann trotzdem mit Wucht, sagte Baier und begründete damit das mildere Urteil für den Jüngeren der beiden.
Der Mann starb nicht an den Verletzungen, sondern an einem Herzstillstand infolge der Schläge. Er hatte ein krankes Herz, ohne davon zu wissen.
-- 2010-09-06 11:42:35 [Quelle: SDA] |
| Im 2. Quartal mehr Wohnungen gebaut - Rückgang der Baubewilligungen |
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Der Wohnungsbau in der Schweiz läuft noch auf Hochtouren. Im zweiten Quartal befanden sich 12 Prozent mehr Wohnungen im Bau als im Vorjahr. Rückläufig sind jedoch die Baubewilligungen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.
Im zweiten Quartal 2010 wurden in der Schweiz 9750 Wohnungen neu erstellt. Das entspricht einem Anstieg um 2,5 Prozent. Mehr neue Wohnungen wurden in Gemeinden mit zwischen 5000 und 10"000 Einwohnern sowie bis zu 2000 Einwohnern gebaut.
In den Agglomerationen der fünf grössten Städte sank hingegen die Zahl der neu erstellten Wohnungen um knapp ein Fünftel. Rückgänge gab es in den Agglomerationen Bern, Genf, Basel und Zürich. Eine massive Zunahme wurde hingegen in Lausanne festgestellt. Insgesamt liegt der Anstieg der Neuwohnungen im ersten Halbjahr bei rund 5 Prozent.
Ende Juni befanden sich in der Schweiz rund 67"420 Wohnungen im Bau. Das sind 12 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Zunahmen gab es in sämtlichen Gemeindegrössen im Umfang von 2 bis 21 Prozent. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte befanden sich 8,5 Prozent mehr Wohnungen im Bau. Neben der Agglomeration Bern war auch in Genf eine beträchtliche Zunahme zu beobachten.
Weniger Baubewilligungen
Negativ entwickelten sich im zweiten Quartal die Baubewilligungen. Ihre Zahl ging um knapp 2 Prozent auf 11"810 Wohnungen zurück. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte sank die Zahl der Baubewilligungen gar um 17 Prozent. Mehr Wohnungen bewilligt wurden in Basel und Lausanne.
Im ersten Halbjahr wurden rund 2 Prozent mehr Baubewilligungen erteilt. Einzig in Gemeinden mit mehr als 10"000 Einwohnern nahm die Zahl der baubewilligten Wohnungen ab.
-- 2010-09-06 10:05:26 [Quelle: SDA] |
| Precious Woods schafft Wende noch nicht - Verlust vergrössert |
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Die Schweizer Tropenholz-Gesellschaft Precious Woods steckt tief in den roten Zahlen. Im ersten Semester 2010 kletterte der Verlust gegenüber der Vorjahresperiode von 4,8 Mio. auf 8,9 Mio. Dollar.
Der Umsatz schrumpfte um 4,2 Prozent auf 42,9 Mio. Dollar. Precious Woods erzielt neben dem Holzanbau auch Einnahmen mit Strom aus Biomasse und Emissionsrechten.
Das neue Exportverbot von Rundholz aus Gabun kostete Precious Woods 2,3 Mio. Dollar. In Brasilien rissen ein Inventarfehler (0,9 Mio. Dollar) und zu hohe Fixkosten angesichts einer verlängerten Ernte-Sperrfrist sowie ein Ausweichen auf weniger wertvolle Hölzer (2,3 Mio. Dollar) Löcher in die Kassen.
Die Unternehmensverantwortlichen äusserten sich im Communiqué vom Montag enttäuscht über die Ergebnisse. Der im Frühling 2009 eingeleitete Turnaround habe sich zu einem tiefgreifenden Umbau erweitert, der länger dauere, als vorgesehen. Die Massnahmen sollen nun im nächsten Jahr abgeschlossen werden können.
-- 2010-09-06 08:37:06 [Quelle: SDA] |
| Durchbruch in deutschen Atomstreit - Laufzeit 12 Jahre länger |
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Durchbruch im monatelangen Atomstreit in Deutschland: Die Spitzen der Regierungsparteien verständigten sich in der Nacht auf längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke. Die 17 Atommeiler sollen im Schnitt 12 Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant.
Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle bestätigten den Durchbruch nach der knapp zwölfstündigen Spitzenrunde im Kanzleramt. Die Koalition habe ein energiepolitisches Gesamtkonzept für die nächsten Jahrzehnte erstellt, sagte Röttgen.
Der Kompromiss sieht vor, dass jüngere Kernkraftwerke - ab dem Baujahr 1980 - 14 Jahre länger am Netz als bisher geplant bleiben. Ältere Meiler würden 8 Jahre zusätzlich Strom liefern.
Im Gegenzug für die heftig umstrittene Entscheidung werden die grossen Stromkonzerne mit Milliardenzahlungen an die Regierung und für den Ausbau von Öko-Strom zu Kasse gebeten. Mit den Einnahmen soll der Bund auch bei den Sanierungskosten für das Atommüll-Lager Asse entlastet werden.
Bisher gilt nach dem von der rot-grünen Vorgänger-Regierung beschlossenen Atomausstieg eine Laufzeit von 32 Jahren. Danach wäre der letzte der 17 Atommeiler in Deutschland nach aktuellem Stand 2025 vom Netz gegangen. Nun würde der letzte Atommeiler voraussichtlich bis 2040 laufen.
Mit der Einigung räumte die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP einen der grössten Streitpunkte aus. Mehrere hundert Atomkraftgegner begleiteten das Treffen vor dem Kanzleramt mit Vuvuzelas, Tröten und Trillerpfeifen.
Die Opposition drohte bereits mit Verfassungsklagen. SPD-Chef Sigmar Gabriel und die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth kündigten einen "heissen Herbst" an. Das letzte Wort dürfte wohl das Verfassungsgericht in Karlsruhe haben.
-- 2010-09-06 06:15:37 [Quelle: SDA] |
| Baskische Untergrundorganisation ETA verkündet in Video Waffenruhe |
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Die baskische Untergrundorganisation ETA will bis auf weiteres keine Terroranschläge mehr verüben. In einer Erklärung, welche die ETA auf einem Video verlesen liess, bot die Organisation der spanischen Regierung die Aufnahme von Verhandlungen an.
"Die ETA hat schon vor Monaten entschieden, keine offensiven bewaffneten Aktionen vorzunehmen", hiess es in der gut sechsminütigen Aufnahme, welche die ETA am Sonntag dem britischen Sender BBC und der baskischen Zeitung "Gara" zukommen liess.
Die Separatisten liessen aber unklar, ob die von ihnen erklärte "Waffenruhe" zeitlich begrenzt sein soll oder ob sie definitiv die Waffen ruhen lassen wollen. Offen blieb auch, was die Organisation genau mit "offensiven bewaffneten Aktionen" meint.
Madrid nahm die "Waffenruhe" der ETA eher skeptisch auf. Das Innenministerium hielt die Ankündigung nach Angaben des staatlichen Fernsehens TVE für unzureichend. Die ETA zeige keine Bereitschaft, den bewaffneten Kampf endgültig aufzugeben und ihre Waffen in einer nachprüfbaren Form den Sicherheitskräften auszuhändigen.
Spekulationen über Ankündigung
Das Video zeigt drei Vermummte vor den ETA-Symbolen. Eine in der Mitte sitzende Frau verliest die Erklärung. Darin heisst es, die ETA trete dafür ein, dass nun ein "demokratischer Prozess" zur Schaffung eines unabhängigen Staates im Baskenland eingeleitet werde.
In Spanien war schon seit Wochen über eine solche Ankündigung der ETA spekuliert worden. Am Freitag hatte die verbotene Separatistenpartei Batasuna (Einheit), die als der politische Arm der Organisation gilt, die ETA zu einer Waffenruhe aufgefordert.
Sie sprach sich für die Einleitung eines Friedensprozesses nach dem Vorbild von Nordirland aus. Dort war 2005 die Entwaffnung der IRA erreicht worden.
Geschwächt durch Festnahmen
Zuletzt hatte die ETA im März 2006 eine Waffenruhe erklärt. Diese währte aber nur neun Monate und endete im Dezember 2006 mit einem Anschlag auf den Madrider Flughafen, bei dem zwei Menschen starben.
Seither schliesst die spanische Regierung jede Verhandlung mit den Terroristen aus. Sie verlangt von der ETA, die Waffen bedingungslos niederzulegen.
-- 2010-09-05 21:22:08 [Quelle: SDA] |
| "High tech"-Monte-Rosa-Hütte weniger ökologisch als angekündigt |
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Die Monte-Rosa-Hütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) ist weniger energieeffizient als angekündigt. Ihr Selbstversorgungsgrad erreicht nur 70 Prozent. Die ETH Zürich und der SAC brüsteten sich mit 90 Prozent Selbstversorgung.
Wie die beiden Sonntagsblätter "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" berichten, förderte die Jury des Schweizer Solarpreises die fehlerhafte Angabe ans Tageslicht, indem sie nachrechnen liess. Die Monte-Rosa-Hütte erhielt dennoch am Freitag einen Solarpreis in der Kategorie Neubauten.
Ausschlag für die Fehlangabe gab die Küche, die ihren Strom aus Propangas oder Rapsöl bezieht, welche mit Helikoptern eingeflogen werden.
Der Projektverantwortliche an der ETH, Meinrad Eberle, sagte der "SonntagsZeitung", seine Hochschule habe den Selbstversorgungsgrad von 90 Prozent immer explizit unter Ausschluss der Kochenergie angegeben. Der Selbstversorgungsgrad mit Kochenergie sei auf 70 Prozent beziffert worden.
Opfer des eigenen Erfolgs
Über das Optimum lasse sich immer streiten, sagte Eberle weiter. Am Schluss laufe es auf die Kostenfrage hinaus. Zusätzlich produzierte Energie müsste gespeichert werden, was aufwändig und teuer sei.
Die Monte-Rosa-Hütte sei zudem Opfer des eigenen Erfolgs. Der Besucheransturm sei enorm, weshalb die Stromversorgung knapp sei. Darum müssten wahrscheinlich Anpassungen vorgenommen werden. Bei der Wärme gebe es keine Probleme in dem Gebäude, das wie ein Bergkristall auf 2883 Metern Höhe über Zermatt VS thront.
Die High-Tech-Berghütte am Fusse der Dufour-Spitze wurde vor rund einem Jahr eingeweiht und steht den Alpinisten seit März offen. Sie entstand in Zusammenarbeit von ETH Zürich und SAC.
Das fünfstöckige Gebäude aus Holz bietet 120 Schlafplätze. Es ist mit einer Aluminiumhülle verkleidet. Um Strom zu erzeugen, sind Sonnenkollektoren an der Südfassade angebracht.
Im Gelände aufgestellte Solarkollektoren erzeugen Warmwasser und erwärmen Luft, um die Räume zu temperieren. Gespeichertes Schmelzwasser dient als Spülwasser für die Toiletten und zum Duschen.
-- 2010-09-05 13:47:13 [Quelle: SDA] |
| Wiederaufbau in Christchurch braucht über ein Jahr |
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Die neuseeländische Stadt Christchurch ist von Dutzenden Nachbeben erschüttert worden. Bis zum Sonntagmorgen wurden mehr als 30 grössere Nachbeben gezählt - das schwerste davon erreichte die Stärke 5,1.
In der Nacht galt wegen der immensen Schäden eine Ausgangssperre. Die Behörden hatten nach dem Hauptbeben am Samstag den Notstand ausgerufen. Der Wiederaufbau wird nach Angaben von Premierminister John Key mindestens ein Jahr dauern.
Der Zivilschutz geht davon aus, dass das Erdbeben der Stärke 7,1 mehr als 500 Geschäftsgebäude beschädigt hatte. Bis zu 20 Prozent der Häuser in der rund 350"000-Einwohner-Stadt seien unbewohnbar. In der Nacht wurden mehrere Menschen festgenommen, weil sie trotz Verbots in der Nacht in die Innenstadt wollten - vermutlich um Geschäfte zu plündern.
Experten untersuchten derweil die Gebäude auf Schäden. Rund 250 Menschen hatten die Nacht in Notunterkünften verbracht, weil ihre Häuser zerstört worden waren.
Und es drohte neue Gefahr: Ein heftiger Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde raste am Sonntag auf die Region zu. Der Zivilschutz rief die Menschen auf, die Schäden an ihren Häusern so schnell wie möglich zu reparieren, da es wegen des Sturms möglicherweise zu gefährlich werde.
Ein Toter und mehrere Verletzte
Bürgermeister Bob Parker sagte, etwa 90 Prozent der Einwohner hätten wieder Strom. Dagegen bleibe die Wasserversorgung angesichts von rund 200 Rohrbrüchen weiter ein riesiges Problem.
Bei dem Beben der Stärke 7,1 am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) waren mehrere Menschen verletzt worden - ein Mann starb an einem Herzinfarkt. Es war das schlimmste Erdbeben in Neuseeland seit fast 90 Jahren hatte Gebäude, Brücken und Strassen beschädigt. Der Notstand soll noch mehrere Tage gelten.
Die Erde in Neuseeland bebt häufig, weil hier zwei riesige Erdplatten aufeinanderstossen. Nach Angaben von Seismologen gibt es bis zu 15"000 Erdbeben pro Jahr, aber nur maximal 150 davon sind zu spüren. Das bislang verheerendste Erdbeben traf 1931 die Stadt Napier auf der Nordinsel. Mehr als 250 Menschen starben damals.
-- 2010-09-05 09:18:16 [Quelle: SDA] |
| Tausende Menschen gehen gegen Sarkozys Roma-Politik auf die Strasse |
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Tausende Menschen haben am Samstag in Paris und 130 anderen Städten Frankreichs gegen den Umgang der Regierung mit Roma protestiert. Sie forderten ein Ende der ihrer Ansicht nach fremdenfeindlichen Politik von Präsident Nicolas Sarkozy.
Die Regierung sprach von rund 77"000 Demonstranten, die Veranstalter nannten 100"000. Auch vor einigen Botschaften Frankreichs im europäischen Ausland gab es Proteste. Aufgerufen zu den Demonstrationen hatten Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und linke Parteien.
Allein in Paris marschierten laut Veranstaltern 50"000 Menschen gegen die Sicherheitspolitik der Regierung. "Stoppt den Rassismus" und "Nein zu einer unmenschlichen Politik von Sarkozy" stand auf Bannern und Plakaten.
Roma-Vereinigungen trugen Plakate mit Sarkozy-Fotos und der Aufschrift "Sohn von Pétain", in Anspielung auf den früheren Chef des Vichy-Regimes Philippe Pétain, der während des Zweiten Weltkriegs mit den Nationalsozialisten zusammengearbeitet hatte.
Die britische Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin beteiligte sich an einer Aktion vor dem Einwanderungsministerium. Die 63-Jährige sang zusammen mit anderen Künstlern Serge Gainsbourgs Lied "Les P"tits Papiers". Die "Lieblingsengländerin der Franzosen" war lange mit dem Chansonnier Gainsbourg (1928-1991) verheiratet.
Die Regierung bemühte sich, die Bedeutung der Demonstrationen herunterzuspielen. "Obwohl rund sechzig Vereine, Gruppierungen und Parteien sie organisiert haben, haben diese sogenannten Menschenrechts-Demonstrationen im Land nur einige zehntausend Menschen zusammengebracht", erklärte Innenminister Brice Hortefeux. Dies sei "zweifellos eine Enttäuschung für die Organisatoren".
EU-Richtlinie als Rechtfertigung
Paris hat seit Jahresbeginn mehr als 8000 Rumänen und Bulgaren in ihre Heimat ausgeflogen; die meisten von ihnen werden zur Minderheit der Roma gerechnet. Sarkozy und die zuständigen Minister stehen wegen der Rückführungen seit einigen Wochen im In- und Ausland in der Kritik, auch weil sie teilweise Roma mit Kriminalität in Verbindung gebracht hatten.
-- 2010-09-04 21:50:57 [Quelle: SDA] |
| Britischer Ex-Premier Tony Blair mit Eiern und Schuhen beworfen |
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Bei der ersten Signierstunde für seine Memoiren ist Tony Blair in Dublin mit Eiern und Schuhen beworfen worden. Etwa 200 Kriegsgegner protestierten vor der Buchhandlung in der irischen Hauptstadt am Samstag.
Als der ehemalige britische Premierminister aus seinem Auto stieg, regnete es Eier und Schuhe. Blair wurde jedoch nicht getroffen.
Während der streng abgesicherten Autogrammstunde gingen die Proteste draussen weiter. Die Demonstranten versuchten, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Mehrere Geschäfte schlossen wegen der Aufruhr ihre Türen und liessen Gitter herunter. Die Polizei sperrte Zugänge zu der Einkaufsstrasse ab, in der die Buchhandlung liegt. Die Demonstranten riefen "Tony Blair - Kriegsverbrecher" oder "Blut an Deinen Händen".
Der einstige britische Premier und langjährige Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei hatte am Mittwoch seine Biografie "A Journey" ("Eine Reise") veröffentlicht, in der er unter anderem seine Entscheidung für den Einmarsch der Briten in den Irak im Jahre 2003 verteidigt. In dem Buch rechnet er ausserdem mit seinem Nachfolger Gordon Brown ab und schreibt detailliert über den Friedensprozess in Nordirland.
Dublin war die erste Station seiner Werbetour für das Buch. Mehr als 300 Menschen hatten vor dem Buchgeschäft Schlange gestanden, um sein Autogramm in dem Buch zu bekommen. An diesem Mittwoch wird Blair in einer grossen Buchhandlung in London erwartet. Kriegsgegner haben bereits vor Wochen Proteste bei der Veranstaltung angekündigt.
-- 2010-09-04 18:05:11 [Quelle: SDA] |
| Verletzte und Sachschäden bei Erdbeben in Neuseeland |
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Bei einem starken Erdbeben auf der Südinsel Neuseelands sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Am stärksten betroffen war die Stadt Christchurch. Dort wurde der Notstand ausgerufen.
Das Beben der Stärke 7,1 zerstörte in der grössten Stadt der Südinsel Gebäude, Brücken, Strassen und Autos. Nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS lag das Epizentrum rund 30 Kilometer nordwestlich von Christchurch. Die Erschütterungen um 4.35 Uhr Ortszeit seien auf der ganzen Südinsel zu spüren gewesen.
Es seien zehn spürbare Nachbeben der Stärken 3,9 bis 5,2 registriert worden. Seismologen warnten vor einem grösseren Nachbeben.
Nach Spitalangaben erlitten zwei Menschen schwere und mehrere weitere leichte Verletzungen wie Schnittwunden, Prellungen oder Knochenbrüche.
Mehrere Gebäude stürzten ein. In der Stadt fiel grossflächig die Strom- und Wasserversorgung aus, wie örtliche Medien berichteten. Auch Handynetze seien ausgefallen. Viele Menschen liefen im Dunkeln in Schlafanzügen auf die Strassen, hiess es auf der Website der Lokalzeitung "The Press".
Auch der öffentliche Nahverkehr von Christchurch, mit knapp 350"000 Einwohnern Neuseelands zweitgrösste Stadt, war nach den Erschütterungen am frühen Morgen gestört. Der Schienenverkehr auf der Südinsel wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt. Der internationale Flughafen der Stadt wurde evakuiert.
In Christchurch wurden einige Fälle von Plünderungen bekannt. Die Polizei sperrte den Innenstadtbereich bis Sonntag ab. Bis dahin soll das Ausmass der Schäden eingeschätzt worden sein. Für die Nacht auf Sonntag galt eine Ausgangssperre.
Der ausgerufene Notstand erleichtere die Evakuierung der betroffenen Gebiete, sagte Bürgermeister Bob Parker am Samstag dem nationalen Radio. Er sei "entsetzt" über das Ausmass der Schäden, die grösser seien als zunächst angenommen.
Regierungschef John Key sprach nach einem Augenschein von "beängstigenden" Schäden. "Es ist ein Wunder, dass niemand ums Leben gekommen ist", sagte Ministerpräsident Key im Fernsehen. Die Höhe der Sachschäden belaufe sich laut ersten Schätzungen auf rund zwei Milliarden neuseeländische Dollar (1,45 Milliarden Franken).
Neuseeland liegt in einer geologisch aktiven Region. Das jüngste Beben ist eines der zehn schwersten Erdbeben des Landes. Tote gab es zuletzt 1968, als drei Menschen an der Westküste der Südinsel bei Erdstössen der Stärke 7,1 ums Leben kamen.
-- 2010-09-04 13:08:51 [Quelle: SDA] |
| Söldnerfirma Blackwater beschafft sich US-Aufträge unter Fremdnamen |
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Die US-Söldnerfirma Blackwater hat nach Informationen der "New York Times" 31 Firmen gegründet, um unter anderen Namen Aufträge der US-Streitkräfte und -Geheimdienste zu erhalten. Das habe der Streitkräfteausschuss des Senats ermittelt.
Blackwater hat sich in XE Services umbenannt, nachdem das Unternehmen wegen der Erschiessung von 17 Zivilisten in Bagdad 2007 in die Kritik geraten war.
Das US-Aussenministerium hatte damals Blackwater Aufträge zum Schutz von Mitarbeitern und Konvois im Irak entzogen. Mindestens drei Blackwater-Töchter hätten vom Geheimdienst CIA Aufträge erhalten, berichtete die Zeitung am Samstag weiter.
Alleine die CIA hat Blackwater und seinen Töchtern seit 2001 Aufträge für 600 Millionen Dollar erteilt. Darunter ist ein neuer Auftrag über 100 Millionen Dollar für Einsätze in Afghanistan.
Der Vorsitzende des Senatsausschusses, der Demokrat Carl Levin, rief das Justizministerium auf, zu untersuchen, ob Blackwater mit dem Auftritt unter Dutzenden Namen die US-Behörden bei Aufträgen getäuscht habe. Blackwater war auch wegen illegalen Waffenexports im Visier der Behörden.
-- 2010-09-04 09:58:06 [Quelle: SDA] |
| Ahmadinedschad: Kampf gegen Israel muss weiter gehen |
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Einen Tag nach den Nahost-Friedensgesprächen in den USA hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad an die Palästinenser appelliert, den Kampf gegen Israel fortzusetzen. Der Iran beging am Freitag den Al-Kuds-Tag, mit dem der israelischen Eroberung Ostjerusalems von 1967 gedacht wird.
"Widerstand ist der einzige Weg zur Rettung der Palästinenser," sagte Ahmadinedschad. Der Konflikt könne "nicht durch Gespräche mit den Feinden der palästinensischen Nation gelöst werden." Die Gespräche seien eine "Totgeburt". Der Entscheid über einen Palästinenserstaat werde von den Palästinensern getroffen "und nicht in Washington, London oder Paris", sagte er.
Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Der Jerusalem-Tag war von Revolutionsführer Ayatollah Khomenei ins Leben gerufen worden, um die Solidarität der Schiiten mit den mehrheitliche sunnitischen Palästinensern zu zeigen.
Israel wirft dem Iran vor, die im palästinensischen Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas zu unterstützen. Im Gazastreifen zogen am Freitag tausende Hamas-Anhänger durch die Strassen, um den Al-Kuds-Tag zu feiern und gegen die Friedensgespräche zu protestieren.
"Widerstand und Dschihad ist der einzige Weg, um Jerusalem vom Schmutz der zionistischen Besatzung zu befreien", rief der Hamas-Vertreter Ismail al-Aschkar der Menge zu.
"Koordinationszentrum" der Extremisten
Zum Kampf gegen Israel taten sich am Freitag 13 palästinensische Extremistengruppen zusammen. Zu ihnen gehören neben dem bewaffneten Flügel der Hamas auch der Islamische Dschihad, die Volkswiderstandskomitees und eine bewaffnete Splittergruppe der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.
Ziel sei, die Zahl der "effektiven" Anschläge auf Israel zu steigern, darunter wohl auch Selbstmordanschläge, sagte der Sprecher der Essedin-al-Kassam-Brigaden, Abu Obeida, in Gaza. "Wir haben beschlossen, ein Koordinationszentrum für unsere Einsätze gegen den (israelischen) Feind zu gründen", sagte er.
-- 2010-09-03 21:50:01 [Quelle: SDA] |
| Politik und Wirtschaft zeichnen gutes Bild der Schweizer Wirtschaft |
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Die Schweizer Wirtschaft hat die globale Rezession nach Ansicht von Wirtschaft und Politik gut weggesteckt. Bundespräsidentin Doris Leuthard rief am Freitag in Basel in Erinnerung, dass die Schweiz als wettbewerbsfähigstes Land der Welt gelte.
Vor ranghohen Vertretern der Wirtschaft lobte die Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements das rasche Handeln der Unternehmen während der Krise. Dies habe dazu beitragen, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt bereits wieder bessere.
"Die Arbeitslosenquote ist in sechs Monaten in Folge gesunken und steht derzeit bei 3,6 Prozent", sagte Leuthard am "Tag der Wirtschaft", dem Jahresanlass des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. In den meisten europäischen Ländern ist die Arbeitslosenquote weitaus höher.
Schäuble lobt Schuldenbremse
Eine zwingende Voraussetzung für Wachstum seien tiefere Staatsschulden, sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, der als Ehrengast der Economiesuisse auftrat. Die Schweizer Schuldenbremse, die eine zu hohe Staatsverschuldung verhindere, werde mittlerweile in ganz Europa ernst genommen.
Für Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer sind Föderalismus und direkte Demokratie entscheidende Grundlagen für das wirtschaftlicher Wohlergehen der Schweiz. Die Schweiz sei keineswegs ein "Auslaufmodell" und düstere Prognosen, wie sie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise und der Steuerdebatten mit dem Ausland gemacht worden seien, hätten sich nicht bewahrheitet.
Finanzminister Schäuble gab sich zuversichtlich, dass bis im Oktober eine Verhandlungslösung im Steuerkonflikt zwischen der Schweiz und Deutschland steht. Das Abkommen werde auf eine Lösung "zwischen einer Abgeltungssteuer und einem Amtshilfeverfahren bei Steuerhinterziehung" hinauslaufen, sagte Schäuble.
Kritik an Staatsmassnahmen
Bührer, dessen Verband dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert, erneuerte seine Kritik am weltweiten "Staatsinterventionismus" und milliardenschweren Konjunkturprogrammen, die der Wirtschaft nicht nachhaltig nützten. "Wir sind für eine langfristig berechenbare Wirtschaftspolitik und Marktwirtschaft", sagte Bührer.
-- 2010-09-03 16:52:19 [Quelle: SDA] |
| Konstruktives Gesprächsklima bei Von-Wattenwyl-Gesprächen |
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Eine Delegation des Bundesrates hat am Freitag die Spitzen der Regierungsparteien zu Gesprächen über die Europapolitik empfangen. Etwas Neues kam dabei nicht heraus.
Alle Teilnehmenden hätten die bekannten Positionen bekräftigt, sagte Bundesratssprecher André Simonazzi auf Anfrage. Die Vertreterinnen Bundesrates wiederholten demnach, was sie vor zwei Wochen bereits vor den Medien dargelegt hatten: Der Bundesrat setzt auf den bilateralen Weg, auch wenn dieser schwieriger geworden ist.
Die Vertreter der Parteien hätten Fragen dazu gestellt und die Möglichkeit gehabt, dem Bundesrat ihre Haltung vertiefter darzulegen, sagte Simonazzi. Das Gesprächsklima sei konstruktiv gewesen.
Diskutiert wurde auch über die bisherigen Erfahrungen mit den Abkommen von Schengen und Dublin. Auf eine anschliessende Medienkonferenz verzichteten die Delegationen. Der Grund dafür war laut Simonazzi, dass die Themen und Positionen bekannt sind.
Die Gespräche dauerten zwei Stunden. Von Seiten des Bundesrates nahmen neben Bundespräsidentin Doris Leuthard die Bundesrätinnen Micheline Calmy-Rey und Eveline Widmer-Schlumpf sowie Bundeskanzlerin Corina Casanova an den Gesprächen teil.
-- 2010-09-03 13:41:00 [Quelle: SDA] |
| Merkel will sachlich über Integration von Zuwanderern diskutieren |
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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat in der Debatte um den Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin zu einer sachlichen Diskussion über die Integration von Zuwanderern in Deutschland aufgerufen. Das Thema Integration sei eines der wichtigsten "unserer Zeit".
"Man muss Probleme klar benennen, aber man darf Fortschritte auch nicht verschweigen", sagte Merkel in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung "Hürriyet" vom Freitag.
Merkel kritisierte erneut die Äusserungen von Thilo Sarrazin. Dieser hatte in seinem umstrittenen Buch "Deutschland schafft sich ab" Thesen zur angeblich mangelnden Integrationsbereitschaft von Migranten aufgestellt.
Diese Vorwürfe seien "Unsinn" und erschwerten die Integration, sagte Merkel. "Ich kann die Äusserungen nicht akzeptieren." Ganze Gruppen in der Gesellschaft Deutschlands fühlten sich dadurch verletzt. Das Thema Integration müsse sachlich diskutiert werden, und man dürfe nicht Abneigung und Widerwillen wecken.
Die türkische Öffentlichkeit hatte die deutsche Debatte über Sarrazin in den vergangenen Wochen aufmerksam verfolgt. In türkischen Zeitungen wird der ehemalige Berliner Finanzsenator häufig als "Rassist" bezeichnet.
Deutsche brauchen Toleranz
Für Deutschland sei es eine Schlüsselaufgabe, die Zuwanderer aktiv in die Gesellschaft hineinzuholen, sagte Merkel weiter. Sie sollten am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben können.
"Aber in gleicher Weise erwarten wir natürlich dass sie das auch wollen und sich aktiv darum bemühen", sagte sie. Das bedeute auch, Deutsch zu lernen und die deutschen Gesetze einzuhalten.
Die Deutschen bräuchten Toleranz "und die Bereitschaft, Menschen, die rechtmässig bei uns leben, zu respektieren und ehrlich willkommen zu heissen", sagte die Kanzlerin.
Entlassung beantragt
Wegen seiner Äusserungen brachte Sarrazins Berliner SPD-Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf einstimmig ein Verfahren mit dem Ziel des Parteiausschlusses Sarrazins auf den Weg. Mehrfache Aufforderungen, die SPD zu verlassen, hatte der ehemalige Berliner Finanzsenator abgelehnt.
-- 2010-09-03 12:20:22 [Quelle: SDA] |
| Videoverbindung zur Aussenwelt für verschüttete Bergleute geplant |
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Wenigstens per Videoübertragung sollen die in Chile unter Tage eingeschlossenen 33 Bergarbeiter ihre Familien bald schon wiedersehen können. Über einen Bildschirm könnten sie dann mit ihren Liebsten plaudern, sagte Gesundheitsminister Jaime Mañalich.
Über ein Glasfaserkabel soll die Videoverbindung zur Aussenwelt eingerichtet werden. Ganz frei dürfen die an der Gold- und Kupfermine am Rande von Copiapo im Norden Chiles ausharrenden Angehörigen aber wie über die Gegensprechanlage nicht mit den Bergarbeitern reden.
Sie würden darum gebeten, keine Äusserungen zu machen, die falsche Hoffnungen wecken könnten, sagte Mañalich. Daraufhin werden auch die Briefe durchgesehen, bevor sie in die Grube gelassen werden.
Die Kumpel erhielten unterdessen ein besonders Geschenk: Zu ihnen wurden von Papst Benedikt XVI. gesegnete Rosenkränze heruntergelassen. Die gesegneten Rosenkränze wurden unter den Augen des Erzbischofs von Santiago de Chile, Kardinal Francisco Javier Errazuriz, zu den Verschütteten heruntergelassen.
Er bezeichnete es als "Geschenk", dass die Arbeiter fast drei Wochen nach dem Einsturz ihrer Mine lebend entdeckt worden seien. Ihr Wille zum Überleben sei von Zusammenhalt und Glauben geprägt, sagte Errazuriz der Nachrichtenagentur AFP: "Das lässt uns hoffen, dass sie durchhalten, bis sie gerettet sind."
In einer in 700 Meter Tiefe gelegenen Rettungskammer harren die Kumpel seit dem Einsturz ihrer Mine am 5. August aus. Solange wie sie war bisher noch niemand unter Tage eingeschlossen. Die Bergarbeiter sollen über einen Rettungsschacht zurück ans Tageslicht geholt werden, der seit Montag gebaut wird.
Die auf mehrere Monate angelegten Arbeiten stocken hin und wieder, weil die Schachtwände aufgrund von Gesteinsspalten mit Zement stabilisiert werden müssen. Die Helfer bereiten aber auch einen Plan B für die Rettung der Bergarbeiter vor.
Ab Sonntag soll eines der bisher drei Versorgungslöcher, über die auch die Gegensprechanlage mit den Angehörigen läuft, vergrössert werden. Sollte es grössere Schwierigkeiten beim Bau des Rettungsschachts geben, könnten die Verschütteten alternativ über ein ausgeweitetes Versorgungsloch ans Tageslicht geholt werden.
-- 2010-09-03 05:17:16 [Quelle: SDA] |
| Netanjahu und Abbas wollen Friedensgespräche persönlich fortsetzen |
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Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben sich in Washington auf die Fortführung der Friedensgespräche geeinigt. Sie vereinbarten am Donnerstag, ihre direkten Verhandlungen am 14. und 15. September fortzusetzen.
Danach wollten sie im Abstand von zwei Wochen zu Gesprächen zusammenkommen. Netanjahu und Abbas hatten ihre direkten Verhandlungen nach 20 Monaten Pause unter Vermittlung der USA wiederaufgenommen.
Der US-Nahostgesandte George Mitchell bezeichnete die ersten Gespräche als "ausführlich und produktiv". Abbas und Netanjahu hätten im Grundsatz ihre Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung bekräftigt, welche die Einrichtung eines palästinensischen Staats vorsieht.
Bei der Eröffnung der Gesprächsrunde hatte US-Aussenministerin Hillary Clinton "Mut und Einsatz" beider Seiten gelobt. Netanjahu wie Abbas nutzten ihre Eröffnungserklärungen für Forderungen an die Gegenseite.
Netanjahu sagte beide Seiten müssten "schmerzliche Konzessionen" machen. "Wir erwarten von Ihnen, dass sie Israel als den Nationalstaat des jüdischen Volks anerkennen", sagte er. Abbas sagte im Gegenzug: "Wir fordern von der israelischen Regierung ein weiteres Engagement zum Stopp aller Siedlungsaktivitäten und zur Aufhebung der Blockade des Gazastreifens."
Keine Einigung zu Siedlungsstopp
Nabil Schaath, der Aussenminister der palästinensischen Autonomiebehörde, sagte gegenüber dem US-Sender CNN im Anschluss, Israel habe bei der Frage einer Verlängerung des Siedlungsstopps in den besetzten Gebieten keine Garantien abgegeben. Der von Israel auf Druck der USA verhängte einseitige Siedlungsstopp läuft am 26. September aus.
Mitchell wollte am Donnerstag vor den Medien keine Angaben zum Inhalt machen, um den Erfolg der Gespräche nicht zu gefährden, wie er sagte. Beide Seiten hätten sich aber optimistisch gezeigt, binnen eines Jahres zu einem Erfolg kommen zu können.
Vorsichtiger Optimismus
Die Palästinenser drohen, die direkten Gespräche abzubrechen, sollte Israel den Siedlungsbau im Westjordanland fortsetzen. Schaath sagte am Donnerstag, er bleibe in Bezug auf einen Erfolg der Gespräche optimistisch - vorerst.
-- 2010-09-02 21:19:21 [Quelle: SDA] |
| Die Schweiz inventarisiert ihre lebendigen Traditionen |
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Ob Märchen, Liedgut oder Volkstheater, Bräuche, Handwerk oder Naturmedizin - die Schweiz erstellt ein Inventar ihrer lebendigen Traditionen. Damit erfüllt sie den ersten Teil einer UNESCO-Konvention, die 2008 ratifiziert wurde. Die Liste soll 2012 vorliegen.
Zunächst erfassen die kantonalen Kulturstellen ihr "immaterielles Kulturerbe" - auch auf Anregung von Einzelpersonen, Vereinen und Verbänden. Auf www.lebendige-traditionen.ch kann jeder und jede Eingaben machen.
Aus den Vorschlägen der Kantone filtert eine vom Bundesamt für Kultur (BAK) eingesetzte Expertenkommission in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Schweizerischen UNESCO-Kommission um die 100 heraus.
Bankgeheimnis bewahren
"Ziel der Inventarisierung ist es, die Anerkennung, Aufwertung und Bewahrung des immateriellen Kulturerbes zu fördern", teilte das BAK am Donnerstag mit.
Dabei dürften neben naheliegenden Dingen wie Fasnacht oder Jodeln auch originelle "Traditionen" in Frage kommen, wie Walter Leimgruber, Leiter des Seminars für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel vor den Medien ausführte.
Denkbar wäre etwa die sprichwörtliche Schweizer Pünktlichkeit oder das reichhaltige Schweizer Vereinswesen. "Vielleicht liesse sich sogar das Bankgeheimnis dank der Liste retten", scherzte Leimgruber.
Nord-Süd-Gefälle
Die Anregung, neben dem materiellen Kulturerbe wie Gebäude und Monumente auch das immaterielle zu inventarisieren, kam ursprünglich von den Ländern des Südens, erklärte Diego Gradis, Vizepräsident der Schweizerischen UNESCO-Kommission.
Viele dieser Länder besitzen kaum materielles Kulturerbe, dafür einen reichen Schatz an Ritualen, Legenden und handwerkliches Know-How. Im Zuge der Globalisierung würden die kulturellen Ausdrucksformen aber zunehmend "macdonaldisiert" und Traditionen dem Kommerz geopfert.
-- 2010-09-02 15:01:58 [Quelle: SDA] |
| Mehrheit der Schweizer befürwortet direkte aktive Sterbehilfe |
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Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist dafür, die heute verbotene direkte aktive Sterbehilfe gesetzlich zu erlauben. Dies geht aus einer nationalen Studie der Universität Zürich hervor.
Die Bevölkerung in der Schweiz werde immer älter und damit werde es auch immer zu mehr ärztlichen Entscheidungen am Lebensende kommen, sagte Christian Schwarzenegger vom Kriminologischen Institut der Universität Zürich am Donnerstag vor den Medien in Zürich. Die Themen Sterbehilfe und Suizidbeihilfe würden deshalb immer wichtiger.
Das Kriminologische Institut veröffentlichte am Donnerstag die erste nationale Studie dazu. Das Meinungsforschungsinstitut GFK Schweiz befragte im Mai und Juni 1464 Schweizer und Schweizerinnen. Bei den Fragen ging es um sechs Fälle von Menschen, die an einer tödlichen Krankheit im Endstadium leiden. Die Befragten mussten eine rechtliche und moralische Bewertung auf einer Skala von eins bis zehn vornehmen.
Gemäss der Studie würde eine Mehrheit die direkte aktive Sterbehilfe für diese Menschen erlauben. Diese Einstellungen hängen laut den Autoren mit einer positiven Sicht auf das selbstbestimmte Sterben und einer schwach ausgeprägten Religiosität zusammen.
Die Zustimmung zu Suizidbeihilfe und Sterbehilfe variiert aber je nach Fall. So findet etwa der Ernährungsabbruch einer Komapatientin, bei der sich die Angehörigen einig sind, am meisten Zustimmung sowohl in moralischer wie auch in rechtlicher Hinsicht. Sind sich die Angehörigen jedoch nicht einig, ist die Zustimmung der Befragten zur Sterbehilfe am geringsten.
Polarisierte Meinungen
Was sich in allen Fällen zeigt: Die Meinungen gehen auseinander. So finden etwa die Suizidbeihilfe bei einem Alzheimerpatienten über 28 Prozent "völlig richtig", über 22 Prozent hingegen bewerten sie als "völlig falsch".
Einen Konsens zu finden sei bei einem polarisierten Meinungsbild sehr schwierig, sagte Schwarzenegger. Die Regulation müsse gesellschaftlich ausgehandelt werden.
-- 2010-09-02 12:43:02 [Quelle: SDA] |
| Hurrikan "Earl" legt zu - Katastrophenalarm für North Carolina |
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Hurrikan "Earl" versetzt die US-Ostküste in Angst: Der Wirbelsturm hat an Kraft zugelegt und steuert auf das US-Festland zu. US-Präsident Barack Obama rief am Mittwochabend (Ortszeit) Katastrophenalarm für den Bundesstaat North Carolina aus.
Damit kann die nationale Krisenbehörde FEMA die Sicherheitsmassnahmen koordinieren und den lokalen Behörden Hilfe leisten. North Carolina liegt an der US-Ostküste, auf die sich "Earl" mit mehr als 210 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit in seinem Zentrum zubewegt.
Der Hurrikan legte über dem warmen Atlantikwasser wieder an Kraft zu und wurde am Mittwoch erneut auf die Kategorie vier hochgestuft, die zweithöchste Stufe auf der Hurrikanskala.
In der Nacht zum Donnerstag befand sich "Earl" rund 840 Kilometer südöstlich von Cape Hatteras, das auf der Ferien-Inselkette Outer Banks vor der Küste North Carolinas liegt.
Inseln evakuiert
Auch in den US-Staaten Virginia und Maryland wurde der Notstand ausgerufen. Für die vorgelagerten Inseln Hatteras und Ocracoke waren Evakuierungen angeordnet. Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete, kündigten mehrere Fluglinien vorsorglich Behinderungen an der Ostküste an.
Nach Medienberichten weigerten sich etliche Inselbewohner und auch Touristen, die Inseln zu verlassen. "Keiner meiner Nachbarn geht. Wir bleiben hier und reiten es aus", sagte ein Mann auf Ocracoke in einem CNN-Bericht.
"Earl" bewegt sich mit knapp 30 Stundenkilometern auf die USA zu, teilte das Hurrikanzentrum in Miami in der Nacht zum Donnerstag mit. Die Meteorologen erwarten den Hurrikan am Donnerstagabend (Ortszeit) vor der Küste North Carolinas. Es drohten orkanartige Böen und Überschwemmungen.
Von dort dürfte "Earl" seinen Weg in den Norden antreten, nach Berechnung der Experten über dem Meer mit einem Abstand von etwa 80 Kilometern zum Festland. Noch ist unklar, ob das so genannte Auge des Hurrikans das Festland trifft.
Hurrikanwarnungen verschiedener Abstufungen wurden von North Carolina die Küste hoch bis nach Neuengland erlassen. Die Millionenmetropole New York und die ihr vorgelagerte Insel Long Island sollen die Auswirkungen von "Earl" am Freitag zu spüren bekommen, kündigte NHC-Direktor Bill Read an.
-- 2010-09-02 11:55:08 [Quelle: SDA] |
| UmverkehR: Bahnfahren muss günstiger sein als Autofahren |
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Bundesrat und Parlament sollen dafür sorgen, dass der öffentliche Verkehr im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr deutlich günstiger ist. Mit diesem Aufruf ist die Umweltorganisation umverkehR am Donnerstag in Bern an die Medien gelangt.
Die bevorstehenden neuerlichen SBB-Tariferhöhungen haben umverkehR veranlasst, die Preisentwicklung im öffentlichen Verkehr (ÖV) und im Autoverkehr genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Fazit der Organisation: Die Preise für den ÖV seien zwischen 1990 und 2009 um fast 30 Prozentpunkte stärker angestiegen als die Kosten des motorisierten Individualverkehrs.
Der Infrastrukturausbau dürfe nicht auf Kosten der Zugpassagiere stattfinden. Dafür brauche es "neue Einnahmequellen für den ÖV, einen Ausbau mit Mass und klare Prioritäten", heisst es in den Medienunterlagen.
Es sei unsinnig, die SBB-Tarife jährlich anzuheben, wenn das Autofahren nicht auch gleichzeitig teurer werde, wird umverkehR-Copräsidentin Yvonne Gilli zitiert. Die grüne St. Galler Nationalrätin befürchtet erhebliche Wettbewerbsverzerrungen und falsche Anreize.
-- 2010-09-02 09:57:53 [Quelle: SDA] |
| Geiseldrama beim "Discovery"-Sender - Täter erschossen |
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Ein offenbar verwirrter radikaler Umweltschützer hat am Mittwoch im Hauptquartier des Fernsehsenders "Discovery" bei Washington drei Geiseln genommen. Er wurde dann rund drei Stunden später von der Polizei erschossen.
Die drei Geiseln, die der bewaffnete Mann in den Büroräumen in Silver Spring in seine Gewalt gebracht hatte, waren nach Angaben der Polizei wohlauf und wurden in Sicherheit gebracht.
Eine Spezialeinheit sei eingeschritten, als der Verdächtige nach zweistündigen Verhandlungen eine Waffe auf eine seiner Geiseln gerichtet habe, sagte der örtliche Polizeichef J. Thomas Manger. Die Beamten hätten deshalb auf ihn geschossen.
"Der Verdächtige ist tot", sagte Manger vor den Medien. Die drei Geiseln wurden ausserhalb des Gebäudes in Sicherheit gebracht. Mehr als zwei Stunden lang hatte die Polizei um ihr Leben gebangt: Der Geiselnehmer habe sich während der telefonischen Verhandlungen als "emotional instabil" gezeigt, sagte Manger.
Die Polizei ging davon aus, dass der Mann mit Sprengstoff bewaffnet in das Gebäude in Silver Spring bei Washington eindrang. Die Zentrale des Discovery Channel liegt in einem Geschäftsviertel rund elf Kilometer nördlich des Weissen Hauses.
Das Gebäude wurde nach Sprengsätzen durchsucht. Ob der Verdächtige Komplizen hatte, war laut Manger zunächst unklar. Eine Mitarbeiterin von Discovery Channel sagte CNN, ein bewaffneter Mann sei in die Eingangshalle des Sendergebäudes gekommen.
Er habe "Sprengstoff auf dem Rücken" gehabt. Die örtliche Feuerwehr entsandte Sprengstoffspezialisten in die Senderzentrale. Die Polizei riegelte das Gebäude vorübergehend ab. Rund um das Gebäude wurden schwer bewaffnete Sicherheitsbeamte und gepanzerte Fahrzeuge postiert, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.
Das Motiv der Geiselnahme war zunächst unklar. Gemäss Polizeichef Manger hatte der Geiselnehmer in der Vergangenheit Streit "mit den Leuten vom Discovery Channel". US-Medien publizierten ein Foto, das angeblich den Geiselnehmer zeigt, wie er ein Plakat mit der Aufschrift "Discovery Channel: Rettet den Planeten!!" schwenkt.
Wie es hiess, hatte er sich in der Vergangenheit wütend über den Kurs des umweltorientierten Senders geäussert, der ihm anscheinend nicht radikal genug ist. Auf einer Webseite kritisierte er, dass "Discovery" zur Geburt von Kindern ermutige. Menschen seien aber die "zerstörerischsten, schmutzigsten Kreaturen" auf der Erde.
-- 2010-09-02 01:16:26 [Quelle: SDA] |
| Sturz aus 39. Stock - New Yorker überlebt mit Brüchen |
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Ein 22-Jähriger hat in New York den Sturz aus dem 39. Stock eines Wohnhauses mit einigen Knochenbrüchen überlebt. Wie die Zeitung "New York Daily News" am Mittwoch berichtete, prallte der Mann auf ein geparktes Auto, die Heckscheibe ging dabei zu Bruch.
"Das Auto hat sein Leben gerettet", zitierte das Blatt einen Bauarbeiter, der den über 120 Meter langen Sturz beobachtet hatte. Der Mann sei mit den Füssen nach unten gefallen. "Er landete wie ein Stuntman, einfach unglaublich."
Vor drei Jahren hatte der Sturz eines New Yorker Fensterputzers aus dem 47. Stockwerk für Schlagzeilen gesorgt. Bei dem Arbeitsunfall im Dezember 2007 hatte sich eine Plattform an einem Hochhaus in Manhattan gelöst. Zwei Männer wurden in die Tiefe gerissen.
Einer war auf der Stelle tot, der andere überlebte mit zahlreichen Knochenbrüchen, Kopf- und inneren Verletzungen. Nach sechs Wochen wurde der 37-Jährige aus dem Spital entlassen.
-- 2010-09-01 22:12:10 [Quelle: SDA] |
| Japanisch-argentinisches Paar gewinnt Tango-Weltmeisterschaft |
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Ein japanisch-argentinisches Paar hat die 8. Tango-Weltmeisterschaft in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gewonnen. Chizuko Kuwamoto und Diego Ortega setzten sich laut Medienberichten vom Mittwoch in der Kategorie Bühnen-Tango gegen 19 Paare durch.
"Es ist unmöglich zu beschreiben, was wir fühlen. Wir können es einfach nicht glauben", sagte der 21-jährige Ortega nach dem Sieg zum Abschluss des diesjährigen Tangofestivals am Dienstagabend. Er lebt seit Jahren in Japan, wo er seine 42-jährige Tanzpartnerin kennen lernte.
In der Kategorie Salon-Tango erzielten die Argentinier María Inés Bogado (29) und Sebastián Jiménez (18) den ersten Platz. Insgesamt hatten sich seit dem 13. August 460 Paare aus aller Welt an der Tango-Meisterschaft beteiligt. Über 350"000 Zuschauer verfolgten nach Angaben der Veranstalter die insgesamt 150 Tanz- und Musikaufführungen.
Der Tango entstand Ende des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires und der uruguayischen Hauptstadt Montevideo. Von dort aus eroberte er die Welt. Die Zeit zwischen 1935 und 1955 gilt als das Goldene Zeitalter des Tango. Aber auch heute gehört der melancholische Tanz im Dreivierteltakt zum festen Bestandteil der Kultur am Rio de la Plata. Zwar tanzt nicht jeder Argentinier Tango, aber er drückt ein allgemeines Lebensgefühl aus.
-- 2010-09-01 20:39:46 [Quelle: SDA] |
| Netanjahu schliesst Verlängerung von Siedlungsmoratorium aus |
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Zum Auftakt der Nahost-Spitzentreffen in Washington hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Verlängerung des begrenzten Baustopps für israelische Siedlungen im Westjordanland abgelehnt.
Netanjahu habe gegenüber US-Aussenministerin Hillary Clinton eine Ausweitung des bis Ende September geltenden Moratoriums ausgeschlossen, hiess es am Mittwoch in Washington aus dem Umfeld des Ministerpräsidenten.
Die Palästinenser hatten Israel mit Nachdruck aufgefordert, das Moratorium zu verlängern. Sie drohen damit, die geplante Neuaufnahme der Friedensgespräche zu beenden, sollte Israel den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau im Westjordanland wieder in vollem Umfang aufnehmen.
Auch die USA fordern von ihrem Verbündeten Israel eine weitere Aussetzung des Siedlungsbaus.
Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wurden für Mittwoch zu separaten Gesprächen bei US-Präsident Barack Obama erwartet.
Am Donnerstag sollten sie in Washington direkt zusammenkommen. Die USA hoffen als Vermittler, dass beide Seiten in den kommenden Verhandlungsrunden ihre Streitigkeiten ausräumen und binnen eines Jahres eine Friedensregelung erreichen.
-- 2010-09-01 18:52:07 [Quelle: SDA] |
| Publikum und Fachjury wählen Beitrag für Eurovision Song Contest |
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Nach vielen Jahren der Niederlagen geht das Schweizer Fernsehen beim Eurovision Song Contest neue Wege: Der Beitrag, der 2011 in Deutschland an den Start gehen soll, wird nicht mehr von einer Fachjury ausgewählt, sondern von den Zuschauern.
Das Schweizer Fernsehen wolle so das Kandidatenfeld öffnen, begründete SF-Sprecher Marco Meroni die Umstellung. Bisher mussten die Künstler, die für die Schweiz antreten wollten, bereits bekannt sein, also Bühnenerfahrung besitzen und eine CD auf den Markt gebracht haben.
Dies ist für den Contest 2011 in Deutschland nun nicht mehr nötig: Jeder und jede kann mitmachen und einen Song auf die Internetplattform www.eurovision.sf.tv hochladen. Wie Meroni weiter erklärte, muss es sich dabei aber um ein neues, noch nicht publiziertes Lied handeln. So schreibt es das Reglement des Eurovision Song Contest vor.
Danach sind die Zuschauer gefragt, die auf der Website ihre Stimme abgeben können. Zusätzlich zu diesen Meinungen setzt SF laut einer Mitteilung vom Mittwoch auch noch eine Fachjury ein, deren Urteil 50 Prozent der Wertung ausmachen wird. Wer in dieser Jury Platz nimmt, ist laut Meroni noch unklar.
Die besten zehn kommen in die Liveshow
Die besten zehn Nachwuchskünstler können ihr Lied am 11. Dezember in einer Liveshow am Schweizer Fernsehen präsentieren. Das Publikum entscheidet dann per Telefonanruf, wer nach Deutschland fahren und Punkte für die Schweiz holen wird.
SF organisiert die Ausscheidung zusammen mit Radio DRS3 und eröffnet den Bewerbungsprozess am 1. Oktober. Bis am 30. Oktober können die Musiker ihre Videos hochladen.
-- 2010-09-01 17:12:14 [Quelle: SDA] |
| Blutige Delfinjagd in japanischem Fischerort hat wieder begonnen |
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Die im Oscar-gekrönten Film "Die Bucht" gezeigte blutige Jagd auf Delfine in einem japanischen Fischerort hat wieder begonnen. Mehrere Boote liefen am Mittwoch in Taiji im Südwesten des Landes aus.
Zwar hätten die Fischer zunächst keinen Delfin erwischt, sagte ein Behördensprecher, der anonym bleiben wollte. "Unser Standpunkt bleibt gleich. Die Stadt wird auch weiterhin Delfine jagen", sagte der Behördensprecher mit Blick auf diverse Ausländer, die mit Kameras in dem 3700-Einwohner-Ort gesichtet wurden.
Konfrontationen zwischen Tierschützern und nationalistischen Delfinjagd-Befürwortern habe es bislang nicht gegeben.
Der aus dem Film "Die Bucht" bekannte Aktivist Ric O"Barry von der Organisation "Rettet Japans Delfine" schrieb in seinem Internet-Blog, er habe einen geplanten Besuch in Taiji abgesagt, nachdem er vor einer Konfrontation mit "extremen nationalistischen Gruppen" gewarnt worden sei.
Stattdessen kündigte O"Barry an, am Donnerstag vor der US-Botschaft in Tokio symbolisch 1,7 Millionen Unterschriften aus 151 Ländern gegen die Delfinjagd zu übergeben.
Proteste gegen Film
Die Fischer aus Taiji treiben jedes Jahr rund 2000 Delfine in einer abgelegenen Bucht zusammen. Einige werden gefangen und in Delfinarien gebracht, die restlichen werden mit Harpunen getötet und zum Verzehr verarbeitet.
Das Team um Regisseur Louie Psihoyos hatte die umstrittene Tradition für "The Cove" ("Die Bucht") teils mit versteckten Kameras gefilmt. Die Bilder von dem Delfin-Schlachten wurden in diesem Jahr mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Japanische Nationalisten hatten den Film im Sommer als anti-japanisch beschimpft und Kinos mehrfach erfolgreich an der Aufführung gehindert. Die erste kommerzielle Vorstellung in Tokio fand im Juli unter Polizeischutz statt.
Inzwischen laufe "Die Bucht" nach anfänglich heftigen Protesten aber "erstaunlich erfolgreich" in japanischen Kinos, berichtete Altherr. "Viele Aufführungen sind ausverkauft."
-- 2010-09-01 16:26:01 [Quelle: SDA] |
| Technologiekonzern Ruag mit Gewinn und Umsatz auf Kurs |
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Der Technologiekonzern Ruag hat den Gewinn im ersten Halbjahr um über die Hälfte gesteigert. Der Umsatz stieg vor allem dank der Übernahme des Raumfahrtgeschäfts von OC Oerlikon um rund 6 Prozent auf 836,1 Mio. Franken.
Unter dem Strich verdiente das Unternehmen in Bundesbesitz 21,1 Mio. Franken, nach 13,4 Mio. Fr. im ersten Halbjahr 2009. Der Betriebsgewinn (EBIT) erhöhte sich ähnlich stark um 60 Prozent auf 32 Mio. Franken.
Der Rüstungs- und Technologiekonzern erhielt Aufträge im Wert von rund 976 Mio. Franken, dies sind rund 100 Mio. Fr. mehr als im Vorjahressemester, wie Ruag am Mittwoch mitteilte.
Lukratives Rüstungsgeschäft
2009 war der Geschäftsabschluss der Ruag wegen massiven Abschreibungen tiefrot ausgefallen: Die Probleme im Geschäft mit Flugzeugkomponenten führten zu einem Jahresverlust von 107 Mio. Franken.
Ruag strich am Produktionsstandort Plan-les-Ouates GE Dutzende Stellen. Das Unternehmen erwägt, den Genfer Standort 2012 zu schliessen.
Die Restrukturierungsmassnahmen im Flugzeugstrukturbau und dem -unterhalt hätten den EBIT positiv beeinflusst, heisst es in der Mitteilung. Der höhere Betriebsgewinn sei auch auf die bessere wirtschaftliche Lage zurückzuführen.
Der Löwenanteil des EBIT stammt aus dem Geschäft mit Sicherheits- und Wehrtechnik (Defence). Mit den Aktivitäten in der Luft- und Raumfahrt (Aerospace) erwirtschaftete Ruag lediglich einen EBIT von 0,3 Mio. Franken; allerdings war dort vor Jahresfrist ein Verlust von 14,1 Mio. Fr. angefallen.
Neue Division
Ruag legt zwei ihrer sechs Divisionen zusammen, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Die Divisionen Electronics und Land Systems werden zur Division Defence verschmeltzt. Ab 2011 umfasst Defence namentlich die Kampf-, Führungs- und Kommunikationssysteme sowie Schutzmodule für Landstreitkräfte.
Die Führung der Division mit insgesamt 1250 Mitarbeitern wird der jetzige Leiter von Land Systems, Urs Breitmeier übernehmen. Mit der neuen Division will Ruag vor allem die Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee vereinfachen, ihrem wichtigsten Kunden.
-- 2010-09-01 15:06:00 [Quelle: SDA] |
| SBB legt weiter zu - SBB Cargo bleibt das Sorgenkind |
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Die SBB schreibt weiterhin schwarze Zahlen. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres konnte sie das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2010 um 24,9 Prozent auf 165,9 Millionen Franken steigern - nicht zuletzt dank des Vulkanausbruchs auf Island.
Dieser hatte im Frühling verbreitet den Flugverkehr lahmgelegt, wovon die Bahn durch Mehrverkehr profitieren konnte. Die vulkanbedingten Zusatzeinnahmen beziffert die SBB für den Monat April auf 5 Millionen Franken.
Zum guten Ergebnis beigetragen hat auch der Immobilienbereich (+131,3% auf 64,4 Mio.Fr.). Der Personenverkehr nahm um 10,3 Prozent auf 155,6 Mio. Franken zu. Bei der Infrastruktur konnte das Defizit um 58 Prozent auf 11,2 Millionen gesenkt werden.
Schwacher Euro belastet SBB Cargo
Weiterhin düster sieht es bei SBB Cargo aus. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verdoppelte sich das Defizit auf fast 50 Millionen - obwohl die Leistung (Netto-Tonnenkilometer) um 17,5 Prozent zunahm.
Der Transitverkehr legte um 21,6 Prozent zu. Im Binnenverkehr beträgt das Wachstum 4,5 Prozent. Nach UVEK-Erhebungen wurden im ersten Halbjahr über 16 Prozent mehr Güter per Bahn über die Alpen transportiert als im ersten Halbjahr 2009; der Transport auf der Strasse nahm in diesem Zeitraum um gut 8 Prozent zu.
Die SBB führt die roten Zahlen in erster Linie auf leistungsbedingte Mehrkosten für den Rollmaterialunterhalt und den schwachen Euro-Kurs zurück. 40 Prozent des Umsatzes werden in Euro gemacht, wie SBB-Finanzchef Georg Radon am Mittwoch in Bern vor den Medien sagte.
Die Cargo-Zukunft verbessern soll unter anderem die gemeinsame und eigenständige Gesellschaft, die SBB und Hupac für den alpenquerenden Transitverkehr zwischen Deutschland und Italien unter dem Namen SBB Cargo International gegründet haben.
Verschuldung nimmt weiter zu
Das insgesamt erfreuliche Halbjahresresultat kann laut Radon nicht über die "besorgniserregende Entwicklung" bei der Verschuldung hinwegtäuschen. Diese erhöhte sich unter anderem wegen aufgenommener Darlehen zur Sanierung der SBB-Pensionskasse und der Investitionen in neues Rollmaterial.
Insgesamt nahm die SBB im ersten Halbjahr Darlehen in Höhe von rund 18 Milliarden Franken auf, knapp 10 Mrd. davon bei der öffentlichen Hand.
-- 2010-09-01 13:36:54 [Quelle: SDA] |
| Blair verteidigt in seinen Memoiren den Irak-Krieg |
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"Unerträglich", "schwierig", "null emotionale Intelligenz" - der frühere britische Premierminister Tony Blair hat in seinen Memoiren mit seinem Nachfolger und einstigen innerparteilichen Gegenspieler Gordon Brown abgerechnet.
In dem am Mittwoch erschienenen Buch "A Journey" ("Eine Reise") schreibt Blair, Browns Zeit an der Regierungsspitze sei "eine Katastrophe" gewesen. Es sei von Anfang an "unklug" gewesen, dass ihn Brown als Premierminister ersetzt habe: "Es konnte nicht funktionieren."
Brown übernahm im Jahr 2007 den Parteivorsitz und das Amt des Regierungschefs von seinem ewigen Rivalen Blair. Dieser hatte zuvor drei Parlamentswahlen in Folge gewonnen; Brown verlor im Mai dieses Jahres gleich seine erste. In der drei Jahre währenden Amtszeit Browns hatte Blair sich öffentliche Kritik an seinem Nachfolger verboten.
In den Memoiren holt er dies nun nach: "Politisches Kalkül: ja. Politische Gefühle: nein. Analytische Intelligenz: absolut. Emotionale Intelligenz: null." Blair schreibt aber auch, er habe nie den Respekt vor der "Stärke, Fähigkeit und Brillanz" von Brown verloren.
Irak-Krieg verteidigt
In "A Journey" verteidigt Blair auch seine Entscheidung, 2003 gemeinsam mit den USA in den Krieg gegen den Irak zu ziehen. "Ich kann die Entscheidung nicht bedauern", schreibt er. Gleichwohl sei er "unendlich betrübt" über die vielen Toten des Krieges - britische Soldaten, Verbündete, irakische Zivilisten, Diplomaten. Die Zeit nach dem Einmarsch sei "furchtbar" gewesen, er habe aber nie den "Albtraum" erwartet, der sich ergeben habe.
Blair will alle Erlöse aus dem Verkauf seiner Biografie einer Hilfsorganisation spenden, die schwerverwundete Kriegsveteranen unterstützt. Medienberichten zufolge hat er bereits vor Veröffentlichung des Buches umgerechnet 5,6 Millionen Euro erhalten.
Wenige Stunden nach seiner Veröffentlichung sprang "A Journey" beim Internetbuchhändler Amazon auf Platz zwei der britischen Verkaufsliste.
-- 2010-09-01 09:52:54 [Quelle: SDA] |
| NASA-Experte warnt vor falschen Hoffnungen für Bergleute in Chile |
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Ein Experte der US-Raumfahrtbehörde NASA hat die chilenischen Behörden davor gewarnt, den seit fast vier Wochen unter Tage eingeschlossenen Bergarbeitern falsche Hoffnungen zu machen. Den 33 Bergleuten dürfe kein Datum für ihre Rettung genannt werden.
"Es ist wichtig, keine falschen Hoffnungen zu wecken und so ehrlich wie möglich zu sein", sagte NASA-Mediziner Michael Duncan am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten in Santiago de Chile.
Auch Astronauten würden den genauen Tag für ihre Rückkehr auf die Erde nicht kennen, da sich ihr Einsatz im All beispielsweise durch technische Probleme immer wieder verzögern könne.
Duncan reiste mit drei weiteren NASA-Experten nach Chile, um die Rettungsarbeiten der 33 Bergleute vor Ort zu unterstützen. Am Mittwoch sollte das Team an der eingestürzten Gold- und Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste eintreffen.
Zu der Gruppe gehören zwei Mediziner, ein Psychologe und ein Ingenieur. Nach Angaben von Gesundheitsminister Jaime Mañalich soll der Psychologe den eingeschlossenen Kumpel Hilfestellungen in der isolierten Extremsituation unter Tage geben. Einer der Mediziner ist demnach auf Atemkrankheiten spezialisiert.
Der NASA-Ingenieur soll bei Fragen der Kommunikation und der Beleuchtung in der Mine helfen. Die Mine im Norden Chiles war am 5. August eingestürzt. Erst mehr als zwei Wochen später gab es ein Lebenszeichen der Bergleute.
Das chilenische Fernsehen strahlte am Dienstag erneut ein Video der Arbeiter aus. Die Kumpel tragen darin saubere T-Shirts und sind frisch rasiert. Sie lächeln und winken in die Kamera und scheinen guter Dinge zu sein.
-- 2010-09-01 06:31:22 [Quelle: SDA] |
| SVP will Rime ins Rennen schicken - CVP-Spitze will verzichten |
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Die SVP soll mit dem Freiburger Nationalrat Jean-François Rime ins Rennen um einen Bundesratssitz steigen. Dies schlägt die Parteileitung vor. Die CVP will dagegen auf eine Kampfkandidatur verzichten.
Die Parteileitung der SVP hat sich entschieden: Sie habe die Kandidaturen geprüft und empfehle nun der Fraktion, Rime zu nominieren, teilte die SVP am Dienstag mit. Die Fraktion dürfte dieser Empfehlung folgen. Sie trifft sich am Freitag und Samstag, die Nomination erfolgt voraussichtlich am Freitag.
Die SVP räumt ein, dass ihre Chancen gering sind: "Die wahrscheinlichste Variante ist, dass wir es nicht schaffen", sagte Parteipräsident Toni Brunner vor den Medien. Mit Rime präsentiere die SVP jedoch eine Persönlichkeit, die "nicht chancenlos" sei.
Auswahl aus sechs Kandidaten
Laut Brunner hatten sich insgesamt sechs Personen beworben. Namen wollte der SVP-Präsident nicht nennen. Der 60-jährige Rime, der seit 2003 im Nationalrat sitzt, ist Verwaltungsratspräsident einer Grossägerei und Inhaber dreier Unternehmen. Er würde die "dringend notwendige" technische, wirtschaftliche und unternehmerische Kompetenz in den Bundesrat einbringen, hält die SVP fest.
Schon früher im Gespräch
Rime selbst präsentierte sich als KMU-Vertreter. Auf seine Chancen als Romand angesprochen sagte Rime, er sei ebenso Deutschschweizer wie Urs Schwaller Romand sei. Der Deutschfreiburger Schwaller war bei den letzten Bundesratswahlen für die CVP als Kampfkandidat angetreten, worauf eine Sprachendebatte entbrannte.
Anspruch bekräftigt
Toni Brunner schloss nicht aus, dass Rime in einem Jahr wieder antreten könnte. Bei den kommenden Bundesratsersatzwahlen vom 22. September macht die SVP sowohl der SP als auch der FDP den Sitz streitig. Am Dienstag bekräftigte sie ihren Anspruch auf einen der frei werdenden Sitze.
CVP will verzichten
Entscheide fielen am Dienstag auch bei der CVP: Die CVP-Spitze will auf eine eigene Bundesratskandidatur verzichten. Nach Gesprächen mit den anderen Bundesratsparteien und den Grünen sei klar geworden, dass eine CVP-Kandidatur keinen Erfolg haben werde, teilte die Partei mit.
SP-Entscheid am Mittwoch
Am Mittwoch will die SP-Leitung ihre Empfehlung zu Handen der Fraktion bekannt geben. Im Rennen sind die Bernerin Simonetta Sommaruga, die Baslerin Eva Herzog, die St. Gallerin Hildegard Fässler sowie die Zürcherin Nationalrätin Jacqueline Fehr.
-- 2010-08-31 18:31:40 [Quelle: SDA] |
| Mindestzinssatz für Pensionskassengelder soll bei 2 Prozent bleiben |
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Trotz solidem Wirtschaftswachstum im laufenenden Jahr soll das Kapital der zweiten Säule auch nächstes Jahr nur mit 2 Prozent verzinst werden. Dies schlägt die Kommission für berufliche Vorsorge dem Bundesrat vor, der diesen Herbst entscheiden wird.
Angesichts der wirtschaftlich unsicheren Zeiten, habe die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) den Entscheid mit grosser Mehrheit gefällt, sagte Kommissions-Präsident Claude Frey und kommentierte damit die am Dienstag veröffentlichte Empfehlung.
Die Kommission hat laut Frey Mindestzinssätze zwischen 1,5 und 2,75 Prozent geprüft. Die Anträge für die tiefen Zinssätze stammten von den Kommissionsvertretern der Versicherer, die Anträge für eine Erhöhung von den Gewerkschaftsvertretern.
Die Kommission berücksichtigte bei ihren Überlegungen die Rendite marktgängiger Anlagen, insbesondere der sicheren Bundesobligationen. Berücksichtigt wurden aber auch die Renditen von anderen Anleihen, von Aktien sowie von Liegenschaften.
Die Prüfung habe gezeigt, dass der Zinssatz nächstes Jahr bei 2,18 Prozent liegen müsste, sagte Frey. Da es an den Finanzmärkten in den letzten Wochen aber zu deutlichen Baissen gekommen seien, habe sich die Kommission für einen vorsichtigen Kurs ausgesprochen.
Der Bundesrat wird im Herbst entscheiden. In der Regel folgt er den Empfehlungen der BVG-Kommission. Der Mindestzinssatz von 2 Prozent gilt seit Anfang 2009. Bereits letzten Herbst hatte es der Bundesrat abgelehnt, den Zinssatz zu ändern.
Im Jahr 2008 hatte der Mindestzinssatz noch bei 2,75 Prozent gelegen. Angesichts der gravierenden Finanzkrise hatte der Bundesrat im Herbst 2008 aber beschlossen, den Zinssatz auf 2 Prozent zu senken.
Der Mindestzinssatz gilt für die Altersguthaben aus dem obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge, der auf den Löhnen zwischen 20"520 und 82"080 Franken erhoben wird. Die Kassen können die Sparkapitalien der Versicherten höher verzinsen, wenn sie über die nötigen Wertschwankungsreserven und Rückstellungen verfügen.
-- 2010-08-31 15:26:14 [Quelle: SDA] |
| Wikileaks-Aktivist Assange von schwedischer Polizei vernommen |
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Im Zusammenhang mit Belästigungsvorwürfen gegen den Mitgründer der Enthüllungs-Website Wikileaks, Julian Assange, hat die Polizei in Schweden den 39-jährigen Australier vernommen.
Sein Anwalt Leif Silbersky sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, die rund einstündige Befragung von Assange am Montagabend sei "sehr gut" verlaufen. "Ich erwarte, dass die Anklage die ganze Sache fallen lässt", fügte Silbersky hinzu.
Assange war am 20. August in Schweden kurzzeitig unter Vergewaltigungsverdacht geraten. Zwei Frauen hatten sich bei der Polizei gemeldet und den Australier der Vergewaltigung und der Belästigung beschuldigt.
Die Polizei leitete den Verdacht an die Staatsanwaltschaft weiter - die den Internet-Aktivisten zur Fahndung ausschrieb und den Fall öffentlich machte. Nur einen Tag später hob die Staatsanwaltschaft den Vergewaltigungsverdacht auf, ermittelte wegen des Verdachts auf Belästigung allerdings weiter.
Assange selbst hatte die Vorwürfe als "Schmierenkampagne" bezeichnet. Er mutmasste, dass die Vorwürfe als Rache für die Veröffentlichung geheimer US-Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz auf seiner Webseite lanciert worden sein könnten.
Wikileaks versteht sich als Plattform für die anonyme Veröffentlichung brisanter Geheimdokumente im Internet, um auf diese Weise Skandale zu enthüllen und Missstände aufzudecken.
Zuletzt erregte die Webseite international Aufsehen mit der Veröffentlichung zehntausender geheimer US-Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz, die ihr von unbekannter Seite zugespielt wurden.
-- 2010-08-31 11:38:04 [Quelle: SDA] |
| US-Präsident Obama besucht verletzte Soldaten |
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Am Vortag des offiziellen Endes des US-Kampfeinsatzes im Irak hat US-Präsident Barack Obama in Washington Soldaten besucht, die bei Militäreinsätzen im Ausland verletzt wurden.
Während des zweistündigen Aufenthalts in einem Militärspitals im Norden der Hauptstadt traf Obama am Montag (Ortszeit) nach Angaben des Weissen Hauses 24 Soldaten, die in Afghanistan eingesetzt waren, sowie fünf Soldaten mit Einsätzen im Irak.
Obama verlieh zudem elf "Purple-Heart"-Medaillen, mit denen im Einsatz verletzte Soldaten ausgezeichnet werden; die Medaille wird manchmal auch posthum verliehen.
Am Dienstag wollte Obama auf einem US-Militärstützpunkt im Bundesstaat Texas kürzlich aus dem Irak heimgekehrte Soldaten treffen, bevor er am Abend (Mittwoch 02.00 Uhr MEZ) in Washington eine Rede zum offiziellen Ende des Kampfeinsatzes der US-Truppen im Irak halten wollte.
In der live im Fernsehen übertragenen Ansprache an die Nation will der Präsident eine Bilanz des mehr als siebeneinhalbjährigen Einsatzes ziehen und über das künftige Verhältnis zum Irak sprechen.
Zunächst sollen noch rund 50"000 US-Soldaten im Irak verbleiben, deren Aufgabe sich aber auf die Ausbildung und Beratung der einheimischen Truppen beschränkt. Sie sollen das Land bis Ende 2011 verlassen.
Die US-Truppen hatten den Irak im März 2003 auf Befehl von Obamas Vorgänger George W. Bush besetzt. Obama selbst hatte den Krieg immer abgelehnt. Seine Beendigung zählte zu Obamas Wahlkampfversprechen.
-- 2010-08-31 10:37:11 [Quelle: SDA] |
| Abbau bei Givaudan - 120 Stellen in Kemptal gehen verloren |
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Der Aromen- und Riechstoffe-Hersteller Givaudan verknüpft seine neuen Fünf-Jahres-Ziele auch mit Rationalisierungsmassnahmen in der Schweiz. In Kemptal ZH baut das Genfer Unternehmen 120 Stellen ab. Die dortigen Tätigkeiten werden bis 2013 nach Ungarn verschoben.
Genf ist von den Restrukturierungen nicht betroffen, teilte Givaudan am Dienstag mit. Die Massnahmen sollen die Produktivität steigern. Die Restrukturierungskosten und die Ausgaben für weitere Effizienzsteigerungen belaufen sich auf 75 Mio. Franken.
Neben dem Standort Kemptal schliesst das Unternehmen auch eine Fabrik im englischen Bromborough. Die Schliessung des Standorts nördlich von London hat den Wegfall von weiteren 150 Stellen zur Folge.
Die Givaudan-Fabrik im Kemptal bei Winterthur beschäftigt insgesamt 280 Personen. Givaudan-Sprecher Peter Wullschleger sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, sein Unternehmen stelle an dem Standort die Mischung von Pulver für Suppen und Snacks ein. Die Produktion müsse zentraler und moderner erfolgen; die Fabrik in Kemptal sei dafür zu alt.
Die in Ungarn neu erstellte Fabrik, wohin die Arbeitsplätze transferiert werden, soll 170 Mio. Fr. kosten. Die Investition verteilt sich auf die kommenden drei Jahre und steht gemäss dem Konzern im Einklang mit den geplanten jährlichen Investitionsausgaben von 4 Prozent des Umsatzes.
Givaudan will mit der neuen Fabrik nahe an den schnell wachsenden osteuropäischen Märkten produzieren
-- 2010-08-31 10:13:31 [Quelle: SDA] |
| Boom in Brasilien: Regierung rechnet mit 7 Prozent Wachstum |
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Brasiliens Wirtschaft wird nach Überzeugung von Finanzminister Guido Mantega in diesem Jahr um 7,0 Prozent wachsen. Das wäre nach seinen Worten das beste Ergebnis seit 24 Jahren.
2009 schrumpfte das Bruttoinlandprodukt der neuntgrössten Volkswirtschaft krisenbedingt leicht um 0,2 Prozent. Mantega zeigte sich bei einer Veranstaltung in São Paulo am Montag auch für die kommenden Jahre zuversichtlich. Er halte bis 2014 durchschnittlich 5,5 Prozent BIP-Wachstum für realistisch.
2014 richtet Brasilien die Fussballweltmeisterschaft aus. "Das ist kein punktuelles Resultat, sondern Frucht eines Prozesses", sagte Mantega mit Blick auf seine Prognose für 2010. "Brasilien hat ein Wachstumsniveau erreicht, das Qualität hat und nachhaltig ist."
2011 wird das erste Regierungsjahr des im Oktober zu wählenden Nachfolgers von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sein. Derzeit befindet sich das Land in der heissen Wahlkampfphase. Am 3. Oktober wird nicht nur ein neuer Präsident, sondern auch das Parlament, ein Grossteil des Senates, Gouverneure und Landesparlamente gewählt.
-- 2010-08-31 06:30:25 [Quelle: SDA] |
| Südsudan sagt Reintegration von Kindersoldaten bis Jahresende zu |
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Der Südsudan hat sich verpflichtet, dass bis Ende des Jahres alle Kindersoldaten aus seiner Armee ausscheiden. "Wir kämpfen dafür, dass unsere Kinder ihre Freiheit in ihrem eigenen Land nutzen können", sagte der Stabschef der ehemaligen Rebellenorganisation SPLA, James Hoth.
Es müssten keine Kinder Dienst an der Waffe leisten, weil die SPLA sich nicht mehr im Krieg befinde, sagte Hoth am Montag in Juba, der Hauptstadt des halb-autonomen Südsudan. Die SPLA hatte während des Kampfes um die Unabhängigkeit des Südsudan tausende Kinder als Kämpfer rekrutiert.
Mehr als 22"000 Kindersoldaten der SPLA kehrten bereits ins zivile Leben zurück. Nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF gehören allerdings noch rund 900 Kinder der SPLA an, die derzeit in eine reguläre Armee umgewandelt werden soll.
Viele von ihnen haben keine Angehörigen, die sich um sie kümmern könnten. Eine von der UNO unterstützte Sondereinheit für Kinder soll ihnen helfen, sich ausserhalb der Truppen eine Existenz aufzubauen. Sie ist Teil eines Aktionsplans für die Reintegration aller Kindersoldaten bis November.
Damit die Kinder nicht zur Armee zurückkehrten, müssten aber auch genügend Schulen sie aufnehmen, mahnte der Vorsitzende der Regierungskommission für Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung, William Deng.
Im Januar soll eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Südsudan stattfinden. Sie ist der Höhepunkt eines Ende 2005 begonnenen Friedensprozesses, der den zwei Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des Sudan beendete. In dem Konflikt kamen zwei Millionen Menschen ums Leben, vier Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.
-- 2010-08-30 22:33:42 [Quelle: SDA] |
| Zürcher SP nominiert Jacqueline Fehr als Bundesratskandidatin |
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Die SP des Kantons Zürich hat am Montagabend Nationalrätin Jacqueline Fehr offiziell zuhanden der SP Schweiz als Bundesratskandidatin nominiert. Die 47-Jährige hatte am letzten Donnerstag nach längerem Überlegen ihr Interesse an der Nachfolge von Moritz Leuenberger bekanntgegeben.
Sie sei "mit Haut und Haar Sozialdemokratin", sagte Fehr an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom Montag. Und sie könne mit Überzeugung sagen: "Ja, ich möchte Bundesrätin werden." Auch in einer neuen Rolle wolle sie "mit gleich- und andersdenkenden Menschen politische Lösungen suchen und für diese kämpfen".
Sie sieht Politik als Teamarbeit an. Politik sei noch spannender, wenn man zuerst einmal zuhöre. Sie versicherte, sie werde verlässlich sein und zur Konkordanz stehen. Konkordanz bedeute auch, Eigeninteressen und Eitelkeiten zurückzustellen, um gemeinsame Lösungen zu ermöglichen.
Tragfähige Allianzen schmieden
Kantonalparteipräsident Stefan Feldmann bezeichnete Fehr als Kandidatin, die "über starke Überzeugungen, aber auch eigenständige Positionen" verfüge. Er verwies auf ihre Fähigkeit, unterschiedliche Positionen zusammenzuführen und tragfähige Allianzen zu schmieden.
Der einstimmige Nominations-Entscheid der Zürcher Kantonalpartei fiel kurz vor Ablauf der von der SP Schweiz gesetzten Meldefrist. Neben Fehr wollen auch die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga, die St. Galler Nationalrätin Hildegard Fässler und die baselstädtische Regierungsrätin Eva Herzog für die SP in die Landesregierung einziehen.
Die SP-Bundeshausfraktion wird am Freitag das Wahlticket bestimmen. Der Fraktionsvorstand empfiehlt, dem Parlament einen Zweiervorschlag zu unterbreiten. Die Bundesratswahl findet am 22. September statt. Dann wird auch die Nachfolge von Bundesrat Hans-Rudolf Merz (FDP) bestimmt.
-- 2010-08-30 20:05:01 [Quelle: SDA] |
| Sarrazin hält an umstrittenen Thesen fest |
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Regierung und Partei verärgert, die deutsche Bundesbank in Erklärungsnot, Demonstranten vor der Tür: Begleitet von massiver Kritik hat Thilo Sarrazin sein umstrittenes Buch zur Migration vorgestellt - und nichts zurückgenommen.
Das Bundesbank-Vorstandsmitglied wird mit seinen polemischen Äusserungen zunehmend zum Problem für Partei, Bundesbank und Regierung. Der SPD-Vorstand leitete am Montag ein Parteiausschlussverfahren gegen den ehemaligen Berliner Finanzsenator ein.
Partei-Chef Sigmar Gabriel begründete den Entscheid mit Sarrazins Äusserungen über die angebliche genetische Disposition bestimmter Gruppen wie Juden oder Basken. Sarrazin habe Begriffe benutzt, die "nahe an der Rassenhygiene und Rassentheorie" lägen, sagte Gabriel. Damit habe er sich ausserhalb der sozialdemokratischen Partei- und Wertegemeinschaft begeben.
Es ist bereits der zweite Versuch, den 65-Jährigen aus der SPD auszuschliessen.
Der Vorstand der Bundesbank distanziert sich am Montag zwar deutlich von den Äusserungen seines Mitglieds. Sarrazin schade dem Ansehen der Zentralbank und missachte "fortlaufend und in zunehmend schwerwiegendem Masse" seine Verpflichtungen als Vorstandsmitglied, hiess es in einer Erklärung.
Ein Entscheid über die Abwahl von Sarrazin wurde jedoch vertagt. Erst nach einem Gespräch soll über weitere Schritte entschieden werden.
Sarrazin verteidigt sich
Sarrazin selbst will Posten und Parteibuch behalten und berief sich auf die Meinungsfreiheit. "Ich bin in einer Volkspartei und werde in einer Volkspartei bleiben, weil ich meine, dass diese Themen in eine Volkspartei gehören", sagte er bei der Vorstellung seines Buches "Deutschland schafft sich ab" in Berlin.
Er bekräftige seine Warnung, dass die Deutschen wegen der niedrigen Geburtenrate zu "Fremden im eigenen Land" werden könnten und warf Einwanderern aus muslimischen Ländern mangelnde Integration vor. Der Ökonom wiederholte auch seine umstrittene Aussage vom Wochenende über das Erbgut von Juden und Basken, sah sich allerdings einige Stunden später zu einer "Präzisierung" gezwungen.
Während Sarrazin sprach, protestierten vor der Tür etwa 150 Menschen.
-- 2010-08-30 18:10:00 [Quelle: SDA] |
| Bevölkerung ist schlecht informiert über Gesundheitssystem |
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Die Schweizer Bevölkerung ist schlecht informiert über das Gesundheitssystem. Gemäss einer Umfrage von santésuisse wissen über 50 Prozent nicht, für welche Leistungen die Grundversicherung einer Krankenkasse aufkommt.
So glaubt mehr als die Hälfte von rund 1200 Befragten, dass die Grundversicherung der Krankenkasse alle ärztlichen Behandlungen in der ganzen Schweiz abdeckt. Auch seien sich nur 53 Prozent bewusst, dass die Krankenkassen in der Grundversicherung keinen Gewinn machen dürfen, teilte der Krankenkassendachverband santésuisse am Montag mit.
"Das Wissen der Bevölkerung über das Gesundheitswesen ist relativ bescheiden", sagte santésuisse-Direktor Stefan Kaufmann vor den Medien in Bern. Die diesjährige Umfrage "Sondage santé" bestätige die Ergebnisse der letzten Jahre.
Das Meinungsforschungsinstitut Demoscope hatte im vergangenen Juni rund 1200 Personen zwischen 15 und 74 Jahren aus allen drei Landesteilen befragt. Die Umfrage wird seit 2003 jährlich durchgeführt.
Die Wissenslücken kommen die Versicherten unter Umständen teuer zu stehen: Fast ein Fünftel der Befragten kennt keine einzige Möglichkeit, wie im heutigen Krankenkassensystem Prämien gespart werden können. Die bekanntesten Sparmöglichkeiten sind die Erhöhung der Franchise oder das Hausarztmodell.
Eine besser informierte Bevölkerung ist auch im Interesse der Krankenversicherer: "Je besser die Leute ein System kennen, desto positiver beurteilen sie es", sagte santésuisse-Präsident und FDP-Nationalrat Claude Ruey.
Kampagne soll Lücken schliessen
Mit einer Kampagne wolle santésuisse die Wissenslücken der Bevölkerung schliessen, sagte Direktor Kaufmann. Der Verband will die Leute über das Gesundheitssystem und die Rolle der Krankenkassen informieren. Als Kampagnenstart dienen Plakate mit gängigen Vorurteilen über die Krankenkassen.
-- 2010-08-30 15:05:19 [Quelle: SDA] |
| CVP fährt VBS-Chef an den Karren - "Maurer macht Armee kaputt" |
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CVP-Präsident Christophe Darbellay ist sauer. Mit ungewohnter Schärfe attackiert er in der Montagausgabe des "Blick" Verteidigungsminister Ueli Maurer. Dieser mache die Armee kaputt und demoralisiere Truppe und Kader. Maurer solle "endlich seine Hausaufgaben machen".
Hinter Darbellays Wutausbruch stehen Drohungen von VBS-Chef Maurer in der "SonntagsZeitung": Falls die Armee in Zukunft nicht ausreichend finanziert werde, wolle er das Departement wechseln.
Was der Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) tue, sei "Erpressung", sagt Darbellay im "Blick"-Interview. Die SVP sitze seit 15 Jahren im VBS und habe das Departement immer noch nicht im Griff. "Ausgeschlossen, dass Maurer jetzt ein anderes Departement erhält." Maurer sei jetzt anderthalb Jahre VBS-Chef. Er solle endlich seine Hausaufgaben machen.
Ausser Schlagzeilen nichts geliefert
"Denn was hat er bisher im VBS geliefert ausser Schlagzeilen über "die beste Armee der Welt", einen Bombenleger-Oberst oder Informatik-Berater, die uns ein Vermögen kosten?", fragt Darbellay. Maurer habe bisher lediglich "einen mageren Sicherheitsbericht geliefert - ohne Visionen".
Ein Armeebericht, der diesen Namen verdiene, fehle weiterhin. "Dafür stellt Maurer zwei Mal pro Woche neue Forderungen auf oder schiebt etwas auf die lange Bank, wie den Kampfjet." Mal fordere Maurer 3,5 Milliarden, dann 4,5 Mrd. und jetzt 5,5 Mrd. Franken. "Was kommt als nächstes?"
Maurer mache mit seiner Untätigkeit die Armee kaputt und demoralisiere Truppe und Kader. "Statt Geld zu verlangen, soll er es jetzt endlich richten und die Armee auf Vordermann bringen." Es gelte jetzt endlich die Bestände zu reduzieren und eine moderne und wirkungsvolle Armee aufzubauen.
-- 2010-08-30 13:06:59 [Quelle: SDA] |
| Walliser Hanfbauer erneut in den Hungerstreik getreten |
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Der Walliser Hanfbauer Bernard Rappaz ist erneut in den Hungerstreik getreten. Rappaz war nach dem abschlägigen Entscheid des Bundesgerichts am letzten Donnerstag wieder zurück ins Gefängnis gebracht worden.
Ihm seien derzeit die Hände gebunden, sagte sein Anwalt Aba Neeman am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es gelte die Begründung des Bundesgerichts abzuwarten, um eventuell weitere juristische Schritte einzuleiten. Zur Diskussion stehe etwa den Gang an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg.
Der Anwalt will zudem analysieren, ob es die Möglichkeit eines Haftunterbruchs gibt, bis das Walliser Kantonsparlament über das von Rappaz eingereichte Begnadigungsgesuch entschieden hat. Der Grosse Rat wird sich voraussichtlich im November dem Anliegen annehmen.
Rappaz arbeitet in einem Atelier
Das Bundesgericht in Lausanne hatte kürzlich eine Beschwerde des Hanfbauers abgelehnt. Demnach hatte der Kanton Wallis Bernard Rappaz zu Recht einen Unterbruch der Haft verwehrt.
Gleichzeitig hatten die Richter in Lausanne Grünes Licht für eine Zwangsernährung gegeben. Wenn Rappaz seinen Hungerstreik fortsetze, sei nötigenfalls eine Zwangsernährung anzuordnen, argumentierte das Bundesgericht. Rappaz seinerseits lehnt eine Zwangsernährung ab.
Der sich nun wieder im Gefängnis befindende Hanfbauer wird wie jeder andere Gefängnisinsasse behandelt. Er sei gezwungen, einer Arbeit nachzugehen, erklärte Rappaz-Freund Boris Ryser. Im Moment arbeite er in einem Atelier, das Holzkisten herstelle. Rappaz sei aber ziemlich müde.
Noch geschwächt vom letzten Hungerstreik
Während der letzten 37 Tage, die Rappaz auf seinem Hof im Hausarrest verbüsste, hatte er wieder an Gewicht zugelegt. Aber die Zeit habe nicht gereicht, um auch seine Muskulatur entsprechend aufzubauen, erklärte Ryser.
Hanfbauer Rappaz befindet sich seit Jahren in einem zähen Kräftemessen mit der Walliser Justiz. Mit diversen Hungerstreiks protestierte er in der Vergangenheit gegen die seiner Meinung nach parteiische Walliser Justiz.
Im vergangenen März musste er seine Gefängnisstrafe von fünf Jahren und acht Monaten wegen Anbaus und Handels von Hanf sowie weiterer Delikte antreten.
-- 2010-08-30 11:07:39 [Quelle: SDA] |
| | Die grösseren Tageszeitungen verlieren erneut Tausende Leser |
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Fast alle grösseren bezahlten Tageszeitungen der Deutschschweiz und die Gratiszeitung "20 Minuten" haben im letzten Jahr Leser verloren. Nicht so der "Blick": Er legt erstmals seit viereinhalb Jahren wieder zu.
Der Negativtrend setzt sich fort: Wie bereits bei der letzten Erhebung haben auch zwischen April 2009 und April 2010 weniger Personen die auflagenstärksten Titel der Deutschschweiz gelesen. Dies geht aus der neuesten Erhebung der WEMF AG für Werbemedienforschung hervor, die am Dienstag publiziert wurde.
So haben namentlich der "Tages-Anzeiger", die "Mittelland Zeitung", die "Berner Zeitung" und die "Neue Zürcher Zeitung" zwischen 7000 und 11"000 Leserinnen und Leser verloren. Den "Tagi" lesen noch 472"000 Personen regelmässig, die "NZZ" 306"000.
Durchzogen ist die Bilanz bei den grösseren regionalen Tageszeitungen. Während "Neue Luzerner Zeitung" und "St. Galler Tagblatt" weniger gelesen wurden, machten "Südostschweiz", "Zürcher Landzeitung" und "Basler Zeitung" Boden gut.
Zu den Verlierern in der Lesergunst gehört die Pendlerzeitung "20 Minuten". Nach jahrelangem Aufwärtstrend hatte die Gratiszeitung bereits in der Vorperiode erstmals 54"000 Leser verloren. Die aktuelle Erhebung weist nun erneut einen Verlust von 47"000 Lesenden aus. Allerdings lässt sich dieser Rückgang mit einer bewussten Reduktion der verteilten Auflage begründen. "20 Minuten" bleibt denn auch mit 1"318"000 Leserinnen und Lesern die meistgelesene Tageszeitung der Schweiz.
Von den bezahlten Tageszeitungen behauptet sich der "Blick" an der Spitze - er wird von 628"000 Personen gelesen. Dieser Wert ist jedoch mit demjenigen der letzten Erhebung (613"000) methodisch nicht vergleichbar, da die Boulevardzeitung seit rund einem Jahr in verändertem Format erscheint und daher die Medienwerte angepasst wurden.
Bei der Sonntagspresse steht nur eine Zeitung auf der Gewinnerseite: der "SonntagsBlick". Er wird neu von 870"000 Lesenden konsumiert, was einem Plus von 2000 entspricht. Die anderen Titel haben alle verloren, am deutlichsten die "SonntagsZeitung".
Deren Wert von 771"000 Lesern kann jedoch nicht mit demjenigen der letzten Erhebung verglichen werden (797"000 und demnach Verlust von 26"000), da die Abfrage der WEMF zur Sonntagspresse präzisiert wurde. Offenbar hatten die Befragten in früheren Erhebungen die verschiedenen Sonntagstitel zum Teil verwechselt.
-- 2010-09-07 00:16:05 [Quelle: SDA] |
| Streiks und Proteste zum politischen Herbst in Frankreich |
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Der politische Herbst fängt für die französische Regierung mit Protesten an: Noch vor Beginn der Rentendebatte im Parlament traten am Montag die Lehrer in Streik, für Dienstag waren auch Arbeitsniederlegungen bei der Bahn, im Öffentlichen Dienst sowie in Banken geplant.
Zwar traten die Lehrer am Montag eher zögerlich in Streik - den Gewerkschaften zufolge liessen 30 Prozent der Lehrkräfte die Arbeit ruhen, nach amtlichen Angaben nur sechs Prozent - aber ihr Protest gegen Stellenstreichungen galt ohnehin eher als "Aufwärmtraining" für Dienstag.
Um die von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy angeschobene Rentenreform zu verhindern, hatten sich die Gewerkschaften ausnahmsweise zusammengetan: Allein dies zeige, "dass es um etwas geht", sagte Gewerkschaftsführer Bernard Thibault von der CGT im Radiosender France Inter.
Bereits ab Montagabend sollten nur noch zwei von fünf Hochgeschwindigkeitszügen (TGV) fahren, am Dienstag wollten sich auch Beschäftigte bei öffentlich-rechtlichen Medien sowie in der Industrie dem Streik anschliessen. Bei grosser Beteiligung könne der Tag "zu einem Wendepunkt" werden, sagte Thibault.
Mehrheit gegen Reform
Auch die frühere französische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal, die Sarkozy bei der Wahl 2007 unterlegen war, warb für den Protest. "Wenn morgen viele Franzosen auf die Strasse gehen, muss die Regierung das berücksichtigen", sagte sie dem Radiosender Europe 1.
Die grosse Mehrheit der Franzosen befürwortet den Protest gegen die Rentenreform, über die die Nationalversammlung ab Dienstag beraten wird. 42 Prozent der Befragten gaben in der Umfrage für den Nachrichtensender France Info und die Gratiszeitung "20 Minutes" an, die Proteste seien "voll und ganz gerechtfertigt", weitere 31 Prozent fanden sie "eher gerechtfertigt".
Die französische Regierung hatte die Rentenreform im Juli verabschiedet. Das Renteneintrittsalter von 60 Jahren soll nun bis 2018 auf 62 Jahre erhöht werden, nachdem der frühere sozialistische Präsident François Mitterrand es 1982 von 65 auf 60 Jahre herabgesetzt hatte. Aus Angst vor Massenprotesten hatte sich seit damals keine Regierung an eine Reform gewagt.
-- 2010-09-06 21:01:08 [Quelle: SDA] |
| Genolier-Aktionäre wählen Hubert und Loretan in den Verwaltungsrat |
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Die Spitalgruppe Genolier hat seit Montag einen neuen Verwaltungsrat. Sowohl der ehemalige Genolier-Chef Antoine Hubert als auch dessen Widersacher Reymond Loretan wurden wieder in das Gremium gewählt.
Daneben wählten die Aktionäre der Westschweizer Spitalgruppe an der ausserordentlichen Generalversammlung Christian Le Dorze, Johannes Boot und Cédric George in das Gremium. Nicht gewählt wurde Bruno Bertez. An seine Stelle rückte Antoine Kohler. Überraschend war zudem die Wahl des Genolier-Arztes Philippe Glasson.
Im Gremium verbleiben Präsident Hans-Reinhard Zerkowski und Michael Schroeder, auch wenn sie von einzelnen Aktionären zum Rücktritt aufgefordert wurden.
Zerkowski erklärte den monatelangen Konflikt um die Macht im Unternehmen am Ende der vierstündigen Debatten am Montag für beendet. Drei Monate lang waren Hubert und der ehemalige Verwaltungsratspräsident Loretan auf der einen Seite und der Genolier-Verwaltungsrat auf der anderen Seite zerstritten.
Vergangene Woche teilten der Verwaltungsrat und die Aktionärsgruppe um Antoine Hubert und die US-Beteiligungsgesellschaft Lincoln Vale gemeinsam mit, dass sie sich auf eine tiefgreifende Umbildung des Verwaltungsrates geeinigt hätten. Ein neuer Chef soll demnach extern rekrutiert werden.
Hubert war an der turbulenten Generalversammlung vom 9. Juni von den Aktionären entmachtet worden. An derselben Versammlung wurde auch Loretan abgesetzt. Die Aktionäre folgten dem Antrag von Lincoln Vale, welche den Führungswechsel aus Unzufriedenheit über die bisherige Leistung des Unternehmens forderte. In dem Konflikt wurden auch gegenseitige Klagen nicht ausgelassen.
Positive Umsatzzahlen
Der Umsatz entwickelte sich im ersten Halbjahr trotz negativer Unternehmensschlagzeilen positiv. Wie Genolier am Montag weiter bekannt gab, stieg der Umsatz der Spitalgruppe im ersten Halbjahr 2010 auf 97,8 (Vorjahr 71,3) Mio. Franken. Das Management geht unverändert davon aus, im Gesamtjahr einen Umsatz von 200 Mio. Fr. zu erwirtschaften.
Im Geschäftsjahr 2009 hatte Genolier bei einen Umsatz von 139 Mio. Fr. ein Betriebsergebnis (EBITDA) von 8,8 Mio. Fr. und einen Reingewinn von 1,9 Mio. Fr. erzielt.
-- 2010-09-06 19:42:16 [Quelle: SDA] |
| Überschwemmungen im Süden Pakistans bedrohen mehrere Städte |
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In den Flutgebieten Pakistans versuchen die Behörden, zwei Städte mit zusammen 360"000 Einwohnern zu retten. In den Orten Johi und Dadu in der Provinz Sindh im Süden des Landes sei die Lage "ernst".
"Wir unternehmen alles, was wir können, um sie vor den verheerenden Fluten zu retten", sagte der Bewässerungsminister der Provinz, Jam Saifullah Dharejo, der Nachrichtenagentur AFP am Montag.
Von der 300"000-Einwohner-Stadt Dadu sei das Wasser noch etwa 20 Kilometer entfernt. Dort riefen die Behörden die Menschen auf, nicht in Panik zu verfallen. Aus der 60"000-Einwohner-Stadt Johi flohen nach Behördenangaben bereits 80 Prozent der Bevölkerung. Dort hatten die Behörden eine Evakuierung angeordnet.
690"000 Menschen zur Flucht aufgerufen
Versucht werden soll vor allem, die Deiche um die rund 320 Kilometer nördlich der Hafenstadt Karachi gelegenen Städte zu verstärken. "Wir haben alle verfügbaren Kräfte auf den Dämmen im Einsatz", sagte Dharejo.
Nach Angaben des Direktors der Katastrophenbehörde der Provinz Sindh, Khair Mohammad Kaloro, wurde ausserdem begonnen, die 30"000-Einwohner-Stadt Mehar und 80 Dörfer der Umgebung zu evakuieren. Insgesamt sind nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa seit Sonntag 690"000 Menschen aufgerufen worden, sich vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen.
UNO: Hilfsgelder bleiben aus
Die UNO beklagte, dass die Hilfe für die Opfer der Jahrhundertflut nachlasse. Sie rief die Staatengemeinschaft zu weiterer Unterstützung auf. Obwohl die Notlage unvermindert andauere, habe der Zustrom von Hilfsgeldern merklich nachgelassen, sagte UNO-Sprecherin Stacey Winston in Islamabad.
Die von den UNO angeforderten 460 Millionen Dollar Nothilfe seien bislang nicht vollständig eingetroffen. Seit etwa einer Woche stagniere die finanzielle Unterstützung bei 321 Millionen Dollar.
Grundbedürfnisse nicht abgedeckt
Weiter sagte Winston, zwar arbeiteten die Hilfsorganisationen rund um die Uhr, um die Betroffenen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Zelten und Medikamenten zu versorgen. Vielerorts könnten die Grundbedürfnisse aber noch immer nicht gedeckt werden.
Vor allem im Süden des Landes blieb die Lage angespannt. Während die Pegel in Nord- und Zentralpakistan weitgehend gefallen sind, stehen in der Provinz Sindh noch immer riesige Landstriche unter Wasser.
-- 2010-09-06 17:29:50 [Quelle: SDA] |
| Zürich: Frau stoppt Autos und sammelt Geld auf der Strasse ein |
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Eine Frau hat am Freitag in der Zürcher Innenstadt einen deutschen Autofahrer vor dem Verlust von über 9000 Euro bewahrt. Sein Portemonnaie war aus dem Auto gefallen und mehrere 500-Euronoten flatterten auf die Strasse.
Die Frau stoppte den Verkehr und sammelte das Geld ein, wie die Stadtpolizei am Montag mitteilte. Im Nachhinein habe sich herausgestellt, dass noch eine zweite Person daran beteiligt gewesen sei, dass der Automobilist wieder zu seinem Geld gekommen sei.
Eine 59-jährige Passantin hatte kurz nach 12.30 Uhr an der Talstrasse im Kreis 1 die Besatzung eines Streifenwagens der Stadtpolizei auf sich aufmerksam gemacht. Sie erklärte den Polizisten, dass soeben ein Portemonnaie vor ihre Füssen gefallen sei, welches vermutlich aus einem vorbeifahrenden Auto gefallen sei.
Der Inhalt der Geldbörse, vorwiegend 500-Euronoten, hätte sich danach auf der ganzen Strasse verteilt. Sie habe sofort die herannahenden Autos gestoppt, sich auf die Strasse begeben und die Noten wieder eingesammelt. Wie gerufen, habe sich ihr dann ein Streifenwagen der Stadtpolizei genähert.
Zweiter Finder meldet sich
Nach der Veröffentlichung der Medienmitteilung meldete sich am Montagmorgen bei der Stadtpolizei ein 32-jähriger Mann und erklärte, dass er der 59-jährigen Frau beim Einsammeln des Geldes geholfen habe. Zudem hätten sie gemeinsam die vorbeifahrende Streifenwagenbesatzung auf den Vorfall aufmerksam gemacht.
Nach einem kurzen Gespräch habe er sich dann allerdings verabschiedet, ohne zu erwähnen, dass er auch geholfen habe, das verlorene Geld einzusammeln.
Die Aussage des Mannes sei überprüft und von der mitbeteiligten Finderin bestätigt worden, heisst es in der Mitteilung der Stadtpolizei. Aus diesem Grunde müssten sich nun die beiden Personen den Finderlohn teilen.
Im Portemonnaie befanden sich über 9000 Euro. Anhand des restlichen Inhalts konnte der Besitzer, ein deutscher Staatsangehöriger, rasch ausfindig gemacht und telefonisch kontaktiert werden. Der Mann konnte sein Geld wieder in Empfang nehmen. Die ehrlichen Finder erhalten nun einen Finderlohn von rund 10 Prozent.
-- 2010-09-06 15:04:24 [Quelle: SDA] |
| Mindestens 38 Tote bei Erdrutschen in Guatemala |
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Bei Erdrutschen infolge schwerer Regenfälle sind in Guatemala am Wochenende mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 23 weitere Menschen würden noch vermisst, und 40"000 Menschen seien obdachlos geworden, teilten die Behörden am Montag mit.
Die Rettungskräfte suchten am Montag nach möglichen Überlebenden der knapp 200 Erdrutsche, die sich nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde am Wochenende im ganzen Land ereigneten. Die Behörden hatten zunächst von mindestens 37 Toten gesprochen. Ein neuer Erdrutsch im Norden tötete dann am Sonntagabend einen weiteren Menschen.
In Solola westlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt bargen Rettungskräfte am Sonntag neun Leichen aus einer 300 Meter tiefen Schlucht neben der Fernstrasse Panamericana. Insgesamt wurden dort nach Angaben der Feuerwehr bis zu 40 Menschen unter Schlammmassen begraben. Sie hatten den Insassen von fünf Autos und einem Bus helfen wollen, die von einem vorherigen Erdrutsch verschüttet worden waren.
Zehn Menschen starben am Samstag, als ein weiterer Bus nahe der Stadt Chimaltenango verschüttet wurde. Im westlichen Quetzaltenango wurde eine vierköpfige Familie lebendig begraben, in anderen Landesteilen starben durch die Erdrutsche weitere 13 Menschen.
Nationale Tragödie
Präsident Colom verglich das Ausmass der Katastrophe mit dem Tropensturm "Agatha", durch den im Mai 165 Menschen starben. "Es ist eine nationale Tragödie", sagte er am Sonntag bei einem Besuch in Solola, wo möglicherweise bis zu 40 Menschen von Schlammmassen lebendig begraben wurden.
"Allein an diesem Wochenende gab es Schäden wie bei Agatha", sagte Colom. Der Präsident hatte am Samstag den Notstand verhängt und erklärt, das Land habe nach dem Sturm kein Geld mehr für die Katastrophenbekämpfung.
Ungewöhnlich heftige Regenfälle haben in den vergangenen Monaten auch in anderen Ländern Zentralamerikas Zerstörungen angerichtet. In Honduras starben 55 Menschen, in Nicaragua mindestens 40, in El Salvador kamen neun Menschen ums Leben und in Costa Rica drei. Bis Ende Oktober sind weitere starke Regenfälle zu erwarten.
-- 2010-09-06 13:44:59 [Quelle: SDA] |
| Vergewaltigungsprozess gegen Kachelmann kurz nach Beginn vertagt |
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Der Vergewaltigungsprozess gegen den Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann ist am Montag gleich nach Beginn vertagt worden. Die Anwälte des 52-Jährigen hatten zuvor Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter und eine weitere Richterin gestellt.
Die Verhandlung vor dem Landgericht Mannheim soll am kommenden Montag fortgesetzt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft Kachelmann vor, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und sie nach einem Beziehungsstreit vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet dies. Bei einer Verurteilung drohen dem Schweizer bis zu 15 Jahre Haft.
Eine Begründung der Befangenheitsanträge wurde nicht genannt. Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock sagte zum Inhalt seines Ablehnungsgesuchs nur, dass die beiden von ihm angegriffenen Richter "Herrn Kachelmann gegenüber nicht völlig unbefangen" seien.
Er habe den Antrag auf der Geschäftsstelle abgegeben und nicht öffentlich in der Hauptverhandlung verlesen, weil es um die Sache gehe und nicht darum, "die Richterpersönlichkeiten dieser Kammer öffentlich herabzusetzen".
Medienberichten zufolge ist der Vorsitzende Richter Michael Seidling Vizepräsident des Sportvereins TSV Oftersheim bei Heidelberg; der Vater des mutmasslichen Opfers leitete jahrelang den benachbarten Sportverein TV Schwetzingen.
Obwohl beide Vereine kooperieren, hatte Seidling gemäss Medienberichten gesagt, er kenne weder den Vater noch "das Opfer". Dass er dabei nicht vom "mutmasslichen Opfer" sprach, könnte aus Sicht der Verteidigung für eine Voreingenommenheit des Richters sprechen.
Grosses Medieninteresse
Der Prozess begann am Montagmorgen mit leichter Verspätung unter grossem Medieninteresse und unter strengen Sicherheitskontrollen. Neben den Medienvertretern waren 85 Plätze für die Öffentlichkeit vorgesehen. Vor dem Gericht warteten Fernsehteams und Fotografen auf die Beteiligten.
Das mutmassliche Opfer, eine Radiomoderatorin, erschien zum Prozessauftakt überraschend vor Gericht. Die 37-Jährige wird als Nebenklägerin gleichfalls von einem Anwalt vertreten.
-- 2010-09-06 12:34:31 [Quelle: SDA] |
| SVP-Sprengkandidat Rime rechnet mit Stimmen aus der SP |
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Der Bundesratskandidat der SVP für die Nachfolge der Bundesräte Moritz Leuenberger oder Hans-Rudolf Merz, Jean-François Rime, rechnet sich dank Stimmen aus der CVP und der SP Wahlchancen aus.
Im Interview mit der "Mittelland Zeitung" vom Montag begründet er seinen Optimismus damit, dass "für die Nachfolge von Calmy-Rey in einem Jahr" zwei welsche SP-Kandidaten bereit stünden: Der Freiburger Ständerat Alain Berset und der Waadtländer Regierungsrat Pierre-Yves Maillard. "Ich glaube, dass mich die Maillard-Anhänger wählen, um Berset mattzusetzen."
Rime rechnet fest damit, dass die Bundesrätinnen Micheline Calmy-Rey und Eveline Widmer-Schlumpf nur noch ein Jahr im Amt sind. "Sollte ich in den Bundesrat gewählt werden, würde ich es ein Jahr lang mit den beiden sicher aushalten. Danach sind sie hoffentlich weg."
Er könne mit Widmer-Schlumpf keine "menschliche Beziehung unterhalten", sagte er im Interview. "Auch mit Micheline Calmy-Rey gibt es kein Auskommen."
Politische Positionen
Seine härtere und immer rechtere politische Linie erklärt Rime mit seiner Erfahrung. Er sei über die Jahre härter geworden. "Früher war ich in meinem Abstimmungsverhalten oft kompromissbereiter." Seit er in Bern sei, habe er dazugelernt.
Der Politiker, der jahrzehntelang Mitglied der FDP war und 2002 zur SVP wechselte, sagt: "Heute weiche ich wirklich nur dann von der Parteilinie ab, wenn es sich lohnt." Als Beispiele nennt Rime die Ausweitung der Personenfreizügigkeit oder die Teilzweckbindung der CO2-Abgabe.
Klar ist er auch bei seinen politischen Positionen: keine Steuererhöhungen, kein EU-Beitritt. "Bei anderen Problemen muss man aber konstruktive Lösungen suchen", so bei der Finanzierung der Sozialwerke und der Verkehrsinfrastruktur.
-- 2010-09-06 10:45:26 [Quelle: SDA] |
| Armee-Chef sieht Cyberwar als aktuell gefährlichste Bedrohung |
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Armee-Chef André Blattmann hält den Krieg im Internet, den Cyberwar, "für die aktuell gefährlichste Bedrohung". Wenn es jemandem gelänge, die Kommunikations- und Stromnetze lahmzulegen, könnten die Systeme der Schweizer Armee nicht mehr eingesetzt werden.
"Stellen Sie sich vor, was passieren könnte, wenn die Codes zur Auslösung unserer Waffensysteme in falsche Hände geraten. Da würden wir an unserem Lebensnerv getroffen", sagte Blattmann im Interview mit dem aktuellen "Migros-Magazin".
Im Krieg im Internet eigneten sich die im Berufsleben sehr gut ausgebildeten Schweizer Soldaten "eigentlich sehr viel besser für diese Aufgaben als Berufssoldaten". Gerade dies sei heute der grosse Vorteil des Milizsystems.
Im Interview bekräftigte Blattmann ausserdem die Haltung des Bundesrates, wonach es ausgeschlossen sei, dass die Schweizer Armee Mitglied in einer Militärallianz werde.
-- 2010-09-06 08:56:04 [Quelle: SDA] |
| Notstand in Christchurch bis Mittwoch verlängert |
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Der nach dem verheerenden Erdbeben vom Samstag in der neuseeländischen Stadt Christchurch verhängte Notstand ist bis Mittwoch verlängert worden. Auch am Morgen wurde die Gegend um die zweitgrösste Stadt Neuseelands wieder von heftigen Erdstössen erschüttert.
Nach einem Bericht der Zeitung "The Press" hatte ein Nachbeben die Stärke 4,5. Teile der zerstörten Innenstadt von Christchurch blieben weiterhin abgeriegelt. Schulen, Büros und Geschäfte waren geschlossen.
Auch der städtische Linienbusverkehr werde vor Mittwoch nicht wieder aufgenommen. Die Eisenbahn soll voraussichtlich am Dienstag wieder fahren.
Das Ausgehverbot blieb die zweite Nacht in Folge in Kraft. Hunderte von Menschen mussten die Nacht erneut in Notquartieren verbringen. Bürgermeister Bob Parker schätzt, dass es noch Monate dauern kann, bis sich das Leben wieder völlig normalisiert hat. Vorläufige Schätzungen sprechen von einem Schaden von umgerechnet gut einer Milliarde Euro.
Der Zivilschutz geht davon aus, dass das Erdbeben der Stärke 7,1 mehr als 500 Geschäftsgebäude beschädigt hatte. Bis zu 20 Prozent der Häuser in der rund 400"000-Einwohner-Stadt seien unbewohnbar.
Bei dem Beben waren mehrere Menschen verletzt worden - ein Mann starb an einem Herzinfarkt. Das schlimmste Erdbeben in Neuseeland seit fast 90 Jahren hatte Gebäude, Brücken und Strassen beschädigt.
Die Erde in Neuseeland bebt häufig, weil hier zwei riesige Erdplatten aufeinanderstossen. Nach Angaben von Seismologen gibt es bis zu 15"000 Erdbeben pro Jahr, aber nur maximal 150 davon sind zu spüren. Das bislang verheerendste Erdbeben traf 1931 die Stadt Napier auf der Nordinsel. Mehr als 250 Menschen starben damals.
-- 2010-09-06 08:34:28 [Quelle: SDA] |
| Doppeldecker rast bei Flugschau in Zuschauermenge - ein Todesopfer |
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Ein Doppeldecker ist bei einer Flugschau in Deutschland in die Zuschauermenge gerast und hat eine Frau getötet. 38 Menschen wurden am Sonntag bei dem Unglück in der Nähe von Schnaittach-Lillinghof nordöstlich von Nürnberg verletzt, fünf davon schwer.
Nach Augenzeugenberichten war die getötete Frau in den Propeller der Maschine geraten. Der Pilot der Unglücksmaschine blieb nach Angaben von Polizeipressesprecher Robert Sandmann dagegen unverletzt. Der Unfallort liegt rund 25 Kilometer nordöstlich von Nürnberg.
Der Doppeldecker war der Polizei zufolge beim Start zu einem Formationsflug nach rechts ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast. "Wir waren gerade beim Kaffeetrinken, als auf einmal Tische und Bänke durch die Luft flogen - und auf ein Mal hatten wir den Propeller der Maschine vor uns", berichtete ein Augenzeuge. Die Maschine kam 20 Meter vor dem Kontrollturm zum Stehen und kippte dort auf die Nase.
Warum das Flugzeug beim Starten plötzlich nach rechts ausbrach, war zunächst unklar. Mehrere Augenzeugen berichteten übereinstimmend, die Maschine habe anscheinend nicht ausreichend Tempo gehabt, um abzuheben. "Der Pilot hatte wohl die Kontrolle über sein Flugzeug verloren", sagte ein Beamter in der Nürnberger Polizeieinsatzzentrale.
Veranstaltung abgebrochen
Noch Stunden später war das havarierte Flugzeug von Neugierigen umringt. Daneben erinnerten noch herumstehende Bierbänke und ein Bierschankwagen an den Volksfestcharakter der Flugschau auf dem Segelflughafen. Die Veranstaltung wurde nach dem Unglück sofort abgebrochen.
Der Doppeldecker - ein Original-Oldtimer vom Typ Tigermoth - war bei dem vom Segelclub Lauf veranstalteten Flugtag eine der Hauptattraktionen. Zum Programm hatten auch Segelkunstflüge und Fallschirmformations-Sprünge gehört. Die Veranstalter selbst lehnten Angaben zu dem Unglück zunächst ab und verwiesen auf die Polizei.
-- 2010-09-05 21:23:33 [Quelle: SDA] |
| Seit 30 Jahren rollen Autos durch den Gotthard - Feier in Airolo |
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Mit einer Erinnerungszeremonie haben ehemalige Arbeiter und Behördenvertreter am Sonntag in Airolo TI das 30-jährige Jubiläum des Gotthard-Strassentunnels gefeiert. Der Tunnel war am 5. September 1980 eröffnet worden.
An der Feier nahmen Arbeiter teil, die beim Tunnelbau dabei waren, aber auch Vertreter der lokalen und kantonalen Behörden. Zum Gedenken verstorbener Arbeiter während des Baus des Strassen- und Eisenbahntunnels legten die Anwesenden Kränze nieder. Nach einer Messe, einer religiösen Segnung und dem offiziellen Erinnerungsakt wurde zum Jubiläum eine Mahlzeit serviert.
Als der Strassentunnel durch das Gotthardmassiv eingeweiht wurde, war er der längste auf der Welt. Mittlerweile gilt er mit knapp 17 Kilometern als drittlängster Strassentunnel der Welt.
Die Bauzeit für die Nord-Süd-Verbindung betrug in den 1970-er Jahren zehn Jahre und vier Monate. Gekostet hat der Bau nach Angaben der Betriebsleitung rund 686 Millionen Franken, teuerungsbereinigt wären das ungefähr 1,25 Milliarden Franken. Neunzehn Arbeiter kamen beim Bau ums Leben.
-- 2010-09-05 14:36:42 [Quelle: SDA] |
| JUSO-Präsident Wermuth tritt zurück und will in den Nationalrat |
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Die Delegiertenversammlung der JUSO hat am Samstag in Bern keine Empfehlung für eine der beiden SP-Bundesratskandidatinnen Simonetta Sommaruga (BE) und Jacqueline Fehr (ZH) abgegeben. Der Grund ist nicht politisch, sondern terminlich. Im weiteren tritt Präsident Wermuth zurück.
Mit dem doch auf den Herbst erfolgenden Rücktritt von Bundesrat Moritz Leuenberger sei der Terminkalender seiner Partei über den Haufen geworfen worden, erklärte JUSO-Präsident Cédric Wermuth am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Leuenberger hatte zuerst auf Ende Jahr zurücktreten wollen.
Wegen dieser Terminplanung seien die Hearings mit den Nachfolge-Kandidatinnen und die Wahlempfehlung auf die Delegiertenversammlung vom Samstag traktandiert worden.
Als sich der Termin änderte, habe die DV nicht mehr verschoben werden können. Die Wahlempfehlung zuhanden der Fraktion sei so hinfällig geworden, eine Empfehlung an die Vereinigte Bundesversammlung mache wenig Sinn, sagte Wermuth.
Wermuth will in den Nationalrat
Cédric Wermuth tritt als JUSO-Präsident zurück. Wie er eine Meldung der Zeitung "Sonntag" bestätigte, erfolgt sein Rücktritt auf den März 2011. Gegenüber der SDA sagte Wermuth, die JUSO hätten viel erreicht. Die Mitgliederzahlen der Jungpartei seien gewachsen. Die JUSO seien fähig, aus eigener Kraft Initiativen durchzuziehen.
Sehr viel sei bei den JUSO über seine Person gelaufen. Ein Sesselkleber und eine Identifikationsfigur könnten ab einem gewissen Zeitpunkt die Dynamik behindern.
Seine politische Karriere will Wermuth im Nationalrat fortsetzen. Der 24-Jährige will sich von der SP-Bezirkspartei Baden am 23. September als Kandidat für die Wahlen 2011 nominieren lassen.
Die Kür durch die Aargauer Kantonalpartei würde dann am 20. November erfolgen. Wermuth, der auch Vizepräsident der gesamtschweizerischen SP ist, will in Absprache mit der Mutterpartei und den JUSO auf der SP-Liste kandidieren.
-- 2010-09-05 13:20:46 [Quelle: SDA] |
| Zwei Verletzte bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen |
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Bei drei Luftangriffen auf Ziele im Süden des Gazastreifens hat die israelische Armee mindestens einen Palästinenser getötet und drei weitere verletzt.
Bei zwei Luftangriffen auf nach Ägypten führende Schmugglertunnel in der Nähe von Rafah sei einer der Tunnel zusammengebrochen, berichteten palästinensische Rettungskräfte und Augenzeugen. Dabei sei ein in dem Tunnel arbeitender Palästinenser getötet worden.
Ein weiterer werde vermisst und ein dritter sei schwer verletzt worden. Ausserhalb der Tunnel wurden den Angaben zufolge zwei weitere Menschen verletzt.
Der dritte Luftangriff habe sich gegen einen früheren Stützpunkt des bewaffneten Arms der Hamas im Osten von Chan Junis gerichtet, erklärten Vertreter des Sicherheitsapparates der im Gazastreifen herrschenden Hamas.
Ein israelischer Armeesprecher bestätigte die drei Luftangriffe. Ein Bombardement habe sich gegen einen Tunnel gerichtet, der in Richtung Israels gegraben worden sei.
Die Luftangriffe seien eine Reaktion auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels sowie auf mehrere Anschläge auf jüdische Siedler in den vergangenen Tagen. Die aus dem Gazastreifen abgeschossene Rakete verletzte den Angaben zufolge niemanden.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der im Westjordanland regierende Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatten am Donnerstag die ersten direkten Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seit fast zwei Jahren geführt. Sie vereinbarten dabei, die Friedensgespräche im Zwei-Wochen-Rhythmus fortzusetzen.
Die Hamas drohte unterdessen mit weiteren Angriffen auf Israel. Ihr bewaffneter Arm, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, hatte sich zu zwei Anschlägen im Westjordanland bekannt, bei denen am Dienstag vier jüdische Siedler starben und am Mittwoch nahe Ramallah zwei weitere Israelis verletzt wurden.
-- 2010-09-05 05:45:18 [Quelle: SDA] |
| Walliser Suonen in die Liste des UNESCO-Kulturerbe aufnehmen |
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Die Suonen, die traditionellen Bewässerungskanäle im trockenen Wallis, sollen in die Liste des UNESCO-Kulturerbes aufgenommen werden. Diese Pläne werden nun vorangetrieben. Erste Vorstösse sollen noch im Herbst erfolgen.
Auftrieb gab den Plänen ein Kolloquium, das seit dem Donnerstag in Sitten stattfand. An einem Runden Tisch am Freitag erklärte die Walliser Kantonsregierung sich zu einer energischen Unterstützung einer Kandidatur bereit. Auch Bundesvertreter signalisierten Zustimmung.
Emmanuel Reynard, Präsident des Organisationskomitees und Professor für Geografie an der Universität Lausanne, konstatierte am Samstag, politisch gebe es keine Opposition. Ein erster Schritt sei nun die Schaffung einer Suonen-Vereinigung. Das geschehe am 15. Oktober.
Im Wallis gibt es fast 200 der traditionellen Bewässerungskanäle, die eine Länge von 1000 Kilometern aufweisen. Gemäss Reynard könnten sie in die Liste des Kulturerbes aufgenommen oder durch eine Ausweitung der UNESCO-Naturerbe-Region Aletsch-Jungfrau dauerhaftem Schutz unterstellt werden.
300 Personen in Sitten
Eine andere Option wäre die Zusammenarbeit mit anderen Alpenregionen. Dies würde über die Suonen hinausgehen und generell Bewässerungssysteme in trockenen Alpenregionen umfassen. An dem Anlass in Sitten nahmen mehr als 300 Personen teil.
Entlang der Suonen oder französisch Bisses genannten Kanäle führen heute oft Wanderwege. Bei den Suonen handelt es sich um teilweise spektakuläre Bauten, die in den Felsen gehauen oder als Holzkanäle entlang von Felswänden gebaut wurden. So gelang es den alten Wallisern in Gemeinschaftsarbeit, Wasser aus Gebirgsbächen oder von Gletschern zu den trockenen Feldern an den Bergflanken zu führen.
Die Suonen bildeten die Grundlage, damit in den niederschlagsarmen Gebieten überhaupt Landwirtschaft betrieben werden konnte und die Menschen ein Auskommen fanden. Noch heute werden viele Felder und Weiden auf diese Art bewässert. Zudem sind sie ein gutes Instrument im Kampf gegen Wald- und Flurbrände.
-- 2010-09-04 18:35:44 [Quelle: SDA] |
| Angestellte und Sympathisanten demonstrieren für Cardinal |
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Gegen 3000 Personen haben am Samstag in Freiburg gegen die Schliessung der Brauerei Cardinal demonstriert. Cardinal sei ein Teil der Freiburger Identität, rief SP-Präsident Christian Levrat der Menge zu. Die Produktion in Freiburg müsse erhalten bleiben.
Cardinal gehöre zu Freiburg wie das Volkslied "Ranz des Vaches", wie das Volksfest "Bénichon" und wie der Eishockeyclub Gottéron, sagte der Freiburger Nationalrat Levrat und erntete dafür die lautstarke Unterstützung des Publikums.
Der Schliessungsentscheid zeuge von der Arroganz der Verantwortlichen gegenüber der Arbeitswelt. Je weiter weg die Entscheidzentren von der Produktion rückten, je schlechter gehe es den Arbeitnehmenden. "Die Entscheide sollen nicht in Kopenhagen oder Rheinfelden fallen, sondern hier", forderte Levrat.
Freiburger Bierkultur
Ans Mikrofon trat auch der Freiburger CVP-Nationalrat und ehemalige Freiburger Stadtpräsident Dominique de Buman. "Freiburg hat seit Jahrhunderten Bierkultur. Die Freiburger lieben ihr Bier und lieben diese Tradition", sagte de Buman.
Doch der multinationale Konzern Carlsberg zerstöre dies alles. Die Chefetage müsse begreifen, dass die Schliessung ein Fehler sei. Die Freiburger liebten ihr Bier, weil es ein Teil ihrer Kultur sei und vor Ort produziert werde.
Gelb soweit das Auge reicht
Dominierende Farbe an der lautstarken, aber friedlichen Kundgebung war gelb, die Markenfarbe von Cardinal. Mit gelben T-Shirts, Überkleidern, Küchenschürzen und Hüten, aber auch mit Plakaten und Transparenten rückten kurz nach dem Mittag die gegen 3000 Personen zur Kundgebung vor der Brauerei an.
Die Kundgebungsverantwortlichen der Gewerkschaft Unia zeigten sich hochzufrieden mit dem Aufmarsch. Schliesslich habe man erst vor 24 Stunden zur Kundgebung aufgerufen.
"Wir sind nicht am Ende, wir stehen am Anfang einer Bewegung", hielten Gewerkschaftsvertreter fest. Die Belegschaft habe Ideen, wie Cardinal in Freiburg erhalten werden könne. Nun stünden heikle Verhandlungen mit der Direktion an. Da brauche es die Unterstützung der Bevölkerung.
Ende August hatte die Feldschlösschen-Gruppe, zu der Cardinal gehört, die Schliessung bekannt gegeben. "Feldschlösschen" begründete den Schritt mit einem Entscheid des dänischen Mutterkonzerns Carlsberg. Dieser werde die bisher bei Feldschlösschen in Rheinfelden AG angesiedelte Produktion von alkoholfreiem Exportbier ins Ausland zu verlagern. Die Biermarke Cardinal soll künftig in Rheinfelden gebraut werden.
-- 2010-09-04 16:06:24 [Quelle: SDA] |
| Swatch Group möchte in der Schweiz neue Fabriken bauen |
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Die Uhrenherstellerin Swatch will in der Schweiz investieren, um dem Wachstum zu begegnen, das sie auch für 2011 erwartet. Dazu kaufte die weltweite Nummer Eins der Branche Boden für neue Fabriken. Zum jetzigen Zeitpunkt sucht sie Angestellte.
Derzeit baue Swatch die Kapazitäten aus, um der wachsenden Nachfrage zu begegnen, sagte Swatch-Generaldirektor Nick Hayek in einem am Samstag in der Zeitung "Le Temps" veröffentlichten Interview.
Nicht nur Grund und Boden sucht Swatch gemäss Hayek. Allein für die ETA-Produktion würden derzeit 150 Personen gesucht, und bei der Uhrenfabrik Omega fehlten 30 Uhrmacher.
Für das laufende Geschäftsjahr geht Hayek weiterhin von einem Umsatz deutlich über 6 Mrd. Fr. aus, sollten die Wechselkurse der Gruppe keinen Strich durch die Rechnung machen. Für 2011 prognostiziert der Generaldirektor ein Wachstum zwischen 5 und 10 Prozent.
-- 2010-09-04 12:41:37 [Quelle: SDA] |
| FDP und SP präsentieren je einen Zweiervorschlag |
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Das Rennen um die beiden Bundesratssitze ist neu lanciert: Am Freitag haben die Bundeshausfraktionen der SP und der FDP ihre offiziellen Kandidaten für die Nachfolge von Moritz Leuenberger und Hans-Rudolf Merz bestimmt. Die Favoriten setzten sich durch.
Die SP und FDP präsentieren der Bundesversammlung je einen Zweiervorschlag. Für die SP steigen die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga und die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr ins Rennen.
Die FDP-Fraktion nominierte die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter und den Berner Nationalrat Johann Schneider-Ammann. Karin Keller-Sutter, die einzige Frau unter den fünf potenziellen FDP-Kandidierenden, schaffte es dabei auf den ersten Platz des Zweiertickets.
Sowohl in der SP als auch in der FDP haben sich damit die in den letzten Wochen als Top-Favoriten gehandelten Kandidatinnen und Kandidaten durchgesetzt.
Alle vier äusserten Zufriedenheit darüber, dass sie diese erste grosse Hürde genommen haben. Für sie sei dies der wichtigste Tag der Ausmarchung gewesen, sagte etwa Fehr. Wie ihre drei Konkurrentinnen hatte sie sich vor dem Fraktions-Hearing äusserst nervös gezeigt. Nun hoffe sie auf ein faires Duell, sagte die sichtlich gelöste Sommaruga ihrerseits.
Die FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter betonte, dass ihre Nomination ein erster Schritt sei. Sie freue sich, auf dem Ticket zu sein. Als Favoritin sehe sie sich weiterhin nicht, sagte die St. Galler Justizdirektorin.
Johann Schneider-Amman zeigte sich nicht überrascht darüber, dass seine Fraktion zuerst Keller-Sutter nominierte. Das sei für ihn keine Enttäuschung gewesen, sagte der 58-jährige Unternehmer.
Wer sich von den vier offiziellen Kandidierenden der SP und FDP am 22. September in der Vereinigten Bundesversammlung durchsetzen wird, bleibt offen.
Kaum Chancen werden aber den Kandidaturen von SVP und den Grünen eingeräumt. Die SVP-Fraktion nominierte am Freitag den Freiburger Nationalrat Jean-François Rime. Sie bekräftigt mit der Kandidatur Rime den Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz und will sowohl den SP-, als auch den FDP-Sitz angreifen. Die Grünen ihrerseits nominierten die Solothurner Nationalrätin Brigit Wyss. Sie soll der FDP den Sitz abjagen.
-- 2010-09-03 21:50:58 [Quelle: SDA] |
| Nussgipfel lockt ausgebüxte Affenbande zurück in den Plättli-Zoo |
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Die Affenbande ist zurück. Der Plättli-Zoo in Frauenfeld hat seine sechs ausgebüxten Berberaffen eingefangen. Die zwei Weibchen, zwei Jungen und zwei Männchen hatten neun Tage in einem Wäldchen in der Nähe des Zoos gelebt.
Weil die Tiere sich partout nicht zurück in ihr Gehege locken liessen, hatte der Zootierarzt am Freitag eine Aktion gestartet. Brigitta Portillo, Mitarbeiterin des Plättli-Zoos, bestätigte einen Beitrag von "Schweiz Aktuell" des Schweizer Fernsehens.
Am frühen Freitagabend konnten die beiden Weibchen mit ihren Jungen zurück in den Zoo geholt werden. Wie die Weibchen, wurden später auch die Männchen mit ihrem Lieblingsessen - mit Nussgipfeln - gefüttert. Was die Affen nicht wussten: Der Leckerbissen war mit einem Schlafmittel präpariert worden.
Um auf Nummer sicher zu gehen, beschoss der Zoo-Tierarzt die Ausreisser mit einem Betäubungs-Blasrohr. Anschliessend hatten die Zoo-Mitarbeiter leichtes Spiel. Die schlafenden Affen wurden ins Gehege zurückgebracht.
Mit der Einfangaktion ging das Leben in Freiheit für das Alphatier, ein weiteres Männchen, zwei Weibchen und zwei Jungtiere zu Ende. Die Gruppe hatte vergangene Woche Reissaus genommen, als sie gerade in ein neues Gehege dislozierten.
Die Affenbande lebte in einem nahen Wäldchen und frass Äpfel, Mais oder Tomaten aus Schrebergärten. Zuerst übten sich die Zoo-Mitarbeiter in Geduld. Sie hatten gehofft, dass die Tiere zurückkehren würden, wenn ihnen die Nahrung ausgeht.
-- 2010-09-03 19:06:49 [Quelle: SDA] |
| Die frühen Jahre Andy Warhols im Kunstmuseum Basel |
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Den Blick auf die frühen, aber entscheidenden Schaffensjahre Andy Warhols richtet das Kunstmuseum Basel in seiner Sonderausstellung. "Andy Warhol. The Early Sixties". Sie zeigt rund 70 Gemälde und Zeichnungen, darunter Bilder der "Flowers"- oder "Liz"-Serien.
Abstrahierte Hibiskus-Blüten in knalligen Farben, Siebdrucke nach Fotos von Evis Presley und Liz Taylor, Campbell"s-Suppendosen - es sind ein paar "landmarks" der Kunst der 1960er-Jahre, die die am Freitag vorgestellte Schau vereinigt. Sie hatten Andy Warhol (1928-1987) ins Bewusstsein auch eines breiteren Publikums gebracht.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die Jahre 1961 bis 1964. Es waren die Anfangsjahre des Malers und Zeichners Warhol, der schon als Werbegrafiker erfolgreich gewesen war und sich zur freien künstlerischen Tätigkeit entschlossen hatte. In den vier Jahren legte er die Basis zu dem, was ihn später zur Kunst-Ikone werden liess.
Folgenreiche Wende
Und noch mehr: Warhol habe damals eine Wende eingeleitet, die sich "im Rückblick als überaus folgenreiches Element der Kunstgeschichte erweist, ja diese geradezu revolutionierte", sagte Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi vor den Medien. Ein "Umbruchsmoment der Kunstgeschichte" nannte es Kuratorin Nina Zimmer.
Warhol habe die individuelle Bildsprache durch Bildmaterial aus Medien und mechanische Bildverfahren ersetzt, führen die zwei Co-Ausstellungsmacher im Katalog aus. Mit dem Foto-Siebdruck wandte er die Prinzipien von Wiederholung und Serialität systematisch an. Konsum, Medien und Masse blieben dabei im Fokus des Ex-Werbemannes.
Die Ausstellung will diese schrittweise vollzogene Entwicklung anschaulich machen. Ausser mit den Bilder aus den "Flowers"- und Star-Serien sowie den "Campbell"s Soup Cans" werden etwa auch "Dollar Bills" oder ein Saal mit "Death & Desaster"-Bildern, basierend auf Aufnahmen von Auto-Unfällen, gezeigt.
-- 2010-09-03 16:03:26 [Quelle: SDA] |
| 8 Jahre Gefängnis für ex-Buchhalter von Christoph Blocher |
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Der Ex-Buchhalter von Christoph Blocher bei der Ems-Chemie muss acht Jahre ins Gefängnis. Der 74-Jährige betrog das Unternehmen mit einem Komplizen um 13 Millionen Franken. Doch der Gerichtsprozess diese Woche deckte nicht alle seine Machenschaften auf.
Der Vorsitzende des Bezirksgerichts in Domat/Ems GR deutete in der Urteilsverkündung am Freitagmorgen an, dass der 74-jährige Hauptangeklagte nicht für alle Gaunereien bei der Ems-Chemie zur Rechenschaft gezogen wurde. Schon 1992 hätten in der Kasse des Unternehmens, das damals von Christoph Blocher geführt wurde, 1,5 Millionen Franken gefehlt.
Der gebürtige Deutsche wurde aber nicht belangt, weil die vermutete Straftat inzwischen verjährt ist. Für alle jene Delikte, welche diese Woche vor Gericht behandelt wurden, muss der 74-jährige ehemalige Chefbuchhalter bei der Ems-Chemie acht Jahre ins Gefängnis.
Er wurde schuldig gesprochen wegen Betrugs, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage. Der Komplize des Buchhalters, ein 66-jähriger ehemaliger Verkaufsangestellter bei der Ems-Chemie, wurde zu vier Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Grosse kriminelle Energie
Im Falle des Hauptangeklagten ging das Bezirksgericht sogar über das von der Staatsanwaltschaft beantragte Strafmass von sechs Jahren Freiheitsentzug hinaus. Der Gerichtsvorsitzende begründete die höhere Strafe mit der "kriminellen Energie" des Mannes.
Die "Intensität seiner kriminellen Handlungen" sei "fast unerschöpflich" gewesen. Das Gericht habe "nichts, aber auch gar nichts gefunden", das für den angeklagten Buchhalter gesprochen habe, sagte der Vorsitzende. Die "Beute" von rund 13 Millionen Franken haben sich die beiden Männer nach Ansicht des Gerichts "fast brüderlich geteilt".
Die Angeklagten wurden zudem zu Geldstrafen verurteilt. Der 74-Jährige muss 240 Tagessätze zu 60 Franken zahlen, der 66-Jährige 180 zu 40 Franken. Beide zusammen müssen der Ems-Chemie gegen 14 Millionen Franken zurückerstatten.
Ob die Urteile akzeptiert werden, ist noch unklar. Zuerst müsse die schriftliche Begründung abgewartet werden, danach werde über einen allfälligen Weiterzug entschieden, erklärten die Anwälte der Verurteilten nach der Verhandlung.
-- 2010-09-03 12:30:40 [Quelle: SDA] |
| Roche will sich Restrukturierungskur verordnen |
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Wegen der gekürzten Gesundheitsbudgets vor allem in den USA und in Europa sowie Rückschlägen bei der Zulassung von Medikamenten greift der Basler Pharma- und Diagnostikkonzern Roche zum Rotstift. Wieviele Stellen er streicht, gibt er bis Ende Jahr bekannt.
Die Kostenträger im Gesundheitswesen investierten ihre knapper werdenden Ressourcen vermehrt in Therapien und Diagnosemethoden mit dem grössten medizinischen Nutzen, begründet Roche am Freitagmorgen das Sparprogramm. Der Kostendruck habe zur Folge, dass der Konzern die Prozesse zur Anpassung der Kostenstruktur und zur Produktivitätsverbesserung beschleunigen müsse.
Die Initiative "Operational Excellence" sei indessen nicht nur eine Kostensenkungsmassnahme, teilte Roche weiter mit. Es gehe auch darum, die richtigen Prioritäten zu setzen.
Alle Unternehmenseinheiten von Roche überprüfen nun in den kommenden Monaten ihre Strukturen und Prozesse. Die aus dieser Analyse folgenden Massnahmen sollen 2011 und 2012 umgesetzt werden. Wie das konkret aussieht und welche Auswirkungen es auf den Stellenbestand hat, will Roche vor Ende des laufenden Jahres bekannt geben.
Fokussierung auf Innovation
Wie das Communiqué Konzernchef Severin Schwan zitiert, startet Roche die Initiative aus einer Position der Stärke. Anders als bei vielen Konkurrenten liefen bei Roche nur wenige Patente ab. Zudem verfüge das Unternehmen trotz Rückschlägen in den vergangenen Monaten über eine starke Pipeline in Forschung und Entwicklung.
Die Ressourcen würden auf Investitionen in Innovationen fokussiert, die dem langfristigen Erfolg dienen. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2010 bestätigte Schwan.
Roche musste jüngst einige Rückschläge bei der Zulassung von Medikamenten hinnehmen, was sich auf den Börsenkurs der Firma durchschlug.
Roche hatte im ersten Halbjahr 2010 kräftig zugelegt. Die Basler steigerten den Umsatz um 3 Prozent auf auf 24,6 Mrd. Franken. Ihr Konzerngewinn legte gegenüber dem Vorjahressemester um satte 37 Prozent auf 5,6 Mrd. Fr. zu.
-- 2010-09-03 08:05:51 [Quelle: SDA] |
| Brand auf Ölplattform im Golf von Mexiko gelöscht |
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Erleichterung am Golf von Mexiko: Stunden nach einer neuen Explosion auf einer Ölplattform am Donnerstag gab es keine Hinweise auf einen Ölaustritt ins Meer. Bei Untersuchungen von Schiffen und Booten aus wurden keine "sichtbaren Zeichen" von Öl gefunden.
Dies versicherte ein Sprecher der US-Küstenwache am Abend (Ortszeit). Die Unfallstelle werde aber weiter beobachtet. Die Küstenwache hatte ursprünglich unter Berufung auf Aussagen der geretteten Arbeiter der Plattform von einem Ölschleier gesprochen.
Der Sprecher Peter Troedsen teilte weiter mit, dass ein nach der Explosion ausgebrochenes Feuer auf der Plattform gelöscht worden sei. Er bestätigte, dass alle 13 Arbeiter auf der Plattform den Unfall "ohne ernste Verletzungen" überstanden hätten, aber vorsichtshalber in ein Spital gebracht worden seien.
Der Unfall auf der Plattform "Vermillion 380 A" ereignete sich etwa 140 Kilometer von der Küste Louisianas und gut 300 Kilometer von der Stelle entfernt, an der am 20. April die vom Ölkonzern BP betriebene Plattform "Deepwater Horizon" explodiert war.
Damals starben elf Menschen, schätzungsweise 660"000 Tonnen Öl strömten ins Wasser, bevor das Leck schliesslich nach und nach abgedichtet werden konnte. Damit war es die bislang schwerste Ölpest in der Geschichte der USA.
BP bereitet noch die endgültige Versiegelung des Öl-Reservoirs etwa 4000 Meter tief im Meeresboden vor. Die Ursache der Explosion vom Donnerstag war zunächst unklar. Die Betreiberfirma Mariner Energy, die ihren Sitz in Houston (Texas) hat, kündigte Untersuchungen an.
Das Unternehmen fördert nach Medienberichten in der Region vor der Vermillion Bay an der Küste Louisianas Rohöl und Erdgas aus insgesamt sieben Bohrlöchern. Die Förderung sei nach der Explosion an allen Bohrlöchern gestoppt worden, teilte Mariner Energy mit.
Anders als die "Deepwater Horizon" operierte die Plattform "Vermillion 380 A" in relativ flachem Wasser, es ist nach Angaben des US-Innenministeriums nur gut 100 Meter tief. Damit könnte eine Ölpest auch weitaus leichter bekämpft werden als im Fall der "Deepwater Horizon" mit einem Leck in 1500 Meter Tiefe.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace reagierte alarmiert auf den erneuten Unfall im Golf von Mexiko. "Wie viele Male spielen wir noch mit menschlichen Leben, der Wirtschaft und den Ökosystemen?", sagte der Meeresexperte von Greenpeace in den USA, John Hocevar: "Es ist Zeit, dass wir aus unseren Fehlern lernen."
-- 2010-09-03 02:12:22 [Quelle: SDA] |
| St. Galler Lehrermörder Ded Gecaj ist in der Schweiz |
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Ded Gecaj (52), der 1999 in St. Gallen den Lehrer seiner Tochter erschossen hat, ist am Donnerstag von Kosovo an die Schweiz ausgeliefert und der Staatsanwaltschaft in St. Gallen übergeben worden. Dort soll ihm möglichst bald der Prozess gemacht werden.
Eine Anklageschrift gegen Ded Gecaj existiert noch nicht, denn die St. Galler Justizbehörden konnten ihn noch gar nie befragen. Ursula Brasey, die zuständige Staatsanwältin, geht davon aus, dass Gecaj beim Kreisgericht St. Gallen wegen Mordes angeklagt wird. Bis es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, wird es aber noch Monate dauern.
Eine lange Geschichte
Die St. Galler Behörden werfen Gecaj auch vor, seine Tochter sexuell missbraucht zu haben. Ded Gecajs Frau wurde 2000 vom Kantonsgericht St. Gallen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt; sie hatte von den Misshandlungen der Tochter gewusst. Nach Verbüssung der Gefängnisstrafe wurde die Frau ausgeschafft.
Gecaj hatte im Januar 1999 den Lehrer seiner Tochter im Schulhaus Engelwies in St. Gallen erschossen. Nach seiner Flucht nach Kosovo wurde er dort festgenommen und wegen Totschlags zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach zwei Jahren kam Gecaj bereits wieder frei. Die Misshandlung der Tochter hatte er stets abgestritten.
Erste Urteil relativ mild
Das verhältnismässig milde Urteil des Gerichts in Kosovo gegen Gecaj war für die St. Galler Behörden ein Hohn. Sie stellten ein Auslieferungsgesuch, und der internationale Haftbefehl gegen Gecaj wurde beharrlich aufrecht erhalten. Nachdem Gecaj untergetaucht, festgenommen und alsbald wieder freigelassen wurde, kam die Wende.
Im Mai dieses Jahrs wurde er in Kosovo erneut festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt. Die Schweiz musste zwar formell nochmals ein Gesuch um Auslieferung stellen, doch dann ging alles plötzlich schnell. Am 30. August gab das Justizministerium in Kosovo grünes Licht für die Auslieferung. Jetzt ist Ded Gecaj in der Schweiz.
-- 2010-09-02 16:49:26 [Quelle: SDA] |
| Helvetia mit leicht tieferem Gewinn im ersten Halbjahr 2010 |
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Die Versicherungsgesellschaft Helvetia ist im ersten Halbjahr 2010 sowohl in der Schweiz als auch im Ausland deutlich gewachsen. Bedingt durch den schwachen Euro und eine höhere Schadensbelastung im Ausland hat Helvetia aber leicht weniger verdient.
Der Reingewinn fiel mit 156,8 Mio. Fr. 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert aus. Angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes bezeichnete Konzernchef Stefan Loacker das Ergebnis am Donnerstag als "erfreulich solide".
Die Halbjahreszahlen sind gekennzeichnet durch ein Wachstum der konzernweiten Prämieneinnahmen um 4 Prozent auf 4,292 Mrd. Franken. In Lokalwährungen gerechnet wären die eingenommenen Prämien sogar um 6,4 Prozent gestiegen, erläuterte Finanzchef Paul Norton. Einen Zuwachs verzeichnete der Versicherer dabei in allen drei Geschäftsbereichen, wobei das Lebensgeschäft mit 7,2 Prozent am stärksten zulegte.
Noch stärker als im wichtigsten Markt Schweiz, wo Helvetia die Prämieneinnahmen im Vorjahresvergleich um 5,0 Prozent steigern konnte, war das Wachstum in Italien (+13,4 Prozent) und durch die Akquisition eines Kundenportfolios bedingt auch in Frankreich. Im rezessionsgeplagten Spanien betrug das Wachstum immerhin noch 1,5 Prozent.
Ergebnis nur in der Schweiz gesteigert
Jedoch ist Helvetia nicht in allen Ländern gleich profitabel: Sorgen bereiten dem Versicherer dabei insbesondere das noch kleine Geschäft in Österreich sowie Spanien, dessen Gewinnbeitrag erheblich zurückgegangen ist. Mit Ausnahme des Schweizer Geschäfts war in den ersten sechs Monaten des Jahres das Ergebnis aller Helvetia-Ländergesellschaften rückläufig.
Finanzchef Norton führte dies namentlich auf eine höhere Schadensbelastung zurück. Konzernweit sank das Ergebnis bei den Schadensversicherungen um 6,7 Prozent auf 86 Mio. Franken, jenes bei den Lebensversicherungen um 7,1 Prozent auf 58 Mio. Franken.
Keine Unwetter und Überschwemmungen
In der Schweiz, wo Helvetia rund die Hälfte der Prämien einnimmt und rund ein Drittel des Gewinns erzielt, glänzte der Versicherer im Schadengeschäft mit einem erneut gesunkenen Schaden-Kosten-Prämien-Verhältnis (Combined Ratio) von 77,9 Prozent.
-- 2010-09-02 13:03:22 [Quelle: SDA] |
| CVP-Präsident: "Heutige Bedrohung kommt aus dem VBS" |
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Die Kritik an Verteidigungsminister Ueli Maurer hält an. Die CVP wirft ihm vor, eine Gefahr für die Schweiz darzustellen. Am Donnerstag hat die Partei ihre Visionen der künftigen Armee präsentiert.
Die CVP kritisiert Maurer mit scharfen Worten: "Heute kommt die Bedrohung nicht aus dem Osten, sondern aus dem Innern des Verteidigungsdepartements", sagte Parteipräsident Christophe Darbellay vor den Medien in Bern.
Schon zu Wochenbeginn hatte Darbellay den Verteidigungsminister angegriffen, in einem Interview der Zeitung "Blick". Am Donnerstag legte er nach. Maurer müsse nun endlich seine Arbeit machen. "Wir verlangen nicht mehr und nicht weniger", sagte Darbellay.
"Lavieren befremdet mich"
Maurer produziere bloss Schlagzeilen, vertage wichtige Entscheide und stelle unrealistische Geldforderungen. "Dieses Lavieren befremdet mich", sagte Nationalrätin Ida Glanzmann. Als Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission frage sie sich, ob die Armee mit Maurer im Krisenfall überhaupt funktionieren würde.
Die CVP wirft Maurer auch vor, die politischen Vorgaben nicht umzusetzen. Gemäss den Vorgaben sollte die Armee ihren Bestand auf 120"000 Personen reduzieren, gab Darbellay zu bedenken. Dieses Ziel sei noch nicht erreicht. Die CVP selbst möchte die Armee noch stärker verkleinern, auf einen Gesamtbestand von 80"000 Personen.
Schuldenbremse mit Ausnahmen
Mehr Geld soll die Armee nach dem Willen der CVP nicht erhalten. Für Investitionen wie Flugzeugkäufe müsse aber die Möglichkeit einer Sonderfinanzierung geschaffen werden, sagte Ständerat Bruno Frick.
Die CVP schlägt damit vor, an der Schuldenbremse zu schrauben. Heute ist eine Sonderfinanzierung kaum möglich, weil die Schuldenbremse eine rasche Kompensation verlangt. Dies müsse geändert werden, fordert die CVP - schon allein deswegen, weil im Notfall keine Zeit wäre, die finanzpolitischen Vorgaben zu ändern.
-- 2010-09-02 12:06:27 [Quelle: SDA] |
| Schweizer BIP wächst im zweiten Quartal um 0,9 Prozent |
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Die Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal besser entwickelt als erwartet. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) wuchs im Vergleich zu den ersten drei Monaten real um 0,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal beträgt das Plus sogar 3,4 Prozent.
Damals steckte die Schweiz allerdings tief in der Rezession. Im Verlauf des Jahres hat die Wirtschaft dann auf ihren Wachstumspfad zurückgefunden: Im dritten und vierten Quartal 2009 legte das BIP um 0,7 Prozent zu, im ersten Quartal 2010 dann um 1 Prozent (nach neu revidierten Zahlen; ursprünglich 0,4 Prozent).
Im zweiten Quartal 2010 wurde vor allem wieder mehr investiert, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Donnerstag mitteilte. So stiegen die Bruttoanlage-Investitionen um 2,1 Prozent, wobei die Bauinvestitionen mit 1,3 Prozent etwas weniger stark zulegten. Die Ausrüstungsinvestitionen wuchsen um 2,8 Prozent.
Die Exporte stiegen insgesamt um 1,7 Prozent. Dabei entwickelten sich die Warenausfuhren mit 0,1 Prozent aber schwächer als die Exporte von Dienstleistungen (+5,3 Prozent). Für diesen grösseren Zuwachs sind aber vor allem die Erträge aus dem Handel mit Rohwaren verantwortlich. Diese schwanken traditionell stark. Die Importe verzeichneten vor allem dank der Einfuhr von Bijouterie-Waren insgesamt ein Wachstum von 4,6 Prozent.
Nichts verändert hat sich rein rechnerisch hingegen beim privaten Konsum: Während die Konsumenten etwa für das Wohnen mehr Geld ausgaben, griffen sie für andere Dinge wie Nahrungsmittel oder Freizeitsaktivitäten weniger tief in die Tasche. Saisonbereinigt liegt der Wert darum auf Vorquartals-Niveau. Der Staatskonsum war hingegen erneut rückläufig (-0,1 Prozent).
Produktionsseitig nahm die Wertschöpfung vor allem in der Industrie zu (+2 Prozent) sowie im von Finanzmarktdienstleistungen geprägten Sektor (+1,6 Prozent). Beim Baugewerbe wuchs sie um 0,9 Prozent und bei den öffentlichen Dienstleistungen um 0,1 Prozent. Rückläufig entwickelte sie sich in der Landwirtschaft (-0,5 Prozent) sowie im Handel, dem Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtendienste (-0,1 Prozent).
Experten bezeichnen diese Zahlen als robust. Ökonomen hatten für das zweite Quartal mit einem BIP-Wachstum von 0,8 Prozent gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresquartal gingen sie von einem Anstieg um 2,7 Prozent aus. Für das Gesamtjahr macht der momentan tiefe Euro-Kurs Prognosen schwierig. Das SECO jedenfalls prognostizierte im Juni ein BIP-Wachstum von 1,8 Prozent.
-- 2010-09-02 10:26:18 [Quelle: SDA] |
| Verschüttete Kumpel in Chile bekommen erstmals warme Mahlzeit |
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Die Bohrung eines Rettungsschachts für die 33 in einem chilenischen Bergwerk eingeschlossenen Kumpel ist am Mittwoch (Ortszeit) vorübergehend unterbrochen worden. Wegen einer Gesteinsspalte mussten die Schachtwände mit Zement befestigt werden. Die Bohrung konnte aber wenig später fortgesetzt werden.
Zu der in 700 Meter Tiefe gelegenen Rettungskammer wird seit Montag ein neuer Schacht gebohrt, über den die seit einem Monat eingeschlossenen Kumpel ans Tageslicht gelangen sollen. Ein riesiger Bagger hat sich bisher auf eine Tiefe von 30 Metern vorgekämpft.
An diesem Donnerstag soll zudem ein zweiter Bohrer bei der Mine San José in der Atacama-Wüste eintreffen. Er soll einen zweiten Rettungsschacht bohren, durch den man nach Hoffnung der Rettungsexperten eventuell schon früher zu den Verschütteten vordringen könnte.
Am Mittwoch erhielten die 33 verschütteten Bergarbeiter ihre erste warme Mahlzeit. Die Rettungskräfte liessen ihnen Hackfleisch mit Reis und zum Dessert Kiwis hinunter.
Um für die Kumpel so etwas wie Alltag unter Tage zu schaffen, wollen die Helfer nach Angaben von Gesundheitsminister Jaime Mañalich mit Hilfe von Lampen Tag- und Nachtverhältnisse simulieren.
Damit die Bergarbeiter wieder ein Gefühl für Tag und Nacht bekommen, sollen auf Anraten der vier NASA-Experten vor Ort Energiegeräte und Lampen in die Gold- und Kupfermine am Rande von Copiapo in der Atacama-Wüste im Norden Chiles hinuntergelassen werden, wie Gesundheitsminister Mañalich ankündigte.
"Das Wichtigste, was wir aus psychologischer Sicht nun machen, ist, dass wir Tag und Nacht simulieren und den Platz, auf dem sie leben, in Zonen einteilen."
Für die eingeschlossenen Kumpel beginnt jeder Tag früh um 7.30 Uhr. Nach dem Frühstück mit Sandwiches und Joghurt räumen sie auf, bevor sie über die Gegensprechanlage medizinisch beraten oder von ihrem Anführer Luis Urzua auf den neuesten Stand der Rettungsarbeiten gebracht werden.
Nach dem Mittagessen stehen Gruppendiskussionen an. Dann ist Zeit für die Post. Abendessen gibt es um 20 Uhr; Schlafenszeit ist zwischen 22 und 23 Uhr.
Auch Gebete und Sport sind auf dem Tagesplan vorgesehen. Vor allem mit Entspannungs- und Kräftigungsübungen müssten sich die Bergarbeiter auf ihre Rettung vorbereiten, sagte der leitende Psychologe Alberto Iturra der Nachrichtenagentur AFP.
Sie sollen einzeln in einer Gondel über einen derzeit in Arbeit befindlichen Rettungsschacht wieder ans Tageslicht gebracht werden. Diese Fahrt dauert bis zu zwei Stunden pro Person.
-- 2010-09-02 08:09:33 [Quelle: SDA] |
| Berner nominieren Johann Schneider-Ammann und Simonetta Sommaruga |
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Die SP-Parteileitung hat am Mittwoch Hearings mit den vier SP-Bundesratskandidatinnen durchgeführt. Favoritinnen gab sie anschliessend nicht bekannt. Am Abend wurden der freisinnige Nationalrat Johann Schneider-Ammann und SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga nominiert.
"Die Fraktion hat die Qual der Wahl", sagte SP-Fraktionschefin Ursula Wyss vor den Medien im Bern. Die Fraktion wird am Freitag die offiziellen Kandidatinnen nominieren. Nach dem Fraktionsvorstand hat sich auch die SP-Parteileitung für ein Zweierticket ausgesprochen.
Sollte die Bundesversammlung eine Kandidatin wählen, die nicht nominiert wurde, wird sie die Wahl nicht annehmen. Dies hätten alle vier Kandidatinnen versprochen, sagte SP-Präsident Christian Levrat.
Simonetta Sommarugas Kandidatur als Bundesrätin ist nun offiziell. Sie wurde am Abend in Bern vom Parteitag der SP Kanton Bern einstimmig nominiert. Sie ist eine von insgesamt vier SP-Kandidatinnen.
Der Parteitag der SP Kanton Bern folgte ihrem neuen Parteipräsidenten Roland Näf. Er hatte die Genossinnen und Genossen vor der Nomination aufgefordert, einen wuchtigen Aufruf an die Bundesversammlung zu senden, Sommaruga in die Landesregierung zu wählen.
Sommaruga skizzierte dann vor 187 Genossinnen und Genossen, weshalb sie für die SP in die Landesregierung will, um dort etwas zu bewegen.
Nun obliegt es am Freitag der Bundeshausfraktion, das Wahlticket zu bestimmen. Die Bundesratswahl findet am 22. September statt. An diesem Tag wird auch die Nachfolge von Bundesrat Hans-Rudolf Merz geregelt.
Um die Nachfolge von Bundesrat Moritz Leuenberger bewerben sich neben Sommaruga die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr, die St. Galler Nationalrätin Hildegard Fässler und die Basler Regierungsrätin Eva Herzog.
Die Berner Freisinnigen haben am Abend Nationalrat Johann Schneider-Ammann offiziell zuhanden der FDP Schweiz als Bundesratskandidat nominiert. Der 58-jährige Unternehmer gilt als Vertreter des Werkplatzes Schweiz.
Er stelle sich als Bundesratskandidat zur Verfügung, weil er einen wertvollen Beitrag zur Prosperität und zum Zusammenhalt im Land leisten wolle, sagte Schneider-Ammann vor der Parteiversammlung. Er stehe für Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Glaubwürdigkeit.
-- 2010-09-01 22:36:09 [Quelle: SDA] |
| Nahostgespräche sollen trotz Anschlag wie geplant stattfinden |
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Zwei Jahre nach den letzten direkten Nahostgesprächen haben sich in Washington die Vertreter der Konfliktparteien versammelt, um nach einer Lösung in dem Streit zu suchen. Der Anschlag auf israelische Siedler vom Dienstag überschattete jedoch die ersten Treffen.
Angreifer des militärischen Flügels der Hamas hatten am Dienstagabend in der Nähe von Hebron das Feuer auf jüdische Siedler eröffnet. Dabei wurden vier Menschen getötet, unter ihnen eine schwangere Frau. Es war der schwerste Anschlag auf Siedler im Westjordanland seit März 2006.
Unmittelbar nach seiner Ankunft in der US-Hauptstadt kündigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an, der Tod der vier Zivilisten werde nicht ungesühnt bleiben. Nach Angaben eines Mitarbeiters ordnete er an, die Täter "ohne jegliche diplomatische Zurückhaltung" zu verfolgen.
Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad verurteilte den Anschlag ebenfalls scharf. Die Aktion stehe im Widerspruch zu den Interessen der Palästinenser und unterminiere alle Bemühungen um internationale Unterstützung.
An den Verhandlungen in Washington nimmt lediglich die Palästinenserführung aus dem Westjordanland teil. Die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas lehnt die Verhandlungen ab.
Siedler wollen weiterbauen
In Hebron kam es am Mittwoch zu Ausschreitungen wütender Siedler, die Palästinenser mit Steinen bewarfen. Als Reaktion auf den Anschlag erklärte der israelische Siedlerrat den befristeten Baustopp im Westjordanland für beendet. Schon am Abend würden in allen Siedlungen des Westjordanlands die Bauaktivitäten wieder aufgenommen.
Der israelische Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten ist einer der grössten Streitpunkte der beginnenden Friedensgespräche. Bis Ende September hat die Israelische Regierung einen Baustopp für Siedlungen im Westjordanland verhängt.
Zu einer Verlängerung dieses Moratoriums ist Netanjahu offenbar nicht bereit. Dies habe der Ministerpräsident gegenüber US-Aussenministerin Hillary Clinton ausgeschlossen, hiess es aus seinem Umfeld.
Die Palästinenser hatten Israel mit Nachdruck aufgefordert, das Moratorium zu verlängern. Sie wollen die Friedensgespräche beenden, sollte Israel den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau im Westjordanland wieder in vollem Umfang aufnehmen.
Zum Auftakt der Gespräche traf Netanjahu in Washington mit US-Präsident Barack Obama zusammen. Obama empfing Netanjahu im Weissen Haus, teilte die Regierung mit.
-- 2010-09-01 21:49:25 [Quelle: SDA] |
| Freiburg mobilisiert im Internet gegen Cardinal-Schliessung |
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In Freiburg regt sich Widerstand gegen die geplante Schliessung der Brauerei Cardinal. Anders als 1996, als zehntausend Menschen auf der Strasse gegen einen ersten Schliessungsversuch demonstrierten, organisieren sich die Gegner nun im Internet.
Bereits 11"000 Personen haben bis am Abend (20.00 Uhr) auf dem Internet-Portal Facebook ihre Sympathie für die Ideen eines Komitees mit dem Namen "Sauvons Cardinal/Rettet Cardinal" bekundet. Auch auf der Internet-Plattform Twitter organisieren sich Gegner der Schliessung.
Das Komitee bildete sich bereits am Dienstag, als Cardinal-Besitzerin Feldschlösschen ankündigte, per Juni 2011 die traditionsreiche Freiburger Brauerei zu schliessen. Das Komitee besteht aus neun Personen und wird unterstützt von CVP-Nationalrätin Thérèse Meyer-Kaelin und dem Präsidenten der CVP Freiburg, Emanuel Waeber.
Mit dem Komitee gehe es darum, die Freiburger Bevölkerung für Cardinal zu mobilisieren und sie zu vereinigen, sagte Emmanuel Kilchenmann, Mitglied der Jungen CVP Freiburg und Mitbegründer des Komitees, am Mittwoch der Nachrichtenagentur SDA. Das Komitee wolle die Arbeit der Gewerkschaften oder die Rettungsbemühungen der Politik nicht ersetzen.
Komitee sieht zwei Wege
Auf der eigenen Internetseite schreibt das Komitee, es gebe zwei mögliche Wege zur Rettung von Cardinal: "Mit allen möglichen Mitteln" Druck aufsetzen auf Feldschlösschen sowie Verhandlungen aufnehmen mit dem Ziel, dass Freiburger Investoren und das Freiburger Volk Cardinal übernehmen.
Zu diesem Zweck hat das Komitee auf seiner Internetseite die Frage gestellt: "Wer ist bereit, Anteilscheine zu kaufen?". Bis Mittwochnachmittag kündigten nur wenige Menschen an, dafür ins Portemonnaie greifen zu wollen.
Am Mittwochnachmittag fand auch ein Treffen der Gewerkschaft Unia mit der Personalkommission von Cardinal statt. Entscheide lagen am Mittwochnachmittag noch nicht vor.
-- 2010-09-01 20:17:26 [Quelle: SDA] |
| Nach Irakkrieg konzentriert sich Obama auf die Wirtschaft |
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Mehr als 4400 tote US-Soldaten und Kosten von einer Billion Dollar: Die USA hätten im Irak-Krieg einen "hohen Preis" bezahlt, erklärte Präsident Barack Obama. Nach dem Abschluss des Kampfeinsatzes sei jetzt die Hauptaufgabe, die amerikanische Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Nach sieben Jahren und fünf Monaten erklärte Obama den immens teuren Irakkrieg offiziell für beendet. Die Kriegskosten von über 1000 Milliarden Dollar hätten zur enormen Schuldenlast der USA beigetragen, sagte er am Dienstagabend in einer Rede an die Nation (Ortszeit).
Das Land müsse sich nun den eigenen Problemen zuwenden und die marode US-Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Der Führungsanspruch der USA lasse sich dauerhaft nur durchsetzen, wenn es dem Land ökonomisch gut gehe, sagte Obama in der knapp 18-minütigen Rede.
Zwei Monate vor den Kongresswahlen Anfang November machte er klar, in dieser "Zeit grosser Unsicherheit für viele Amerikaner" werde er sich jetzt vorrangig um die schwierige Wirtschaftslage im eigenen Land kümmern.
Die Zukunft ihres Landes liege nun in den Händen der Iraker, sagte der US-Präsident. Dort wartet die Bevölkerung allerdings auch fast ein halbes Jahr nach der Parlamentswahl im März immer noch auf eine neue Regierung. Obama räumte ein, dass es nach wie vor Gewalt im Irak gebe. Auch der Kampf gegen das Terrornetz Al-Kaida gehe weiter.
Deshalb bleiben nach dem Abzug der Kampftruppen rund 50"000 US-Soldaten im Land, um irakische Sicherheitskräfte auszubilden und bei Anti-Terror-Einsätzen zu unterstützen. Sie sollen bis Ende 2011 abziehen.
Neuer Kommandant
Vizepräsident Joe Biden verkündete bei einer Zeremonie auf dem US-Stützpunkt Camp Victory nahe Bagdad den offiziellen Beginn der als Stabilisierungseinsatz bezeichneten Mission "New Dawn" (Morgendämmerung). Der bisherige Kommandant der US-Streitkräfte im Irak General Raymond Odierno übergab das Kommando an seinen Nachfolger General Lloyd Austin.
Die USA hatten den Irak-Krieg im März 2003 ohne UNO-Mandat begonnen. Die offizielle Begründung war die Behauptung Washingtons, dass der Irak im Besitz von Massenvernichtungswaffen sei. Diese Waffen wurden allerdings nie gefunden. Der Krieg kostete nach Angaben des Pentagon mindestens 112"000 irakischen Zivilisten das Leben.
-- 2010-09-01 18:20:48 [Quelle: SDA] |
| Jean-Daniel Gerber unterbreitet Leuthard sein Rücktrittsschreiben |
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Nach sieben Jahren an der Spitze des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) tritt Jean-Daniel Gerber auf Ende März 2011 zurück. Der 64-Jährige unterbreitete Wirtschaftsministerin Doris Leuthard am Dienstag sein Rücktrittsschreiben, wie das SECO am Mittwoch mitteilte.
Gerber machte in seinem Schreiben keine Angaben darüber, ob er in Pension geht oder eine neue berufliche Herausforderung annimmt. Beim SECO hiess es lediglich, dass Gerbers Rücktritt fünf Monate vor dem 65. Geburtstag in Zusammenhang mit seiner Zukunftsplanung stehe.
Nicht nur "dolce far niente"
In einem Interview mit der Zeitung "Sonntag" hatte Gerber vor zwei Wochen erklärt, dass sein Alltag nach Erreichen des Rentenalters wohl aus einer Mischung zwischen Weiterarbeiten und "Dolce far niente" bestehen werde. Die Waagschale werde aber eher zugunsten des Ersteren neigen.
An der Spitze des SECO steht Gerber seit April 2004. Davor hatte er von 1998 bis 2003 das damalige Bundesamt für Flüchtlinge geführt. Zwischen 1993 und 1997 hatte er bei der Weltbank als Exekutivdirektor gewirkt.
In den Bundesdienst eingetreten war der bilingue aufgewachsene Gerber im Jahr 1973 als Experte für Entwicklungsfragen. Gerber ist studierter Volkswirt und erhielt 2008 von der Universität Bern die Ehrendoktorwürde.
Dank an den Bundesrat
In seinem Rücktrittsschreiben dankt Gerber dem Bundesrat für das Vertrauen, das ihm "in herausfordernder und turbulenter Zeit" entgegengebracht worden sei.
Besonders in Erinnerung bleibe ihm seine Arbeit bei der Weltbank als erster Exekutivdirektor der Schweiz. Damals sei die Institution unter vehementer Kritik aus Umweltschutzkreisen gestanden.
Nicht vergessen werde er auch seine Tätigkeit als Direktor des Bundesamts für Flüchtlinge während der Bosnien- und Kosovokriege, sowie sein Wirken im SECO zur Überwindung der Finanz- und Weltwirtschaftskrise, schreibt der Staatssekretär weiter.
-- 2010-09-01 16:48:59 [Quelle: SDA] |
| "Black Swan" eröffnet Filmfestival Venedig |
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Der Psychothriller "Black Swan" des New Yorkers Darren Aronofsky hat am Mittwoch in Venedig das Rennen um den Goldenen Löwen eröffnet. Vor zwei Jahren hatte Aronofsky den Wettbewerb mit "The Wrestler" für sich entschieden.
Vom Ringer-Drama mit Mickey Rourke ist "Black Swan" weit entfernt. Im Zentrum des blutigen Intrigen-Reigens in einer New Yorker Ballettkompagnie steht eine Schauspielerin, die beim Festival am Mittwoch bereits vor der abendlichen Galaeröffnung die versammelten Medien begeisterte: Natalie Portman.
In "Black Swan" ist sie als extrem ehrgeizige und talentierte Tänzerin Nina auserwählt, in einer "Schwanensee"-Choreographie den weissen wie auch den schwarzen Schwan zu tanzen. Und dies, obwohl die dunkle Seite - das Natürliche und Verführerische, aber auch Destruktive - der fragilen Frau abgeht.
In dem Ensemble, das unter enormem Erfolgsdruck steht und Stress bis aufs Blut kennt, taucht eine Konkurrentin (Mila Kunis) auf. Ein Reigen wilder Szenen und Alpträume im Kampf um die Spitzenplätze im Spitzentanz zeigt ein knallhartes Gewerbe, während auf der Bühne anmutig getanzt wird.
Kaum ist eine ausgebootet, da gerät bereits die Nachfolgerin unter Druck. Doch der Film mischt zu viel Blut ins Drama. Nur Natalie Portman erhebt darin schon mal Anspruch auf einen Preis.
Schweiz ist Zaungast
Im Hauptwettbewerb warten 24 Streifen darauf, bis zum 11. September ins Rennen um den begehrten Goldenen Löwen zu gehen. Beiträge mit Schweizer Beteiligung gibt es nur im "Orizzonti"-Wettbewerb.
Der Spielfilm "Nainsukh" des indischen Regisseurs Amit Dutta ist eine Produktion des Zürcher Museums Rietberg. Und Eleonore Meier hat den Kurzfilm "Man in a Room" des in den USA lebenden Regisseurs mexikanischer Herkunft, Rafael Palacio Illingworth, produziert.
-- 2010-09-01 15:30:26 [Quelle: SDA] |
| Amtshilfeverordnung wird auf 1. Oktober in Kraft gesetzt |
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Wenn ein Amtshilfegesuch auf gestohlenen Bankdaten beruht, leistet die Schweiz keine Amtshilfe. So steht es in der Amtshilfeverordnung. Der Bundesrat hat diese am Mittwoch verabschiedet und auf den 1. Oktober in Kraft gesetzt.
Die Verordnung regelt die Umsetzung der Amtshilfebestimmungen in den neuen oder revidierten Doppelbesteuerungsabkommen. Die Schweiz tritt laut der Verordnung nur auf ein Gesuch ein, wenn dieses dem Grundsatz von Treu und Glauben entspricht.
Beruht ein Gesuch auf Informationen, die durch strafbare Handlungen beschafft oder weitergeleitet wurden, wird es abgewiesen. Weitere zentrale Voraussetzungen sind detaillierte Angaben zur zweifelsfreien Identifikation der betroffenen Person und des Informationsinhabers.
Bei Ermittlungen ins Blaue hinaus - so genannten "fishing expeditions" - leistet die Schweiz keine Amtshilfe. Die Verfahrensrechte der Betroffenen bleiben in jedem Fall vollumfänglich gewahrt.
Keine Rückwirkung
Die Verordnung kommt bei allen Amtshilfegesuchen im Rahmen von neuen oder revidierten Doppelbesteuerungsabkommen zur Anwendung, die nach dem Erlass der Verordnung in Kraft treten. Für alte Abkommen gelten die bestehenden Verfahrensvorschriften.
In der Anhörung hatten Wirtschaftsverbände, Behörden sowie Organisationen, Parteien und weitere Interessierte der Verordnung mehrheitlich zugestimmt. Einig waren sich die Teilnehmenden darin, dass die Verordnung möglichst rasch durch ein Amtshilfegesetz abgelöst werden soll. Die Arbeiten für das neue Gesetz sind bereits in Gang.
Im Frühjahr 2009 hatte der Bundesrat beschlossen, bei der internationalen Amtshilfe in Steuersachen den OECD-Standard zu übernehmen. Seither hat die Schweiz mit über zwei Dutzend Staaten neue oder revidierte Doppelbesteuerungsabkommen ausgehandelt.
-- 2010-09-01 13:42:34 [Quelle: SDA] |
| Coop verlegt Warentransporte von der Strasse auf die Schiene |
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Coop übernimmt das Logistikunternehmen railCare AG mit Sitz in Härkingen SO. Mit dessen Cargo-Pendelzügen will der Grossverteiler die Verlagerung von Warentransporten von der Strasse auf die Schiene beschleunigen.
Coop übernehme das gesamte Aktienkapital und alle 50 Angestellten von railCare, teilte die Nummer 2 des Schweizer Detailhandels am Mittwoch mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die operative Leitung von railCare obliegt weiterhin Philipp Wegmüller. RailCare kann seine Dienstleistungen weiterhin auch Dritten anbieten.
Junge Firma mit schwarzen Zahlen
Die railCare AG besteht erst seit September 2009. Das Unternehmen setzt drei Pendelzüge ein, die täglich rund um die Uhr auf den drei Strecken Landquart GR-Daillens VD, Frauenfeld TG-Daillens und Roggwil BE-Visp VS verkehren. Zusammengestellt werden die Züge aus zugemietetem Rollmaterial.
Diese Pendelzüge für Gütercontainer sind laut Wegmüller mit 240 Metern weniger als halb so lang wie normale Güterzüge. Zugleich sind sie schnell wie S-Bahnen und können deshalb Slots zwischen zwei solchen benützen. Dank dieser Vorteile können die Züge ähnlich den Interregio-Personenzügen unterwegs grössere Zentren bedienen.
Die railCare AG erzielt laut Wegmüller einen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe. Konkretere Angaben machte er jedoch nicht. Das Unternehmen schreibe zudem schwarze Zahlen.
Coop war schon bisher Kunde bei railCare und setzt seine neue Tochter nun zunächst für die Belieferung der Coop Supermärkte mit Tiefkühlware ab den Verteilzentralen Givisiez FR und Hinwil ZH sowie für die Belieferung von Coop-Pronto-Verkaufsstellen ein.
Später sollen auch die Verteilzentren Gwatt BE und Rupperswil ins neue System integriert werden. Ziel ist, dass dereinst Transporte über eine Distanz von mehr als 90 Kilometer über die Cargo-Pendelzüge erfolgen. Dadurch sollen pro Jahr rund vier Millionen Strassenkilometer vermieden und der CO2-Ausstoss um über 3000 Tonnen verringert werden, wie Coop schreibt.
-- 2010-09-01 12:22:47 [Quelle: SDA] |
| Das Zürcher Medienhaus Tamedia steigert Umsatz und Gewinn |
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Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat im ersten Halbjahr 2010 Umsatz und Gewinn trotz stagnierender Werbeeinnahmen erhöht. Profitieren konnte Tamedia namentlich von neu erworbenen Medien und Massnahmen zur Kostensenkung.
Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht um 2,4 Prozent auf 386,4 Mio. Franken, wie Tamedia am Mittwoch mitteilte. Dieses Wachstum sei insbesondere auf neu erworbene Medien wie search.ch, "Zürcher Unterländer" und "Zürichsee-Zeitung" zurückzuführen.
Erneut einen Umsatzrückgang hingegen verzeichneten die "Berner Zeitung" und der "Tages-Anzeiger". Erfreulich für Tamedia verlief die Entwicklung der Berner Tageszeitung "Bund", der erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt ein ausgeglichenes Ergebnis aufweist.
Dank der im Vorjahr ergriffenen Kostensenkungsmassnahmen kletterte das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) um 154,4 Prozent auf 66,1 Mio. Franken, wie Tamedia weiter mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT (vor Zinsen und Steuern) stieg von 9,1 Mio. auf 48,8 Mio. Franken.
Das Ergebnis der weitergeführten Bereiche betrug 49,9 Mio. Fr. nach 5,7 Mio. im Vorjahr. Aus der neu erworbenen Beteiligung von 49,9 Prozent an der Presse Publications SR, welche die wesentlichen Schweizer Medienaktivitäten des Westschweizer Medienkonzerns Edipresse umfasst, flossen 10,8 Mio. Fr. in das Ergebnis ein.
Nicht in den weitergeführten Bereichen enthalten sind insbesondere die Aktivitäten der "Thurgauer Zeitung", die Mitte April 2010 an die NZZ-Mediengruppe veräussert wurde. Das Gesamtergebnis inklusive nicht weitergeführter Bereiche lag bei 52,5 Mio. Fr. nach 0,8 Mio. im Vorjahr.
-- 2010-09-01 09:04:24 [Quelle: SDA] |
| Feldschlösschen schliesst Cardinal-Brauerei in Freiburg |
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Die traditionsreiche Brauerei Cardinal in Freiburg wird im Juni 2011 geschlossen. Das Cardinal-Bier wird weiterhin produziert, aber ab diesem Zeitpunkt bei Feldschlösschen in Rheinfelden AG.
57 der Angestellten in Freiburg erhalten von der Feldschlösschen-Gruppe, zu der Cardinal gehört, in den nächsten Tagen ein Angebot für eine neue Stelle. Die übrigen 18 werden vorzeitig pensioniert, wie Feldschlösschen-Chef Thomas Metzger am Dienstag in Freiburg vor den Medien bekanntgab. Nach der Schliessung will Feldschlösschen das Areal in Freiburg verkaufen.
Folge eines dänischen Entscheids
Feldschlösschen begründet den Entscheid mit einem Beschluss der Carlsberg-Gruppe, zu der die Schweizer Nummer 1 im Biergeschäft seit 2000 gehört. Das dänische Mutterhaus habe entschieden, die bisher in Rheinfelden angesiedelte Produktion von alkoholfreiem Exportbier ins Elsass zu Kronenbourg zu verlagern.
Hinter diesem Entscheid stehen laut Metzger die Globalisierung des Handels, der damit steigende Druck auf die Profitabilität, der rückläufige Bier-Konsum in Westeuropa und Überkapazitäten in diesem Gebiet. Kronenbourg könne zudem billiger produzieren als Feldschlösschen, sagte Metzger auch.
Dazu kommt, dass bei Cardinal in den letzten Jahren die Anlagen nur zu 40 Prozent ausgelastet waren.
In dieser Situation habe es betriebswirtschaftlich gesehen nichts anderes gegeben, als die Bierproduktion in Rheinfelden zu konzentrieren, so Metzger. Die ins Elsass ausgelagerte Bierproduktion entspricht etwa der bisher in Freiburg gebrauten Menge.
An der Marke Cardinal - der Nummer 2 in der Schweiz - will Feldschlösschen nicht rütteln: Cardinal bleibe "ein wichtiger Pfeiler im umfassenden Bierportfolio", teilte das Aargauer Unternehmen mit. Die zahlreichen Sponsoringverträge von Cardinal würden weitergeführt.
Um in Freiburg Entlassungen zu vermeiden, werde es auch an anderen Unternehmensstandorten in der Schweiz zu vorzeitigen Pensionierungen kommen. Kündigungen könnten vermieden werden, wenn die Freiburger Angestellten die Jobangebote in Rheinfelden und an anderen Standorten annänhmen.
Schockiert
Der Freiburger Staatsrat reagierte überrascht und schockiert. Die Kantonsregierung wird die Geschäftsleitung von Feldschlösschen auffordern, auf die Schliessung der Brauerei Cardinal per Juni 2011 zu verzichten, wie Staatsratspräsident Beat Vonlanthen am Dienstag bekanntgab.
Das Personal der Brauerei Cardinal ist laut der Gewerkschaft Unia "schockiert". Die Mehrheit der Angestellten traf sich am Dienstagnachmittag zu einer Aussprache. Kampfmassnahmen wurden nicht beschlossen.
-- 2010-08-31 18:52:12 [Quelle: SDA] |
| Bohrungen zur Rettung der Verschütteten in entscheidender Phase |
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Die Bemühungen um die Rettung der 33 verschütteten Bergleute in Chile sind in ihre entscheidende Phase getreten. Am Dienstag begann ein Spezialbohrer, sich einen Weg zu den seit fast vier Wochen in 700 Metern Tiefe eingeschlossenen Kumpel zu bahnen.
Diese werden während den Bohrungen bis zu 4000 Tonnen herabfallende Gesteinsbrocken wegräumen müssen - und wohl noch bis Weihnachten auf ihre Rettung warten. Sie sitzen seit einem Grubenunglück am 5. August im Bergwerk San José in der Atacama-Wüste fest.
Sie sind damit die Bergleute, die weltweit bislang am längsten unter Tage ausharren mussten. Im vergangenen Jahr verbrachten drei Kumpel in China 25 Tage in einer überfluteten Mine, bevor sie gerettet wurden. Diese Marke übertrafen die Chilenen am Dienstag.
Um 4.25 Uhr (MESZ) begann abgeschirmt von den bangen Blicken der Angehörigen und auch der Medien der Bohrer seine Arbeit. Er bohrt zunächst einen nur 33 Zentimeter breiten Schacht zu den eingeschlossenen Bergleuten. Erst ein weiterer Spezialbohrer kann diesen dann auf die doppelte Breite bringen.
Dann ist der Schacht breit genug, um mit einer Rettungskapsel die Bergleute nacheinander bergen zu können. Das Bohrgerät kann pro Tag zwischen 8 und 20 Meter in die Tiefe vordringen. Die Helfer müssen dabei mit äusserster Vorsicht vorgehen, da weitere Einstürze in der instabilen Grube drohen.
Hilfe von der NASA
Die eingeschlossenen Männer in dem 50 Quadratmeter grossen Schutzraum kämpfen unterdessen in der feuchten und heissen Luft unter Tage mit ersten Krankheiten. Einige leiden nach Angaben von Gesundheitsminister Jaime Mañalich an Infektionen und Hautgeschwüren. Zudem zeigten einige Anzeichen von Depressionen.
Unterstützung in Gesundheitsfragen soll von vier Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA kommen, die unterdessen in Chile eingetroffen sind. Sie sollen ihre Erfahrungen mit Astronauten nutzen, wenn diese lange im All sind. "Die Umgebung mag anders sein, aber mental und physisch ist es eine vergleichbare Situation", sagte NASA-Chefmediziner Michael Duncan.
Personelle Konsequenzen
Nach dem Unglück gab es erste personelle Konsequenzen. Raúl Martínez, der für die Region Atacama zuständige Vertreter des Gesundheitsministeriums, erklärte am Montag seinen Rücktritt.
Angst vor Lohneinbussen
Die Bergbauunternehmen sind sehr einflussreich, weil sie mehr als die Hälfte der Devisen des Landes erwirtschaften. Die Regierung kündigte nach dem Unglück in San José am Wochenende die Schaffung einer neuen Aufsichtsbehörde an.
-- 2010-08-31 15:54:22 [Quelle: SDA] |
| Greenpeace stoppt Erkundungsbohrungen in der Baffin-Bucht |
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Greenpeace-Aktivisten sind am Dienstag in der eisigen Baffin-Bucht vor Grönland auf eine Ölplattform geklettert und haben damit Erkundungsbohrungen gestoppt.
Wie die Umweltorganisation in Kopenhagen mitteilte, sollte mit der Aktion die Suche nach Öl und Gas in den ökologisch hochempfindlichen arktischen Gewässern gestört werden.
"Statt die Ölkonzerne auf die Jagd nach den allerletzten Öltropfen in den empfindlichsten Gewässern der Welt gehen zu lassen, sollten die Regierungen in aller Welt auf den Ausbau umweltfreundlicher Energietechnik setzen", sagte der dänische Greenpeace-Sprecher für Klimafragen, Jon Burgwald.
Die Aktivisten der Organisation waren nach eigenen Angaben von ihrem Schiff "Esperanza" 175 Kilometer vor der Disko-Insel vor der Westküste Grönlands auf Gummiboote umgestiegen. Dann hätten sich vier Aktivisten an Polizei-Booten vorbei Zugang zu einer Bohrinsel des Unternehmens Cairn Energy in der Baffinbucht verschafft und einige Zelte im Unterbau der Plattform errichtet.
An den als erfolgversprechend geltenden Bohrungen vor Grönland sind so gut wie alle grossen Ölkonzerne beteiligt. Das Unternehmen BP hat sich in diesem Monat als Reaktion auf die Katastrophe im Golf von Mexiko von der heftig umstrittenen Ölsuche zurückgezogen.
-- 2010-08-31 13:53:28 [Quelle: SDA] |
| Umweltzonen mit Auto-Vignettensystem in Schweizer Städten geplant |
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Auch in Schweizer Städten sollen Umweltzonen zugelassen werden, die nur noch von "sauberen" Autos befahren werden dürfen. Der Bund hat am Dienstag die neue Verordnung in die Anhörung geschickt, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mitteilte.
Was in zahlreichen europäischen Städten bereits Realität ist, soll künftig auch in der Schweiz möglich sein: die Schaffung von Zonen, die nur von Autos mit einem vergleichsweise geringen Schadstoffausstoss befahren werden dürfen. Damit soll die Luftqualität verbessert werden.
Mit diesem Vorstoss kommt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) dem Wunsch einzelner Kantone entgegen. Namentlich die Kantone Genf und Tessin sind daran interessiert, solche Zonen einzurichten.
Das ASTRA hat nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt die entsprechenden Verordnungsentwürfe ausgearbeitet und in die Anhörung geschickt. Diese dauert bis zum 26. November. Die Anhörung umfasst auch eine Änderung der Signalisationsverordnung. Neu wird ein Signal "Umweltzone" geschaffen.
Verschiedene Emissionskategorien
Kernstück der vorgesehenen Neuregelung ist die Einführung eines Vignettensystems, das die Motorfahrzeuge in verschiedene Emissionskategorien einteilt, wie das ASTRA schreibt. Damit können die kantonalen Behörden bestimmen, welche Fahrzeuge eine Umweltzone befahren dürfen und welche nicht. Autos mit übermässigem Ausstoss von Luftschadstoffen - vor allem Stickoxide und Feinstaub - können so aus diesen Zonen verbannt werden.
Es wird aber Ausnahmen geben. Polizeifahrzeuge zum Beispiel oder Ambulanzen auf dringlichen Dienstfahrten, Fahrzeuge der Armee oder des diplomatischen Corps sind von der neuen Regelung ausgenommen.
Für die Einrichtung von Umweltzonen sind gemäss Verordnungsentwurf die Kantone zuständig. Diese können entscheiden, ob und in welchem Umfang sie solche Gebiete ausscheiden möchten.
Preisfrage noch offen
Noch offen ist nach Auskunft des ASTRA die Frage des Vignetten-Preises. Es obliege den Kantonen festzulegen, ob und wieviel sie verlangen wollten, sagte eine ASTRA-Sprecherin.
Schon beziffert werden hingegen die Bussen. Mit mindestens 500 Franken muss rechnen, wer die Vignette an einem anderen Fahrzeug anbringt als an jenem, für welches die Vignette ausgestellt wurde. Wer ohne Vignette in einer Umweltzone unterwegs ist oder parkiert, muss mit bis zu 100 Franken Busse rechnen.
-- 2010-08-31 11:35:19 [Quelle: SDA] |
| Emmi steigert Gewinn trotz Umsatzrückgang um über ein Fünftel |
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Emmi hat mit seinen Milchprodukten im ersten Halbjahr 2010 gut verdient. Der Reingewinn kletterte um 21,5 Prozent auf 39,9 Mio. Franken. Der Umsatz jedoch stagnierte, trotz einem deutlichen Wachstum im Ausland.
Wie Emmi am Dienstag mitteilte, ging der Umsatz um 0,5 Prozent auf 1,275 Mrd. Fr. zurück. Kleiner geworden sind dabei die Absätze in der Schweiz, wo der Umsatz mit 932,2 Mio. Fr. um 2,8 Prozent geringer ausfiel als im ersten Halbjahr 2009.
Der grösste Schweizer Milchverarbeiter erklärt das Minus damit, dass der Rohstoff Milch billiger geworden ist. Der mengenmässige Umsatzrückgang in der Schweiz war mit 0,5 Prozent kleiner als der wertmässige.
Emmi generierte auf dem Heimmarkt vor allem mit Produkten mit höherer Marge ein Umsatzwachstum. Sehr erfreulich sei nach wie vor, wie sich Frischprodukte wie Caffè Latte entwickelten.
Günstiger ausländischer Käse
Als nicht ganz zufriedenstellend bezeichnet Emmi das Käsegeschäft in der Schweiz, das um 3,9 Prozent schrumpfte. Angeführt werden der Preisdruck und die ausländischen Käse, die wegen des tiefen Euro günstig in die Schweiz gelangen.
Im Ausland war Emmi dagegen weiter auf Wachstumskurs, vor allem mit dem Käse. Der Umsatz nahm um 6,5 Prozent auf 343,0 Mio. Fr. zu. Währungsbereinigt betrug das Plus 9,4 Prozent, mengenmässig 7,2 Prozent. Grösster Auslandsmarkt sind die USA.
Zufrieden ist Emmi mit dem Ertrag. Die Bruttogewinnmarge stieg von 31,4 auf 33,1 Prozent. Der Milchverarbeiter führt dies auf einen optimierten Produktemix sowie auf Massnahmen zur Effizienzsteigerungen zurück.
Der Betriebserfolg vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 35,7 Prozent auf 60,7 Mio. Franken. Mit dem Gewinn von 39,9 Mio. Fr. gegenüber den 32,8 Mio. Fr. vom Vorjahr konnte die Reingewinnmarge von 2,6 auf 3,1 Prozent gesteigert werden.
-- 2010-08-31 10:28:33 [Quelle: SDA] |
| Implenia verdoppelt Gewinn und kauft Sulzer Immobilien |
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Der grösste Schweizer Baukonzern Implenia hat dem Umsatz im ersten Halbjahr leicht und den Gewinn deutlich verbessert. Das Unternehmen setzt einen Fokus auf Winterthur und kauft die Sulzer Immobilien AG.
Implenia übernimmt neben Immobilien und Grundstücken der Firma deren Entwicklungsbereich mit den Mitarbeitenden. Der Kaufpreis betrage 82,1 Mio. Franken, teilten beide Unternehmen am Dienstag mit. Den Gebäudeunterhalt verkauft Sulzer mit allen Angestellten für 2,5 Mio. Fr. an die Auwiesen Immobilien AG.
Der Winterthurer Industriekonzern schliesst damit den Verkauf aller nicht betriebsnotwendiger Immobilien inklusive Grundstücken in der Schweiz ab.
Implenia erwirbt unter anderem rund 230"000 Quadratmeter Grundstücksflächen in Industrie- und Zentrumszonen im Sulzer-Areal in der Stadtmitte von Winterthur und in Oberwinterthur. Mit der Investition will Implenia auch das Geschäftsfeld Projektentwicklung ausbauen.
Vorwiegend dank der Projektentwicklung sowie der Bauproduktion nahm der Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent auf 1,062 Mrd. Fr. zu. Der Reingewinn verdoppelte sich von 6,2 auf 12,5 Mio. Franken.
Sämtliche Konzernbereiche seien gut unterwegs, weshalb Implenia den kommenden Monaten mit Zuversicht entgegenblicke. Das Konzernergebnis sollte laut Communiqué über dem Vorjahreswert zu liegen kommen. Implenia stützt sich bei der Prognose vor allem auf den Auftragsbestand, der mit 3,5 (Vorjahr: 3,3) Mrd. Fr. weit über das laufende Jahr hinausreiche.
-- 2010-08-31 07:50:19 [Quelle: SDA] |
| Hurrikan "Earl" gewinnt weiter an Stärke |
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Der Hurrikan "Earl" hat auf seinem Weg durch die Karibik weiter an Stärke zugenommen. Der Hurrikan sei auf Kategorie vier hochgestuft worden, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami mit.
Wirbelstürme der zweithöchsten Stufe können nach Angaben der Meteorologen "katastrophale Schäden" verursachen. Gegen 23.00 Uhr (MESZ) hatte "Earl" Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 Stundenkilometern erreicht.
Das Auge des Sturms befand sich etwa 180 Kilometer nordöstlich von San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico. Mit einer Geschwindigkeit von 24 Stundenkilometer bewegte er sich in west-nordwestlicher Richtung. Das Nationale Hurrikan-Zentrum warnte, "Earl" könne am Dienstag noch weiter an Stärke zulegen.
-- 2010-08-31 01:12:12 [Quelle: SDA] |
| Technische Probleme bei Rettungsbohrungen - Start verzögert |
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Sie sind in 700 Meter Tiefe eingeschlossen, mit 30 Grad ist es unerträglich heiss. Die 33 Bergleute, die in Chile unter der Erde gefangen sind, brauchen viel Geduld und Leidensfähigkeit - denn ihre Rettung wird noch lange dauern.
Auch am Montag konnte die Bohrung eines Rettungsschachtes zunächst nicht wie geplant in Angriff genommen werden. Technische Probleme verzögerten den Einsatz des Spezialbohrers.
Ausserdem wurden noch ein besonderer Bohrkopf und ein weiterer, stärkerer Motor aus Deutschland an der Mine San José erwartet, sagte ein Sprecher des Minenministeriums. Damit solle die Bohrung beschleunigt und die Leidenszeit der Kumpel verkürzt werden.
Rettung dauert Monate
Allerdings wird es bis zu vier Monate dauern, bis die seit dem 5. August in 700 Meter Tiefe eingeschlossenen Kumpel an die Oberfläche geholt werden können.
Der Spezialbohrer Strata 950 kämpft sich Tag für Tag nur 8 bis 15 Meter tiefer durch das harte Gestein. Der entstehende Kanal ist etwa 40 Zentimeter breit und wird in einem zweiten Bohrgang auf 66 bis 70 Zentimeter erweitert. Dann sollen die Männer in einem Korb einer nach dem anderen nach oben gezogen werden.
Besonders während des zweiten Bohrgangs werden tausende Tonnen Geröll in der Röhre nach unten fallen und von den eingeschlossenen Bergarbeitern zur Seite geräumt werden müssen. Dafür verfügten sie aber über die notwendigen Maschinen, berichteten chilenische Medien.
Zweite Bohrung geplant
In einigen Tagen könnte noch eine zweite Bohrung beginnen, die mit einem anderen Bohrer auf einen 100 Meter höher gelegenen Punkt in dem weit verzweigten Stollensystem der Kupfer- und Goldmine San José in der Atacama-Wüste zielt. Die Retter hoffen, die Kumpel auf diesem Wege eventuell schon nach zwei Monaten an die Oberfläche holen zu können.
Den Männern unter Tage geht es den Umständen entsprechend gut. Sie werden durch eine enge Versorgungsröhre mit Lebensmitteln, Getränken, Medikamenten und Nachrichten von ihren Angehörigen versorgt. Einige leiden jedoch einem Bericht der spanischen Zeitung "El País" zufolge unter Alkohol- und Tabakentzug.
-- 2010-08-30 22:14:13 [Quelle: SDA] |
| SRG besetzt Spitzenposten - Weiteres Sparpaket beschlossen |
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Der Verwaltungsrat der SRG hat am Montag das Team zusammengestellt, das die deutschsprachigen Radio- und Fernsehprogramme in die Konvergenz-Ära führen soll. Zudem beschloss er ein neues Sparpaket in der Höhe von 20 Millionen Franken pro Jahr.
Auf Antrag des Regionalvorstands der SRG Deutschschweiz wählte der Verwaltungsrat Diego Yanez zum neuen Chefredaktor TV und Lis Borner zur Chefredaktorin Radio. Leiter der Abteilung Programme wird Hansruedi Schoch, die Kultur verantwortet Nathalie Wappler, Sportchef wird Urs Leutert.
Die neue Crew wird zusammen mit "Superdirektor" Rudolf Matter Anfang nächsten Jahres die Konvergenz-Ära einläuten. Der damalige Radio-DRS-Chefredaktor war im Juni zum Direktor des neuen Unternehmens Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) gewählt worden.
Unter einem Dach
Matter leitete auch das Auswahlverfahren, wie die SRG schreibt. Die neue Geschäftsleitung unter seiner Führung übernimmt das Ruder am 1. Januar 2011. Ab diesem Tag gibt es weder Schweizer Fernsehen SF noch Radio DRS, sondern nur noch Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Für Radio und Fernsehen gibt es aber immer noch zwei separate Chefredaktionen.
Ebenfalls am Montag hat der Verwaltungsrat ein weiteres Sparpaket in der Höhe von 20 Mio. Franken beschlossen. Umgesetzt werden sollen die Einsparungen bei den Löhnen, durch Kürzungen in verschiedenen Bereichen und einen Abbau bei Events und Medienpartnerschaften.
Ziel sind Einsparungen von 58 Mio. Franken. Diesen Betrag hat die SRG als machbar errechnet. Bereits umgesetzt werden Sparpakete von über 100 Mio. Franken pro Jahr. Einen Programmabbau soll es nicht geben.
Um dieses vom Bundesrat formulierte Ziel umzusetzen, hat der Verwaltungsrat ein Team von erfahrenen SRG-Mitarbeitern ausgesucht. Der 44-jährige Hansruedi Schoch, der auch Stellvertreter des SRF-Direktors wird, ist seit Oktober 2009 Chefredaktor des Schweizer Fernsehens.
-- 2010-08-30 19:38:51 [Quelle: SDA] |
| Bratislava: Amokläufer tötet sechs Menschen - 19 Verletzte |
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Ein Amokläufer hat in der slowakischen Hauptstadt Bratislava nach Angaben der Rettungskräfte mindestens sechs Menschen und vermutlich sich selbst getötet. 19 Personen wurden zudem verletzt.
Unter den Toten waren vier Frauen und zwei Männer. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar. Die Polizei gab zunächst keine Stellungnahme ab und kündigte eine Medienkonferenz an.
Ein Mann soll nach ersten Berichten ausserhalb des historischen Zentrums im Stadtteil Devinska Nova gegen 10 Uhr am Montagmorgen mit einer Maschinenpistole und einem Gewehr auf Menschen und Fenster geschossen haben.
Augenzeugen berichteten im Fernsehen, dass der Amoklauf auf einer belebten Strasse in der Nähe eines Kindergartens und eines Supermarktes erfolgte. Slowakische Medien zitierten einen Zeugen, der von einem 15-jährigen Drogenabhängigen als Täter sprach. Dieser habe sich nach seiner Tat selbst erschossen.
Ein Grossaufgebot an Polizei und Rettungskräften kam zum Tatort. Die Anwohner wurden per Lautsprecher aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster zu meiden. Unter den Verletzten soll auch ein dreijähriges Kind sein.
-- 2010-08-30 15:09:39 [Quelle: SDA] |
| Uneinigkeit der Sozialpartner zu ALV-Abzügen auf hohen Löhnen |
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SP, Grüne, EVP, CSP und Gewerkschaften möchten die Arbeitslosenversicherung (ALV) ausschliesslich mit höheren Lohnabzügen sanieren. Ihre Forderung, dass auch auf Lohnanteilen über 315"000 Franken Abzüge bezahlt werden müssen, stösst bei den Arbeitgebern auf Ablehnung.
Nach Ansicht der Grünen, der SP, der EVP, der CSP und der Gewerkschaften ist die 4. ALV-Revision, die am 26. September an die Urne gelangt, keine ausgewogene Vorlage. Das einfache Volk und der Mittelstand würden die Zeche für eine verfehlte Politik gleich dreifach bezahlen, sagte SP-Präsident Christian Levrat am Montag vor den Medien in Bern.
Levrat spielt damit auf den Mechanismus an, mit dem die ALV heute finanziert ist: Bis zu einem Einkommen von 126"000 Franken bezahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber heute gemeinsam 2 Prozent. Auf Lohnanteilen, die darüber liegen, fallen keine ALV-Abzüge an.
Die Versicherung, die bis Ende Juni 7 Milliarden Franken Schulden angehäuft hat, soll nun mit einer Erhöhung der Lohnabzüge um 0,2 Prozent auf allen Einkommen bis 126"000 Franken saniert werden. Bis die Schulden getilgt sind, würde auf Löhnen von 126"00 bis 315"000 Franken zudem ein Solidaritätsprozent erhoben.
Damit würden jährliche Mehreinnahmen von 650 Millionen Franken generiert. Weitere 620 Millionen Franken sollen über Leistungskürzungen eingespart werden.
Nach Ansicht der Gewerkschaften, der linken Parteien und der EVP wären diese Einsparungen hinfällig, wenn die Abzüge auf den gesamten Löhnen erhoben würden - also auch auf Lohnanteilen, die über 315"000 Franken liegen.
Arbeitgeber gegen mehr Umverteilung
Wie die Arbeitgeber an einer Medienkonferenz vom Montag deutlich machten, halten sie nichts von Beiträgen auf dem Gesamtlohn. Mit Aufhebung des Plafonds bei den ALV-Beiträgen würde der Versicherungscharakter ausgehöhlt und immer mehr Umverteilung betreiben, sagte der Thurgauer Unternehmer und SVP-Nationalrat Peter Spuhler.
Ausserdem reiche das so gewonnene Geld nicht aus, um die Arbeitslosenversicherung auf eine gesunde Basis zu stellen. Die Gewerkschaften würden bei den Zahlen "bewusst tricksen".
Laut den Vertretern des Arbeitgeberverbandes würde ein Nein an der Urne eine Erhöhung der ALV-Beiträge auf 2,5 Lohnprozente nach sich ziehen.
-- 2010-08-30 13:35:47 [Quelle: SDA] |
| Spezialkräfte beenden Bagger-Blockade in Stuttgart |
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Spezialkräfte der Polizei haben am Montagvormittag die Besetzung eines Grossbaggers vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof durch Stuttgart-21-Gegner beendet. Mit Hebebühnen wurden die drei Aktivisten von dem Baufahrzeug geholt.
Die Aktion sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Besetzer würden in Gewahrsam genommen und angezeigt. Das Trio hatte sich etwa fünf Stunden lang an dem Bagger festgekettet, mit dem der Nordflügel des Bahnhofs abgerissen wird. Die Aktivisten entrollten auf dem Bagger ein Transparent mit den Worten "Hallo, geht"s noch?".
Mit der Aktion sollten die weiteren Abbrucharbeiten für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 verhindert und 300 Bäume nahe der Baustelle gerettet werden, sagte ein Sprecher der Parkschützer.
Seit Wochen stehen sich Gegner und Befürworter des Bahnprojekts Stuttgart 21 unversöhnlich gegenüber. Bei dem 4,1 Mrd. Euro teuren Projekt Stuttgart 21 soll der Kopfbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umgewandelt und an die künftige Schnellbahntrasse nach Ulm angeschlossen werden. Kritiker halten das Bauvorhaben unter anderem für zu teuer.
-- 2010-08-30 11:14:53 [Quelle: SDA] |
| Fluten vor 300"000-Einwohner-Stadt Thatta gehen langsam zurück |
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Die von den Überschwemmungen in Pakistan massiv bedrohte 300"000-Einwohner-Stadt Thatta im Süden des Landes wird womöglich doch von den Wassermassen verschont. Die Fluten des über die Ufer getretenen Flusses Indus hätten ihre Richtung geändert, sagte ein Behördenvertreter.
"Das Wasser fliesst weg von den bewohnten Gebieten und der Pegel ist auch gesunken", sagte er am Montag. Wegen der herannahenden Wassermassen waren nahezu alle Einwohner am Wochenende aus Thatta geflohen. In der Region sind mehr als zwei Millionen Menschen obdachlos.
Thatta, von der Einwohnerzahl etwas kleiner als Bern, liegt in der Provinz Sindh, die derzeit am schlimmsten von den Wassermassen bedroht ist. Durch die Überschwemmungen wurden in Sindh seit Anfang August sieben Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben.
-- 2010-08-30 11:06:45 [Quelle: SDA] |
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